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Gefährliche Körperverletzung

Adrian Sutil muss vor Gericht

Adrian Sutil Foto: xpb 20 Bilder

Formel-1-Pilot Adrian Sutil muss sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Das bestätigte das Amtsgericht München am Donnerstag (12.1.).

13.01.2012

Wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet, hat die Staatsanwaltschaft als Strafmaß ein Jahr Haft auf Bewährung für den Rennfahrer gefordert. Für Ende dieses Monats seien vorerst zwei Prozesstage angesetzt. Sutil hatte im vergangenen Jahr den Luxemburger Geschäftsmann Eric Lux in einer Diskothek in Shanghai mit einem Glas verletzt.

Sutil rechnet mit Freispruch

Acht Wochen später war der aus dem oberbayerischen Gräfelfing stammende Sutil wegen des Vorfalls von Lux in München angezeigt worden. Der Rennfahrer hatte mehrfach beteuert, er habe den Mitbesitzer des Lotus-Renault-Teams nicht verletzen wollen. "Wir erwarten von der Verhandlung, dass die Wahrheit auf den Tisch kommt", teilte Sutil-Berater Manfred Zimmermann mit. Eine Stellungnahme der Staatsanwaltschaft war zunächst nicht zu erhalten.

Wie es im FAZ-Bericht heißt, habe die Staatsanwaltschaft zunächst nur einen Strafbefehl für den derzeit vertragslosen Sutil gefordert. Der bisherige Force-India-Pilot habe aber erkennbar nicht seine Schuld eingestehen wollen. Daher setzte das Amtsgericht nun einen Prozess an. Dort kann es im besten Fall für Sutil zum Freispruch kommen. Allerdings könnte sich das Strafmaß auch noch erhöhen.

Sutil mit mehreren Optionen für 2012

Für Sutil, der erst am Mittwoch seinen 29. Geburtstag gefeiert hatte, kommt diese Entscheidung zur Unzeit. Der 29-Jährige verlor jüngst seinen Stammplatz bei seinem bisherigen Arbeitgeber und ist derzeit noch auf der Suche nach einem neuen Formel-1-Cockpit für die kommende Saison. "Die Verhandlung hat keinen Einfluss auf die Zukunft von Adrian", so Zimmermann.

Williams scheint dabei nicht mehr die erste Option zu sein. Wie der Manager gegenüber auto motor und sport erklärte, gebe es noch weitere Alternativen. Sutil erwartet eine Entscheidung über seine Zukunft schon in den nächsten sieben Tagen. Die einzigen anderen Teams, die noch einen Platz für den ehemaligen Force India-Piloten frei hätten, sind Hispania und Caterham.

Blutiger Streit in Shanghai

Es wird interessant, ob mögliche Arbeitgeber durch das Verfahren Abstand von Sutil nehmen. Der fragliche Vorfall hatte sich am 17. April nach dem Großen Preis von China ereignet. Sutil hatte gemeinsam mit seinem Kollegen Lewis Hamilton den Sieg des Briten bei dem Rennen feiern wollen.

Bei einer Party in einem Club war es dann zu einem Streit zwischen Sutil und Lux gekommen. Der Deutsche betonte stets, der Unfall sei unabsichtlich passiert. Die Aggression sei nicht von ihm ausgegangen. Bei der Auseinandersetzung sei jedoch ein Sektglas zerbrochen, die Scherben verletzten Lux am Hals. Die Wunde musste genäht werden.

Nach dem Vorfall hatten sich beide Parteien nicht außergerichtlich über die Beilegung des Streits einigen können. Daraufhin erstattete der Luxemburger Anzeige. Vor Gericht sollen nun Zeugen Licht in die Affäre bringen. Im Zuge der Ermittlungen musste auch Lewis Hamilton eine Aussage abgeben. Außerdem existiert ein Video des Vorfalls.

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