Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Abu Dhabi

Licht und Schatten im deutschen Lager

Adrian Sutil Foto: Force India 61 Bilder

Die vier deutschen Piloten haben sich mit unterschiedlichen Leistungen aus der Saison verabschiedet. Sebastian Vettel und Nick Heidfeld konnten voll überzeugen, für Nico Rosberg und Adrian Sutil gab es nichts Zählbares in Abu Dhabi.

01.11.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Für Sebastian Vettel war es der ideale Abschluss dieser Saison. Der Red Bull-Pilot sicherte sich mit seinem vierten Saisonsieg Platz zwei in der Weltmeisterschaft. Da war plötzlich der ganze Ärger über die verlorene WM von vor 14 Tagen wie weggeblasen. Vettel gratulierte brav dem Champion Jenson Button zu seiner Linken und zog eine erste Bilanz: "Wir haben unser kleines Ziel erreicht. Es war ein schöner Erfolg nach einer tollen Saison. Button hat den Titel verdient, weil er über die Saison gesehen konstanter war. Wir können das Gestern nicht ändern, aber das Morgen."

Und was hat der Vize-Weltmeister aus dieser Saison gelernt? "Bei einigen der fünf Nullrunden hätten wir wenigstens ein paar Punkte heimfahren müssen. Manchmal muss man sich mit dem zufrieden geben, was man hat." Der erste Teil des Rennens entwickelte sich zu einem Duell mit Lewis Hamilton. "Ich hatte einen guten Start, aber für Lewis hat es nicht ganz gereicht. Als dann Hamilton seinen KERS-Knopf auf der Geraden eingesetzt hat, war das ein ziemlicher Schock. Der Schlüssel aber war, dass ich trotz des etwas schweren Autos an ihm dranbleiben konnte. In den zwei Runden, die ich bis zum ersten Tankstopp länger fahren konnte, habe ich richtig Druck gemacht, und es hat gereicht, an ihm vorbeizukommen."

Der Sieger lobte im Ziel sein Auto: "Es war auf beiden Reifentypen sehr gut." Und was war der schwierigste Moment eines scheinbar mühelosen Sieges? "Die Boxenausfahrt im Tunnel. Auf neuen Reifen ist die echt tückisch. Wenn die Silikonschicht noch auf der Lauffläche ist, haben die Dinger kaum Grip. Es war wahnsinnig rutschig in der Ausfahrt. Deshalb war ich dort immer sehr vorsichtig. Ich wollte mich da nicht durch einen Fehler zum Deppen machen."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld schloss die Saison mit einem fünften Platz ab. Die vier Punkte brachten ihn in der Endabrechnung noch vor Teamkollege Robert Kubica und BMW vor Williams, den direkten Gegner im Kampf um Platz sechs im Konstrukteurspokal. "Es war das Maximum", erklärte Heidfeld nach schweißtreibenden 55 Runden. "Ich war zwar knapp an Barrichello dran, bin zum Schluss auch schneller gefahren als er, aber um ihn zu überholen, hätte ich vor dem zweiten Tankstopp eine Runde länger draußenbleiben müssen als er. So kamen wir beide gleichzeitig rein, und er war nicht zu knacken."

War es Heidfelds bestes Saisonrennen? Der BMW-Pilot verneint: "Der zweite Platz von Malaysia war besser und auch mein Rennen in Suzuka, obwohl ich da nur Sechster wurde. Auf jeden Fall war es schön, dass wir zum Abschied von BMW noch ein gutes Resultat abliefern konnten."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg beendete den letzten Grand Prix auf Rang neun. Damit landete er zum sechsten Mal in dieser Saison außerhalb der Punkteränge. Vier Mal davon in den letzten fünf Rennen. "Obwohl wir bis zum vorletzten Rennen das Auto entwickelt haben, haben wir zum Schluss nachgelassen", urteilte der Williams-Pilot. Beim GP Abu Dhabi führte er ein Fernduell gegen die Einstopper.

"Dass ich zwischendurch mal in den Punkterängen lag, hatte nichts zu sagen. Ich wusste, dass mich die ganzen Einstopper einfangen würden." Bittere Note am Ende: "Schade, dass wir im Finale noch Platz sechs in der Konstrukteurs-WM verloren haben. Aber Buemi war einfach schneller. Heute waren Punkte außer Reichweite." Kleiner Trost: "Ich habe Platz sieben in der Fahrerwertung behalten."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil erlebte zum Finale noch einmal eine Enttäuschung in einer ansonsten sehr erfolgreichen Saison. "Das fing schon am Start an. Ich bin nicht richtig weggekommen und habe Plätze verloren. Dann habe ich nach nur fünf Runden mit den harten Reifen Graining bekommen und bin nur rumgerutscht", berichtet der Deutsche. Damit waren die Probleme aber noch nicht beendet. "Mit dem schweren Auto und durch das direkte Hinterherfahren haben meine Bremsen überhitzt. Das Bremspedal ist lang geworden und ich habe mir den Reifen eckig gefahren."

Es dauerte eine Zeit, bis sich die Situation im Cockpit beruhigte. "Bis wir das im Griff hatten, war ich auch schon Letzter." Anschließend schmiss das Team die Taktik über den Haufen. Eigentlich wollte der Force India-Pilot nur einmal an die Box, änderte das dann aber in eine Zwei-Stopp-Strategie. "Im Mittelstint lief es dann auch eigentlich richtig gut. Auch am Ende war es nicht schlecht. Am Ende war ich froh, dass ich noch Grosjean überholen konnte und nicht Letzter wurde. Nach dem schlechten Qualifying war heute leider sowieso nicht mehr viel drin."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden