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Achterbahn am Bosporus

Foto: Tilke

"Ich habe noch nicht viel gesehen, weiß aber, dass er hügelig und mit langen, schnellen Kurven ausgestattet sein soll. Das hört sich doch mal gut an", sagt Weltmeister Michael Schumacher über den neuen Formel 1-Kurs bei Istanbul in der Türkei.

17.08.2005

Wer von den GP-Piloten die Erprobung der vom deutschen Architekten Hermann Tilke entworfenen Strecke nicht abwarten konnte, musste sich das Computerspiel F1 2005 für die Sony Playstation besorgen.

Der einzige Formel 1-Fahrer, der leibhaftig die 5,34 Kilometer lange Piste besucht hat, ist BAR-Mann Jenson Button. Der Engländer drehte mit einem Serienauto ein paar Runden und zeigte sich begeistert: "Das Design ist sehr interessant und ich glaube, wir werden dort ein sehr gutes Rennen sehen. Die hügelige Landschaft macht die Sache anspruchsvoll, besonders, wenn du im Qualifying am Limit bist oder im Rennen überholen musst."

Spitzentempo bis 312 km/h

Tatsächlich hat die Berg- und Talbahn in der Türkei etwas von einer Achterbahn. Sie beinhaltet eine Steigung von 7,48 Prozent und eine Gefällstrecke von 8,14 Prozent. Die langsame Kurve sechs wird laut Computersimulation mit nur 96 km/h durchfahren, die schnellste Kurve (neun) mit 298 km/h. Danach folgt die schnellste Gerade, auf denen der Computer Höchstgeschwindigkeiten bis 321 km/h errechnet hat.

An Überholchancen sollte es nicht fehlen, auch nicht an Gelegenheiten, Fehler zu machen. Die Kuppen und Senken machen das Anbremsen zu einer schwierigen Angelegenheit. An einigen Stellen müssen die Fahrer einlenken, ohne den Scheitelpunkt der Kurve sehen zu können.

In die Landschaft eingebettet

Architekt Hermann Tilke, der auch Hockenheim umbaute, und die Kurse in Sepang (Malaysia), Shanghai (China) und Bahrain erschuf, antwortete mit der Strecke in Istanbul auf die Vorwürfe der Kritiker, seine Rennstrecken seien austauschbare Retortenpisten ohne Charakter. "Der Kurs ist eine wunderschöne, in die Landschaft eingebettete Strecke. Der Kurs ist sehr anspruchsvoll und die Zuschauer können ihn auf Naturtribünen aus erhöhter Perspektive sehr gut einsehen", schwärmt der Erbauer von seinem jüngsten Werk.

Noch eine Eigenheit: Istanbul ist eine von nur drei Rennstrecken, die gegen den Uhrzeigersinn gefahren werden. Der Computer kalkuliert eine Rundenzeit von 1:26,120 Minuten. Das entspricht einem Schnitt von 219,640 km/h. Eine andere Kalkulation fiel verhältnismäßig gnädig aus: Wegen der bescheideneren Gebäude waren die Baukosten deutlich niedriger als in Bahrain oder Shanghai.

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