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Abstand zu Mercedes verkürzt

Williams hält Entwicklungstempo hoch

Williams - Abu Dhabi Test 2014 Foto: xpb 143 Bilder

Mercedes startete in die Saison mit einem Vorsprung. Und die Silberpfeile gingen mit einem Vorsprung aus der Saison. Im Vergleich zu den Gegnern wuchs der Abstand sogar noch an. Mit einer Ausnahme: Williams kam im Verlauf der Saison näher an den Klassenprimus heran.

28.11.2014 Michael Schmidt

Williams-Technikchef Pat Symonds ist auf zwei Dinge stolz. "Erstens: Wir haben gezeigt, dass wir unser Auto im Verlauf der Saison weiterentwickeln können. Und zweitens: Wir haben den Rückstand auf Mercedes verkürzt." Damit steht Williams allein da. Alle anderen Teams fielen noch weiter hinter die Silberpfeile zurück. Die Überlegenheit der Mercedes bei den letzten fünf Rennen war erdrückend.

Williams konnte mithalten, weil die Technikabteilung in Grove zur gleichen Zeit ein Aero-Paket auspackte wie ihre Kollegen von Mercedes. Beim GP Japan machten Mercedes und Williams einen signifikanten Sprung. Nach internen Berechnungen von vier Zehntelsekunden.

"Dabei kam bei uns gar nicht alles an, was uns versprochen wurde. Für uns war es trotzdem ein Schritt vorwärts, weil unsere Gegner nichts Neues gebracht haben", urteilt Felipe Massa. Die Ingenieure haben es geschafft, Abtrieb auf den FW36 zu packen, ohne dabei den Luftwiderstand zu erhöhen. Der Williams war vorher und nachher das schnellste Auto auf der Geraden.

Williams verkürzt Rückstand auf halbe Sekunde

Ein Blick auf die Zahlen der Rennen von Bahrain und Abu Dhabi bestätigt den Eindruck von Symonds. Beide Strecken sind ungefähr gleich lang, beide Rennen fanden nachts statt. Dazwischen liegen sieben Monate. In Bahrain fehlten dem schnellsten Williams 1,062 Sekunden auf Nico Rosbergs Trainingsbestzeit. In Abu Dhabi betrug der Abstand nur noch 0,545 Sekunden.

Gleiches Bild im Rennen. Massa trennten in Bahrain 31,2 Sekunden von Sieger Lewis Hamilton. Trotz eines Safety-Cars. In Abu Dhabi verpasste der Brasilianer den Sieg nur um 2,5 Sekunden.

Noch ein Umstand zeigt, wie sich Williams im Wettrüsten verbessert hat. In Bahrain mussten Felipe Massa und Valtteri Bottas je drei Mal zum Reifenwechsel an die Box. Ihre Kollegen von Mercedes nur zwei Mal. Beim Saisonfinale hatte Williams sein Reifenmanagement im Griff. Genauso viele Boxenstopps wie die Sieger. Massa konnte im letzten Stint noch auf die superweichen Reifen wechseln. Sogar ein Einstopp-Rennen schien im Bereich des Möglichen.

Massa pokert mit superweichen Reifen

Hätte der Vize-Weltmeister von 2008 das Rennen vielleicht sogar gewinnen können, wenn er mit seinem zweiten Reifensatz zu Ende gefahren wäre? Er hatte immerhin schon die 43. Runde erreicht und war mit 1.47er Zeiten noch flott unterwegs. Zu dem Zeitpunkt wurde Massa ein Vorsprung von 12,5 Sekunden Vorsprung auf Hamilton angezeigt.

Der WM-Siebte glaubt nicht, dass es gereicht hätte: "Es waren noch 12 Runden zu fahren. Das ist lang. Ich spürte bereits einen leichten Gripverlust. In den letzten fünf Runden wären die Reifen bestimmt total eingebrochen. So hätte ich Lewis nie halten können."

Massa gibt aber zu, dass er auch mit einer Durchhalte-Taktik Zweiter geworden wäre. Nach hinten auf Bottas war 38 Sekunden Luft. "Deshalb konnte ich mir den Poker mit den superweichen Reifen leisten. Es war die einzige Chance, Lewis unter Druck zu setzen. Und die sicherste Methode ins Ziel zu kommen."

"Für ein paar Runden habe ich an meine Siegchance geglaubt. Solange ich eine Sekunde pro Runde auf Lewis aufgeholt habe. In den letzten vier Runden war dann die Luft raus. Die Pirelli-Reifen vertragen es nicht, wenn du so lange hintereinander am Limit fährst. Irgendwann haben sie ihren maximalen Haftwert überschritten. Dann geht es zügig bergab."

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