Alles über Adrian Sutil
Adrian Sutil
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Adrian Sutil - Force India - GP Brasilien 2013 68 Bilder Zoom

Adrian Sutil exklusiv: "Das Auto ist einfach eine Möhre"

Adrian Sutil hat die Saison 2013 auf Platz 13 der Fahrertabelle beendet. Im Interview mit auto motor und sport spricht der Force India-Pilot über Probleme in Brasilien, die verpassten Chancen in der abgelaufenen Saison, den Ärger mit südamerikanischen Fahrern und den Ausblick in die Zukunft.

Blicken wir zuerst noch einmal auf Sao Paulo zurück. Wie lief das Saisonfinale aus Ihrer Sicht?

Sutil: Ich bin am Anfang leider etwas hinter Gutierrez festgesteckt. Dann hatte ich mit Perez Kontakt. Die Mexikaner sind gefahren wie die Wahnsinnigen. Mit einem frühen Boxenstopp konnte ich an Bottas vorbeigehen. Die Pace danach war wirklich gut. Leider haben die Reifen aber auch sehr schnell wieder nachgelassen. Wir haben deshalb auf 3 Stopps umgeschwenkt. Ich lag dadurch zwischenzeitlich eine Runde zurück und musste erstmal wieder an Vettel vorbei. Er hat aber nicht groß gekämpft.

Am Ende Punkte aber wieder knapp verpasst.

Sutil: Das Problem war, dass Paul (di Resta) den Sauber von Gutierrez vor mir aufgehalten hat. Dadurch konnte Gutierrez auf der Gerade immer DRS einsetzen. So bin ich nicht vorbeigekommen. Hätte Gutierrez den Paul überholt, hätte ich wohl beide in 2 oder 3 Runden geschnappt.

Wie schwer war es, das passende Setup für den trockenen Sonntag zu finden?

Sutil: Mit dem der Übersetzung waren wir gut dabei. Der 7. Gang hat perfekt gepasst. Auch mit DRS bin ich nicht in den Begrenzer gefahren. Dadurch konnte ich auch relativ problemlos überholen. Ansonsten war das Auto aber nicht besonders gut. Wir hatten jedes Problem, das man haben kann: Untersteuern, Übersteuern - in langsamen Kurven, in schnellen Kurven. Man konnte auch durch die Verstellmöglichkeiten im Cockpit nicht viel machen. Letztendlich ist das Auto einfach eine Möhre. Da geht einfach nichts.

Sind Sie froh, dass die Saison endlich vorbei ist?

Sutil: Ich bin froh, dass ich das Auto los bin. Ich freue mich auf die Winterpause. Danach schauen wir mal, wo es weitergeht. 2014 wird mit dem V6 sowieso alles ganz anders werden.

Ist der Neuanfang gut?

Sutil: Ja, ich denke, es bringt das Feld wieder zusammen. Im Moment ist es nur Red Bull-langweilig. Sie haben diese Ära dominiert. Jetzt schauen wir mal, wer in der nächsten Ära die Nase vorne hat.

Wie sieht Ihr persönliches Saisonfazit aus?

Sutil: Ich denke, ich habe einen guten Job gemacht. Vielleicht mal hier und da ein Fehlerchen. Aber insgesamt war es in Ordnung. Von den Resultaten her haben wir viele gute Ergebnisse weggeschmissen - durch Pech, andere Fahrer oder auch durch die verkorksten Pitstops am Anfang des Jahres. So etwas habe ich noch nie erlebt. Da ging uns extrem viel durch die Lappen. Da habe ich persönlich mindestens 30, 35 Punkte oder mehr weggeschmissen. Das Auto war echt stark am Anfang. Aber so etwas ist auch ein Problem von kleinen Teams: Wenn die Chance plötzlich da ist, dann muss man damit erst einmal zurechtkommen. Das ist nicht so einfach, wenn man nie vorne fährt.

Am Ende immerhin noch Rang 6 im Konstrukteurspokal.

Sutil: Das war wichtig. Das war das Ziel. Das haben wir zum Glück noch hinbekommen. Da können wir stolz drauf sein.

Autonis 2014
Wie groß ist die Chance, dass es im nächsten Jahr nach vorne geht.

Sutil: Ich will auf jeden Fall nach oben. Das macht keinen Spaß mehr, hinten rumzueiern. Die sind da hinten alle wahnsinnig und fahren Dir nur ins Auto. Vorne hast Du weniger Probleme. Es sind immer dieselben Piloten, die extrem am Limit oder über dem Limit fahren. Das ist teilweise sogar gefährlich. Ich habe nach dem Rennen mit Gutierrez geredet. Er hat das auch eingesehen. Das ist eigentlich ein vernünftiger Junge. Perez hat mir beim Überholen eine mitgegeben. Der ist mir einfach ans Rad gefahren. Das muss nicht sein. Über Maldonado müssen wir nicht mehr reden. Der hat mich schon in der Formationsrunde angegriffen. Da habe ich gedacht: Jetzt ist alles vorbei. Und das nach der Aktion in Austin.

Gab es da vor dem Rennen noch einmal Kontakt mit ihm?

Sutil: Mit manchen Fahrern ist es sinnlos zu reden. Er hat sich ja in Brasilien später auch noch gedreht. Das war wieder klar sein Fehler. Er hat dem Vergne einfach zu wenig Platz gelassen. Das war seine Schuld. Wenn man zu zweit in eine Kurve fährt, muss man dem anderen innen Platz lassen. Der kann sich ja nicht in Luft auflösen. Er hat sich dadurch gedreht und sollte sich darüber nicht beschweren.

Tobias Grüner

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