Nächstes Rennen: 10. Juni 2012
GP Kanada

Formel 1-Team Williams F1: Williams F1 im Team-Porträt

Williams F1 Logo

Williams F1 wurde im Jahr 1977 von Frank Williams und Patrick Head gegründet. Ein Jahr später, am 15. Januar, ging in Buenos Aires das erste Formel 1-Auto des Teams an den Start. Seitdem haben nur Ferrari und McLaren mehr Rennen gewonnen.

Williams F1 feierte den allerersten Erfolg der Teamgeschichte 1979 beim Heimspiel in Silverstone. Clay Ragazzoni pilotierte damals den FW07. Auch der 100. Sieg 18 Jahre später gelang auf dem ehemaligen Militärflugplatz in England. Jacques Villeneuve sorgte mit dem FW19 für das viel umjubelte Jubiläum.

Die erfolgreichsten Jahre erlebte Williams F1 in den Achzigern und zu Beginn der Neunziger Jahre: Formel 1-Legenden, wie z.B. Keke Rosberg, Nigel Mansell, Damon Hill, Alain Prost, Nelson Piquet und nicht zuletzt Ayrton Senna sorgten dafür, dass der Konstrukteurpokal gleich neun Mal in die Zentrale nach Grove geholt werden konnte. Auch sieben Fahrer-Meisterschaften fielen in diese Zeitspanne.


Neben den herausragenden Piloten hatten vor allem Designer Adrian Newey und der bärenstare Renault V10 Motor zum Beginn der 90er Jahre den Hauptanteil am Erfolg von Williams F1. In dieser Kombination musste das Team allerdings 1994 auch eine der schwärzesten Stunde der Teamgeschichte erleben: Beim Großen Preis von San Marino in Imola verunglückte Ayrton Senna tödlich.

1997 gingen zuletzt beide Meisterschaften an Williams F1. Seitdem kämpft das Team um Anschluss. Die große Konkurrenz der Hersteller-Teams ließen die Erfolge seltener werden. 2009 konnte man dank des Doppeldiffusors zu Saisonbeginn wieder einmal um Podiumsplätze fahren. Dank konstanter Leistung erreichte Nico Rosberg einen guten siebten Platz in der Fahrer-WM.

Am Ende des Jahres erklärte Williams F1, dass die Autos 2010 nicht mehr mit Toyota-Triebwerken, sondern mit Cosworth-Aggregaten ausgestattet werden. Auch das Personal änderte sich: Nico Hülkenberg und Rubens Barrichello mussten sich allerdings oft mit Mittelfeldplätzen zufrieden geben. Das große Highlights des Jahres gab es in Brasilien, als Hülkenberg die 126. Pole Position für Williams F1 einfuhr.

Für Nico Hülkenberg gab es trotzdem keine Zukunft bei Williams. Direkt nach der Saison wurde er vor die Tür gesetzt und durch Pastor Maldonado ersetzt. Der Venezuelaner kam mit einer großen Sponsorenmitgift im Gepäck. Der finanziell angeschlagene Rennstall konnte es sich nicht mehr leisten, auf diese Einnahmen zu verzichten. Sportlich lief es 2011 entsprechend enttäuschend. Nur die drei Neulinge konnte man in der Teamwertung hinter sich lassen. Für Routinier Barrichello gab es mickrige vier Zähler, Maldonado steuerte gar nur einen Punkt zum Teamkonto bei.

Mit Renault zu alten Erfolgen?

2012 will der Traditionsrennstall einen Neuanfang wagen. Die Partnerschaft mit Motorenbauer Cosworth wurde gekündigt. Seitdem werkeln wieder Renault-V8-Triebwerke im Heck. Außerdem musste Technikchef Sam Michael das Team verlassen.

(Stand: 01/2012)

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Teamdaten im Überblick
Team-Daten
Gründung: 1969
Anschrift: Williams GP Engineering Ltd. Grove, Wantage UK-Oxfordshire OX12 0DQ
GP-Debüt: GP England 1972
GP-Starts: 558
GP-Siege: 113
WM-Punkte: 2676
WM-Titel: 9x Team / 7x Fahrer
WM gefahren: 39
Pole Positions: 126
URL: www.williamsf1.com
Personal
Teamchef: Frank Williams
Techn. Direktor: Mike Coughlan
Fahrer:
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