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Adrian Sutil feiert Comeback bei Force India

"Habe gute Visitenkarte abgegeben"

Adrian Sutil, Force India, Formel 1-Test, Barcelona, 21. Februar 2013 Foto: xpb 39 Bilder

Adrian Sutil saß in Barcelona nach mehr als einem Jahr Pause endlich wieder im Force India-Auto. Die Leistung auf der Strecke passte. Sutil konnte sein altes Team beeindrucken. Doch am Ende könnte die Mühe umsonst gewesen sein.

21.02.2013 Tobias Grüner

Adrian Sutil war für einen Tag wieder Formel 1-Pilot. 452 Tage musste er zuschauen, wie seine Kollegen ihre Kreise drehten. Am Donnerstag (21.1.2013) war er in Barcelona endlich wieder mittendrin. Große Eingewöhnungsprobleme gab es offenbar nicht. "Es ging besser, als ich erwartet habe. Ich habe mich direkt wohl gefühlt", strahlte der 30-Jährige anschließend.

Der Tag begann allerdings etwas verhalten. Bei der ersten Runde wollte das Helmmikrofon noch nicht so recht. Bei Aerodynamik-Tests konnte Sutil sein Talent noch nicht zeigen. Doch nach und nach steigerte sich das Tempo. "Beim ersten Run auf Medium-Reifen bin ich direkt eine Zeit von 1:25.4 Minuten gefahren. Da habe ich gemerkt: Da geht was heute", grinste Sutil anschließend.

Sutil schneller als Di Resta

Und wie da was ging. Mit jeder Runde wurde der Gräfelfinger schneller. Schnell freundete sich Sutil mit dem neuen Auto und den ungewohnten Reifen an. "Nach dem zweiten Run - also nach fünf Runden - war ich schon vier Zehntel schneller als Di Resta gestern. Da war das Team schon beeindruckt. Ich war auch selbst überrascht. Mit dem weichen Reifen fuhr ich dann nochmal sieben Zehntel schneller."

In der Zeitentabelle landete Sutil am Ende auf Rang acht – nur eine Sekunde hinter dem Tagesschnellsten Fernando Alonso. "Natürlich kann ich mich noch verbessern. Aber ich denke schon, dass ich eine gute Visitenkarte abgegeben habe", so das positive Fazit des Comebackers.

Reifen verlangen harte Arbeit

Der Tag habe Spaß gemacht. Das Formel 1-Fieber war wieder geweckt. Einzig die Pirelli-Reifen trübten den guten Eindruck. "Die Reifen waren schlechter als erwartet. Eine Runde schnell und dann geht es rapide nach unten. Die Longruns sind dementsprechend: Man fährt wie auf Eiern. Der Gummi fliegt förmlich weg. Man muss einfach irgendwie konstant fahren. Das ist harte Arbeit."

Trotz der schwierigen Reifensituation stellte der Pilot seinem Dienstwagen ein positives Zeugnis aus. "Das Auto war gut ausbalanciert. Im Vergleich zu meinem letzten Einsatz war da auf jeden Fall eine Verbesserung zu spüren. Ich denke, da steckt Potenzial drin."

Sutil bleibt entspannt

Die große Frage lautet nun, ob Sutil auch beim Saisonstart in Australien Mitte März im Force India-Cockpit sitzt. Im Hintergrund laufen Gespräche zwischen dem Team und möglichen Motorenlieferanten für 2014. Ferrari lockt mit einem Rabatt, wenn das Team Jules Bianchi statt Sutil ins Auto setzt.

"Ich glaube aber nicht, dass der Tag heute entscheidend war. Das Team kennt mich ja. Es scheint doch eher einen geschäftlichen Hintergrund zu haben. Ich kann es leider nicht beeinflussen. Aber ich habe ein gutes Gefühl nach diesem Tag. Ich kann nicht mehr tun, aber ich habe auch nichts zu verlieren. Mein Leben abseits der Rennstrecke ist auch sehr schön. Deshalb bin ich einigermaßen entspannt."

Wann fällt die Entscheidung?

Die Entscheidung soll Anfang kommender Woche fallen. Beim zweiten Barcelona Test soll der zweite Stammpilot dann zwei Testtage fahren. Sutil hofft, dass die Entscheidung nun schnell fällt. "Sie sagen schon seit einem Monat, dass es in der nächsten Woche passiert. Mal sehen, wer in Melbourne am Start steht."

Bei den Ingenieuren scheint Sutil der Favorit zu sein. "Die stehen hinter mir", glaubt auch Sutil. Als er sich am Abend auf den Heimweg machen wollte, kam auch noch Teammanager Rob Fernley vorbei, um sich zu verabschieden. "Glückwunsch. Das war exzellente Arbeit heute", gratulierte der Brite seinem Piloten. "Ich hoffe, dass wir uns wiedersehen."

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