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F1-Cockpits jetzt mit LCD-Display

McLaren liefert neuen F1-Tacho

Formel 1-Display - 2014 Foto: ams 18 Bilder

McLaren Applied Technologies hat für die neue Saison ein Display für Formel 1-Autos im Angebot. Der neue F1-Tacho kann Informationen jetzt auch grafisch darstellen. Wir stellen Ihnen das kleine Hightech-Gadget genauer vor und zeigen was es kann.

07.02.2014 Tobias Grüner

Ein Formel 1-Auto ist Technik auf höchstem Niveau. Doch was die Information im Cockpit angeht, fuhren die Piloten lange auf Steinzeit-Niveau herum. Bis zur aktuellen Saison wurden wichtige Werte nur auf einem kleinen Zahlen-Display angezeigt, das entweder am Lenkrad oder an der Cockpit-Vorderseite montiert war. Mehr als 9 Ziffern konnten darauf nicht dargestellt werden. Von grafischen Elementen ganz zu schweigen.

Erster Praxis-Test mit dem PCU-8D-Modul

Das wird sich 2014 ändern. Lieferant McLaren Applied Technologies, der auch die zentrale Steuereinheit (ECU) für alle Formel 1-Renner herstellt, hat nun ein neues LCD-Display im Angebot. Bei den Testfahrten konnte man das sogenannte PCU-8D-Modul bereits bei einigen Autos im ersten Praxistest  erkennen. Viele Teams blieben allerdings noch beim alten Modell, um sich nicht eine zusätzliche mögliche Fehlerquelle ins Auto zu holen.

Die Fans werden das neue Display erstmals in Australien richtig in Aktion sehen. Erst dann sind die Onboard-Kameras über dem Cockpit montiert und liefern Bilder aus der Fahrerperspektive. Direkt mit der ECU verbunden, zeigt  der 4,3 Zoll große LCD-Monitor dem Piloten alle notwendigen Daten an. Die Teams können aus 100 verschiedenen Ansichten wählen, um die wichtigsten Werte immer im Auge zu behalten.

Informationen werden grafisch dargestellt

Neben den Standard-Daten wie Geschwindigkeit oder der Gang-Anzeige lassen sich nun auch kompliziertere Informationen übersichtlich darstellen. Zusätzlich gibt es immer noch die farbigen LED-Lämpchen am oberen Rand, die dem Fahrer den richtigen Schaltzeitpunkt anzeigen - jetzt allerdings 15 statt 12 an der Zahl. Über das Display lassen sich nun aber auch konkrete Drehzahlen - in Ziffern oder als Grafik - anzeigen. "Es ist alles ganz anders - fast wie ein Smartphone", so der erste Eindruck von Nico Rosberg.

Auch wichtige Informationen über das ERS-Hybrid-System (Lademodus, abgerufene Energie) lassen sich übersichtlich darstellen. Mit dem alten, 2008 eingeführten Standard-Display begann einfach ein Countdown beginnend bei 100 (Prozent) herunterzulaufen, sobald der Pilot auf den Boost-Knopf drückte. Nach 6,6 Sekunden stand die Anzeige des Zusatzschubs bei 0. In diesem Jahr übernimmt die Elektronik den Einsatz und die Verwaltung der Elektro-Power. Der Pilot hat nur noch begrenzt Möglichkeiten zur Einflussnahme.

McLaren-Display unempfindlich

Das neue McLaren-Hightech-Display verfügt über eine Auflösung von 480 x 272 Pixeln. Die Helligkeit kann je nach Einsatzgebiet angepasst werden. Sowohl bei direkter Sonneneinstrahlung als auch in der Nacht soll der Monitor ohne Probleme abzulesen sein. Auch Spritzwasser im Regen soll der Technik nichts ausmachen. Temperaturen zwischen 0°C und 50°C sind laut Hersteller ebenfalls kein Problem.

Die Abmessungen des gesamten Moduls betragen 13cm x 8,1 cm x 2,2 cm. Die Ingenieure müssen also die Layouts der Lenkräder deutlich verändern. Wichtig ist auch das Gewicht: Das neue Modul wiegt knapp 230 Gramm - also 100 Gramm mehr als die alte abgespeckte Version. Wie das neue Formel 1-Infotainment aussieht und wer es in Jerez bereits ausprobieren durfte, sehen Sie in unserer Bildergalerie.

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