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Red Bull, Ferrari oder Auszeit?

23 Millionen Pfund-Offerte für Newey

Adrian Newey - Red Bull - 2014 Foto: xpb 25 Bilder

Adrian Newey ist derzeit der gefragteste Mann auf dem Transfermarkt. Der Star-Designer von Red Bull wird seit dem GP Spanien mit einem 23 Millionen-Pfund-Angebot von Ferrari in Verbindung gebracht. Offiziell legt sich Newey nicht fest. Wahrscheinlicher ist aber, dass er bei Red Bull bleibt. Oder ein Jahr Auszeit nimmt.

24.05.2014 Michael Schmidt

Die Top-Fahrer der Formel 1 sind lange gebunden. Fernando Alonso bis 2016 bei Ferrari. Sebastian Vettel bis 2015 bei Red Bull. Hamiltons Mercedes-Vertrag geht noch bis 2015, und Nico Rosberg hat kürzlich bis 2016 verlängert. Im Augenblick dreht sich auf dem Transfermarkt alles um Star-Designer Adrian Newey. Der 55-jährige Engländer hat mit seinen Autos mehr WM-Titel gewonnen als Vettel, Alonso und Hamilton zusammen.

Seit dem GP Spanien kursieren Gerüchte, dass Newey wieder einmal von Ferrari kontaktiert worden sei. Präsident Luca d Montezemolo hat sie nie richtig entkräftet. Der neue Rennleiter Marco Mattiacci antwortete in Monte Carlo auf die Frage, ob er Newey eingeladen hätte, für Ferrari zu arbeiten, mit einem klaren Nein.

Das schließ aber nicht aus, dass der Kontakt nicht von ihm selbst sondern von ganz oben kam. Ferrari-Technikchef James Allison antwortete auf die Newey-Frage: "Es wäre wünschenswert, dass unser Präsident und unser Teamchef die bestmöglichen Leute nach Maranello holt. Die Menschen sind die Basis des Erfolges."

Newey tendiert zu Red Bull

Im Fahrerlager gibt es vertrauenswürdige Stimmen, nach denen Newey von Ferrari ein Angebot über 23 Millionen Pfund bekommen habe. Red Bulls Star-Designer nahm die Geschichte, die seit gestern durch das Fahrerlager geistert, verlegen schmunzelnd und kommentarlos zur Kenntnis. Auf die Frage, ob er ein Angebot von Ferrari annehmen würde, bleibt Newey unverbindlich.

Beim GP Spanien sagte er der BBC: "Ich bleibe für eine überschaubare Zeit bei Red Bull." Was ist überschaubar? Bis zum Saisonende? Oder die nächsten drei Jahre? Auch in Monte Carlo bezog Newey nicht glasklar Stellung: "Mein Ziel ist es, mit Red Bull Mercedes zu schlagen." Das kann alles und nichts heißen.

Treiben Technik-Regeln Newey in eine Auszeit?

Der Fahrerlager-Funk meldet, dass Newey nicht dem Ruf nach Maranello folgen wird. Auch nicht für die kolportierte Summe. Das muss aber noch lange nicht heißen, dass Newey auch für die Red Bull der kommenden Jahre verantwortlich ist. Angeblich schließt der gefragteste Ingenieur der Formel 1 nach seinem Vertragsende eine Auszeit nicht aus.
 
Es ist kein Geheimnis, dass Newey mit dem augenblicklichen Reglement nicht zufrieden ist. Über den Winter wurde die Aerodynamik ein weiteres Mal kastriert. "Die Regeln für das Auto sind zu restriktiv. Das ist auch der Grund, warum wir immer weniger Upgrades sehen. Die Regeln lassen uns kaum noch Freiraum."

Nach Neweys Auffassung driftet die Formel 1 in eine Motorenformel ab. "Früher hatten wir das andere Extrem. Ich finde, es sollte Entwicklung auf allen Ebenen geben. Und was passiert, wenn die Motoren in ein paar Jahren eingefroren werden, und es dann immer noch große Leistungsunterschiede gibt? Dann ist es fast unmöglich, einen Rückstand aufzuholen."
 
Schlechte Nachricht für das Formel 1-Genie: Die FIA denkt über weitere Einschnitte nach, um die Kosten zu senken. Zum Beispiel nur noch vier Ausbaustufen pro Jahr, oder ein Entwicklungsstopp ab dem 1. Juli. Das wäre dann nicht mehr Neweys Welt.

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