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Adrian Newey

Endlich weg vom Großkonzern

Foto: Daniel Reinhard

Der neue Red Bull-Chefdesigner genießt die Arbeit im kleinen Team von Dietrich Mateschitz und freut sich über die lockere Arbeitsathmosphäre. Der Engländer weint McLaren keine Träne mehr nach.

14.02.2006 Markus Stier

Ein kurzes Gespräch auf einer Party, und zwei Abendessen mit Red Bull-Chef Dietrich Mateschitz in Shanghai reichten Adrian Newey, um McLaren den Rücken zu kehren. Seitdem freut sich der Stardesigner über einfache Strukturen und kurze Entscheidungswege: "McLaren ist zu einer gewaltigen Operation mutiert, mit einer Struktur, die eher einem Großkonzern gleicht", klagt Newey. Ron Dennis bat um eine Woche Zeit, um seinen Stardesigner umzustimmen. Es nutzte nichts.

Beim neuen Arbeitgeber Red Bull bekommt der Engländer nostalgische Gefühle: "Red Bull ist ein Team vom alten Schlag. Die Leute sind gerade heraus, offen und relaxed. Die Entscheidungswege sind kurz. Wir setzen uns zusammen, diskutieren und sagen: So geht es."

Adrian Newey: "Ron hasst Stapel von Papier"

Das Matrix-System von McLaren war Neweys Sache nicht: "Es bringt ein gewisses Frustpotenzial, weil ein Komitee den Einzelnen ersetzt. Wenn die Chemie nicht stimmt, laufen die Leute in verschiedene Richtungen."

Auf den Nerv ging Newey auch der Ordnungsfimmel von Teamchef Ron Dennis. Der kann sich nun freuen, dass sich im Büro des Technik-Chefs keine Papierberge mehr stapeln. "Ron hasst Stapel von Papier. Er machte um mein Büro immer einen großen Bogen. Ich ziehe das Reißbrett dem Computer vor", sagt Newey.

Dem neuen McLaren MP4-21, den er maßgeblich entwarf, drückt Newey die Daumen: "Wenn der McLaren erfolgreich ist, wäre ich sicher stolz. Aber meine Zukunft liegt bei Red Bull."

Warum Newey den Wechsel zu Red Bull nicht geheim hielt, und wie er die Erfolgsaussichten des Teams einschätzt erzählt Adrian Newey im Interview in der neuen Ausgabe von auto motor und sport, Heft 5, ab 15. Februar im Handel.

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