Nächstes Rennen: 10. Juni 2012
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Formel 1-Team Red Bull: Das Red Bull Racing-Team im Porträt

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Als Red Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz im November 2004 das finanziell angeschlagene Jaguar-Team übernahm, dachten viele zunächst an einen Marketing-Gag. Mittlerweile ist der Konkurrenz das Lachen vergangen. 2010 und 2011 sammelte Red Bull die ersten WM-Titel.

Red Bull tat sich vor der Übernahme von Jaguar bereits als Sponsor des Sauber-Teams hervor. Seit 2005 ist man auf dem eigenen Auto quasi der alleinige Hauptsponsor. Mit David Coulthard wurde im ersten Jahr gleich ein erfahrener Pilot verpflichtet. Das Cosworth V10 Aggregat im Heck des Red Bull-Renners bot ausreichend Leistung. Wegen der schlechten Aerodynamik des Jaguar-Vorgängermodells ging man trotzdem ohne große Erwartungen in die Premierensaison.

So konnte der Formel 1-Einstieg von Red Bull mit 34 Punkten und einem siebten Rang unter den Konstrukteuren schon als großer Erfolg verbucht werden. Coulthard brachte alleine bei neun der ersten 19 Rennen Zähler auf das Konto und stellte eine Teamkollegen Christian Klien und Vitantonio Liuzzi, die sich das zweite Cockpit teilten, deutlich in den Schatten.

2006 kommt Adrian Newey zu Red Bull

Vom guten Start beflügelt wollte Teamboss Christian Horner 2006 richtig angreifen. Mit Stardesigner Adrian Newey wurde einer der bekanntesten Entwickler von McLaren abgeworben. Mit Ferrari kam ein neuer Motorenpartner. Zwar sorgte Coulthard mit seinem dritten Platz ausgerechnet beim Prestige-Grand Prix in Monaco für den ersten Podiumsplatz des jungen Teams, mit nur 16 Punkten blieb der weitere Aufwärtstrend in der zweiten Saison allerdings aus.

2007 wurde mit Renault der dritte Motorenlieferant in drei Jahren vorgestellt. Zudem wurde mit Mark Webber ein neuer erfahrener Teamkollege für Coulthard verpflichtet. Der Autralier sorgte in seiner ersten Saison auch gleich für einen weiteren Podiumsbesuch. Mit Platz fünf in der Teamwertung erreichte Red Bull die bis dato beste Platzierung der Teamgeschichte. Der ganz große Erfolg blieb allerdings noch aus.

Für die Saison 2008 hatte Designer Adrian Newey eine revolutionäre Idee. Die Motorabdeckung wurde in Form einer Finne bis kurz vor den Heckflügel verlängert. Mit dieser Aufsehen erregenden Konstruktion konnte Webber in sechs der ersten acht Rennen in die Punkte fahren. In der zweiten Saisonhälfte ließen die Erfolge allerdings nach. Vor allem das Leistungsdefizit des Renault-Motors machte sich bemerkbar. Am Ende wurde das große Red Bull-Team sogar vom kleinen Schwesterteam Toro Rosso abgehängt.

Mit Sebastian Vettel kommt 2009 der Aufschwung

Vor der Saison 2009 verpflichtete Red Bull Sebastian Vettel für den zurückgetretenen David Coulthard. Mit dem jungen Deutschen sollte auch der ganz große Erfolg kommen. Konstrukteur Adrian Newey gelang mit dem RB5 ein großer Wurf, der am Ende nur vom Brawn GP 001 geschlagen wurde. Sebastian Vettel wurde in der Fahrerwertung Vizeweltmeister, das Team erreichte im Konstrukteurspokal ebenfalls Rang zwei. Mit den ersten sechs Siegen feierte das Team weitere Meilensteine.

Wer dachte, dass es nach dem Erfolg des Vorjahres 2010 für Red Bull kaum noch weiter nach oben gehen könnte, der wurde getäuscht. In einem dramatischen Finale in Abu Dhabi sicherte sich Sebastian Vettel den Fahrer-Weltmeistertitel. Schon ein Rennen zuvor feierte Red Bull die Meisterschaft im Konstrukteurspokal. Adrian Newey hatte klar das schnellste Auto im Feld gebaut. Nur wegen der zahlreichen Crashs und Defekte blieb die WM bis zum letzten Rennen offen.

Totale Red Bull-Dominanz 2011

In der Saison 2011 leistete man sich keine Ausrutscher mehr. Vettel ließ der Konkurrenz von Beginn an keine Chance. In 19 Rennen standen die Red Bull-Piloten 18 Mal auf der Pole Position. Mit 13 Siegen dominierten die Bullen auch die Teamwertung. Der RB7 überzeugte durch Speed und Zuverlässigkeit. Den ersten Ausfall des Jahres gab es erst beim 14. Rennen in Monza durch einen Fahrfehler von Mark Webber.

Außerhalb der Rennstrecke machte sich der neue Platzhirsch aber keine Freunde. Hinter vorgehaltener Hand äußertde die Konkurrenz Vermutungen, dass sich das Vettel-Team nicht an vereinbarte Budget-Limits hält. Zudem stellte sich Red Bull bei Diskussionen und Finanzen immer wieder quer. Mit dem Ausstieg aus der FOTA Ende 2011 warf man den anderen Rennställen endgültig den Fehdehandschuh hin. Man darf gespannt sein, wie sich die Red Bull-Geschichte weiter entwickelt.

(Stand: 01/2012)

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Teamdaten im Überblick
Team-Daten
Gründung: 2004
Anschrift: Red Bull Racing Bradbourne Drive UK-Milton Keynes MK14 88J
Chassis: RB8
GP-Debüt: GP Australien 2005
GP-Starts: 126
GP-Siege: 27
WM-Punkte: 1404,5
WM-Titel: 2
WM gefahren: 7
Pole Positions: 38
URL: www.redbullracing.com
Personal
Teamchef: Christian Horner
Techn. Direktor: Adrian Newey
Fahrer:
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