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10 Punkte beim GP Italien

Hülkenberg erlöst Sauber in Monza

Nico Hülkenberg GP Italien 2013 Foto: xpb 67 Bilder

Nico Hülkenberg war der Mann des GP-Wochenendes von Monza. Wer in einem Sauber auf Startplatz drei und im Rennen mit der viertschnellsten Runde auf Rang fünf fährt, der darf sich neben Sebastian Vettel als heimlicher Sieger feiern lassen. Das perfekte Rennen trübte eigentlich nur ein nicht ganz perfekter Start.

08.09.2013 Michael Schmidt

Bei Sauber knallten innerhalb von 24 Stunden zwei Mal die Sektkorken. Für den dritten Startplatz bekam Nico Hülkenberg nur anerkennendes Schulterklopfen. Für den fünften Platz gab es zehn WM-Punkte. Mehr als im ganzen Rest der Saison. Das Rennergebnis zeigt, dass die Trainingssensation kein Zufall war.

Hülkenberg fuhr die viertschnellste Rennrunde, und er holte in den letzten 15 Runden zehn Sekunden auf die Spitze auf. Zumindest Fernando Alonso, Mark Webber und Felipe Massa gaben bis zur letzten Runde Gas. "Ich wusste vom Training her, dass wir auch im Rennen stark sein würden. Es war nur nicht ganz klar wie stark. Die schönste Nachricht war, dass wir zum Schluss schneller als die Autos vor uns unterwegs waren."

Keine Sekunde Verschnaufpause

Hülkenberg hatte keine Sekunde Verschnaufpause. Er sah jede Runde den Mercedes von Nico Rosberg formatfüllend im Rückspiegel. "Nico war aber nie so dicht dran, dass er einen Angriff hätte starten können", relativiert Hülkenberg den Zweikampf. Eine spezielle KERS-Strategie ließ er sich dafür nicht einfallen. "Du kannst in Monza vor vier Kurven überholen. Es macht keinen Sinn, sich KERS-Power für besondere Stellen aufzuheben."

Mercedes-Technikkoordinator Paddy Lowe zieht den Hut. "Der Sauber hatte einen unglaublichen Speed. Der war nicht viel langsamer als die Ferrari. Rosberg hätte zwar schneller gekonnt, ihm fehlte aber der Top-Speed zum Überholen."

Der andere Mercedes fand einen Weg an Hülkenberg vorbei. Eingangs Curva Grande ging Lewis Hamilton innen an Hülkenberg vorbei. "Ich wusste, dass Lewis noch einmal stoppen musste. Deshalb war es nicht so schlimm. Ich war fast happy, dass er mir nicht mehr im Genick saß. So konnte ich mich auf mein Rennen konzentrieren und musste nicht lange Kampflinie fahren. Das hätte nur Zeit gekostet."

Kupplung packt beim Start zu fest zu

Dass Hülkenberg nicht vor den Ferrari ins Ziel kommen würde, damit hatte man bei Sauber gerechnet. Geplant war nur nicht, dass es schon in der ersten Kurve passiert. "Die Kupplung hat zu fest zugepackt, und ich hatte zu viel Schlupf. Dann hat Mark die Spur gewechselt, ich musste reagieren, und so ist auch noch Fernando vorbei."

Saubers Höhenflug in Monza hatte mit der Streckencharakteristik zu tun. Die Ingenieure tüftelten in Hinwil ein gutes Paket für wenig Abtrieb aus. Hülkenberg und sein Renningenieur fanden nach einem schwierigen Freitag das passende Setup dazu. In Singapur wird der Monza-Überraschungsmann wieder ein härteres Brot essen müssen: "Ich erwarte nicht, dass es da so weitergeht. Unser Ziel sollte es sein, dass wir in den letzten Rennen beständig kleine Punkte sammeln können."

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