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Action nur hinter Vettel

Alonso verteilt Seitenhieb an Perez

Lewis Hamilton vs. Fernando Alonso - GP Kanada 2013 Foto: xpb 54 Bilder

Der Sieg von Sebastian Vettel war eine klare Angelegenheit. Doch hinter dem Red Bull-Piloten wurde fleißig überholt. Bei vielen Zweikämpfen gab es Feindkontakt und böse Worte. Fernando Alonso dagegen lobte seine Gegner. Der Spanier verteilte dabei einen Seitenhieb an Sergio Perez, seinen Gegner von Monte Carlo.

11.06.2013 Michael Schmidt

Das Bild täuschte. Sebastian Vettels Alleinfahrt an der Spitze erweckte den Eindruck, dass dieser Grand Prix von Kanada eine Schlaftablette war. Von Montreal ist man mehr Chaos gewöhnt. Seit 1997 kam 26 Mal das Safety-Car zum Einsatz. Diesmal hatte Bernd Mayländer einen ruhigen Nachmittag.

Von Langeweile kann jedoch keine Rede sein. Hinter dem Sieger gab es viel Bewegung im Feld. Felipe Massa überholte auf seinem Weg von Platz 16 auf Rang 8 insgesamt 9 Autos. Paul di Resta verbesserte sich im Vergleich zu seinem Startplatz um 10 Positionen.

Webber schimpft über Bezahlfahrer

Bei den Zweikämpfen im Feld wurden fleißig Kohlefaserteile ausgetauscht. Pastor Maldonado fuhr Adrian Sutils Force India ins Heck. Am Williams zersplitterte der Frontflügel. Sutil musste den Rest des Rennens mit einem Heckflügel fahren, der leicht nach links hing. Das kostete zwar 5 Prozent Abtrieb, brachte aber Top-Speed. "Sutil war unüberholbar", stöhnte Massa.

Mark Webber fuhr sich am Caterham von Giedo van der Garde den Frontflügel krumm. Auf der linken Seite fehlte die komplette obere Kaskade und die Endplatte. Prompt stellte sich Untersteuern ein. Trotzdem drehte der Australier noch die schnellste Runde des Rennens. Das zeigt, was in diesem Red Bull RB9 steckt.

Giedo van der Garde musste sich von Webber unfreundliche Worte anhören: "Verdammte Bezahlfahrer. Es wurden viele blaue Flaggen in der Haarnadel geschwenkt, und ich habe extra Abstand gehalten, als ich rechts neben ihn gezogen bin. Keine Ahnung, von was der geträumt hat."

Probleme im Windschatten des Mercedes

Van der Garde fiel auch bei einer Kollision mit Nico Hülkenberg unangenehm auf. Am Sauber platzte bei der Berührung am Ende der langen Geraden der linke Hinterreifen. "Der Giedo sucht sich immer einen zum Rennfahren. Auch wenn er überrundet wird. Der hat mit mir bis zum Ende der Geraden gekämpft", ärgerte sich Hülkenberg.

Fernando Alonso und Lewis Hamilton kamen sich ebenfalls am Einlenkpunkt zur Zielkurve zu nahe. Dabei verlor der Mercedes die linke Endscheibe seines Frontflügels. Alonso musste an 4 Autos vorbei, um auf Platz 2 vorzustoßen.

Valtteri Bottas erledigte der Spanier gleich in der ersten Runde. An Nico Rosberg ging er im Verbund mit Webber in der 31. Runde vorbei. Der Ferrari-Pilot machte dabei die gleiche Erfahrung wie Webber: "Der Mercedes strahlt unheimlich viel Hitze ab. Ich konnte mich kaum im Windschatten halten, weil auch mein Auto zu heiß wurde."

Alonso lobt faire Zweikämpfe

In der 41. Runde war Mark Webber fällig. Mit seinem angeschlagenen Red Bull kämpfte der WM-Fünfte gegen Alonso mit dem Rücken zur Wand. 13 Runden vor Schluss hatte Alonso auf Hamilton aufgeschlossen. Es dauerte 6 weitere Umläufe, bis auch der zweite Silberpfeil geknackt war. Wie bei Rosberg musste der Ferrari-Pilot bis zur zweiten DRS-Zone auf der Zielgeraden warten, um vorbeizukommen.

"Die Überholmanöver hatten die gleiche Dynamik, doch der Kampf gegen Lewis war härter, weil wir praktisch gleich schnell waren", so Alonso. Dann lobte der Ex-Champion seine Gegner: "Mit denen kannst du ruhigen Gewissens mit 320 km/h Rad an Rad kämpfen, weil sie die nötige Intelligenz und Erfahrung haben um zu wissen, dass man immer einen Sicherheitsabstand einhalten muss." Das saß.

Indirekt feuert Alonso damit einen Giftpfeil gegen Sergio Perez ab, mit dem er sich in Monte Carlo angelegt hatte. Mercedes-Teamchef Ross Brawn dagegen beklagte sich über die Hinterbänkler. "Sie haben Lewis beim Überrunden zu viel Zeit gekostet. Sonst wäre Alonso nicht so schnell aufgeschlossen. Offenbar fehlt es unseren Autos noch ein wenig an Überholprestige. Das muss sich ändern."

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