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Abu Dhabi-Updates: Red Bull testet neues DRD-System

Am Mittwoch-Nachmittag hat Red Bull in Abu Dhabi neue Teile erprobt. Junior-Tester Felix Antonio da Costa war mit einem sogenannten DRD-System unterwegs, das den Topspeed auf der Gerade erhöhen soll. Red Bull ist bereits das vierte Team, das die neue Technik ausprobiert.

Anderthalb Tage war Red Bull beim Young Drivers Test in Abu Dhabi vor allem mit auffälligen Messapparaten unterwegs, um Aerodynamik-Daten zu sammeln. Am Mittwoch-Nachmittag ließen die Ingenieure dann endlich neue Teile am RB8 montieren. Das Auto von Junior-Pilot Felix Antonio da Costa wurde mit einem sogenannten DRD-System (Drag Reduction Device) ausgerüstet.

Red Bull kopiert DRD-System

Die Technik ist nicht neu. Den Anfang machte Lotus schon Ende Juli im Freien Training zum GP Deutschland in Hockenheim. Mercedes hat den Trick ebenfalls bereits ausprobiert. Beim Young Driver Test in Magny Cours sammelte das Silberpfeil-Teams Mitte September erste Erfahrung damit. Seitdem wird es regelmäßig in den Freien Trainings verfeinert. Sauber zog als drittes Team bei den Testfahrten von Abu Dhabi am Dienstag (6.11.) nach.

Dass nun auch noch Red Bull den Trick ausprobiert, sollte der Konkurrenz Sorgen bereiten. Wenn Star-Konstrukteur Adrian Newey sich nicht sicher wäre, dass das DRD-System das Auto schneller machen kann, würde er sich die Entwicklungskosten wohl sparen. Die Frage lautet, wie effektiv die Technik funktioniert?

Vorreiter Lotus verzweifelte bei den Tests in den Freien Trainings fast daran. Dabei klingt das Prinzip in der Theorie relativ simpel. Luft wird über ein Kanalsystem von unten an den Heckflügel geblasen. Ein periskopartiger Schnorchel sorgt dafür, dass die Strömung am Heckleitwerk gezielt gestört wird. Dadurch verringert sich Abtrieb und  Luftwiderstand, was zu einem höheren Top-Speed führt.

Die Bilder vom Abu Dhabi-Test sind nicht ganz eindeutig, wie das neue Red Bull-System funktioniert. Es könnte sich dabei auch um ein erweitertes Doppel-DRS handeln. Wird der Heckflügel-Flap hochgeklappt, könnte Luft theoretisch durch die Endplatten und durch den unteren Flügel (Beamwing) zum Schnorchel fließen. So etwas wäre aber nur noch in den letzten beiden Rennen erlaubt.

DRD-Entwicklung mit Schwierigkeiten

Ab der kommenden Saison darf ein solches System nicht mehr aktiv vom Fahrer ausgelöst werden. Auch die indirekte Betätigung über den DRS-Flügel ist 2013 per Reglement verboten. Es bleibt den Teams somit nur ein passives System, um den Luftstrom zu regulieren.

Hier liegt das große Problem: Ein besonderes Ventil lässt die Strömung nur bei einem bestimmten Staudruck passieren. Nur ab einer bestimmten Geschwindigkeit gelangt die Luft durch den Schnorchel zum Heckflügel. Der Öffnungsdruck muss von den Ingenieuren je nach Strecke neu berechnet und eingestellt werden.

Lotus hat die Tücken bereits kennengelernt. Entweder hat sich das System zu spät aktiviert, wodurch kein Vorteil entstanden ist. Oder es hat sich zu früh ausgelöst, wodurch der Abtrieb auch an Stellen verloren ging, an denen es der Fahrer nicht gebrauchen kann. Ursprünglich hatte Lotus gehofft, das System noch diese Saison im Rennen einzusetzen. Mittlerweile wurde das mögliche Debüt auf 2013 verschoben. In den Freien Trainings verzichtete man zuletzt komplett auf den Einsatz.

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Nutzen des DRD-Systems umstritten

Auch bei Mercedes erkannte man früh die Schwierigkeiten. Ross Brawn äußerte nach den ersten Tests sogar Zweifel, ob das DRD-System überhaupt effizient betrieben werden kann. Der Nutzen sei gering, die Nachteile durch das Gewicht und den erhöhten Luftwiderstand nicht unerheblich.

Nun sind natürlich alle gespannt, ob Red Bull mehr Erfolg damit hat. Das Team von Adrian Newey gilt in Sachen Aerodynamik immer noch als Messlatte der Formel 1. Dank Doppel-DRS und der komplizierten Luftführung im Unterboden ist der RB8 aktuell das schnellste Auto in der Formel 1. Wird das DRD-System für das Vettel-Team 2013 zum Joker?

In unserer Bildergalerie haben wir die ersten Fotos vom Red Bull DRD-System aus Abu Dhabi.

Tobias Grüner

Foto

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