Nächstes Rennen: 18. März 2012
GP Australien

Adrian Sutil beim GP Ungarn: Force India beendet Diffusor-Experiment

Adrian Sutil

Am Freitag testete Force India in Budapest erstmals den angeblasenen Diffusor, den die meisten Konkurrenten schon am Auto haben. Größere Probleme gab es zwar nicht, trotzdem soll das Update vor dem Qualifying wieder vom Auto fliegen.

Force India wollte unbedingt noch vor der Sommerpause den angeblasenen Diffusor testen, den die Konkurrenz zu großen Teilen schon am Auto hat. Am Vormittag prüfte das Team bei Adrian Sutil vor allem die Standfestigkeit des neuen Konzepts. Man wollte schauen, ob die isolierten Karbon-Teile den heißen Auspuffgasen standhalten.

Szafenauer: Keine großen Probleme

"Wir haben mit insgesamt sieben Sensoren an den Aufhängungsteilen die Temperatur gemessen", berichtet Teammanager Otmar Szafnauer. "Dabei sind keine großen Probleme aufgetreten." Bei McLaren und bei Mercedes hatte das in den ersten Tests ganz anders ausgesehen. In Silverstone bzw. Hockenheim wurden Karbonteile durch die große Hitzeeinwirkung weich, die Diffusorkanäle verformten sich.

Obwohl Force India davon verschont blieb, wird zum Qualifying wohl noch einmal zurückgerüstet. "Der Diffusor bleibt wohl nicht drauf", erklärte Szafnauer nach dem zweiten Training. Das Fazit fiel dennoch positiv aus: "Wir hatten kleine Probleme, aber nichts, was man nicht in den Griff bekommt. Der Test war auf jeden Fall positiv."

Risiko mit neuem Diffusor zu groß

Adrian Sutil verteidigte die Entscheidung, im Rennen ohne die neuen Teile anzutreten: "Weil wir uns einfach nicht ganz sicher sind. Im Training fährst Du vielleicht zehn bis 15 Runden am Stück. Und im Rennen müssen die Teile 70 Runden überleben. Zu viel Risiko sollten wir da auch nicht eingehen."

Dennoch war auch Sutil zufrieden mit den Testergebnissen. "Auf jeden Fall ein Stück nach vorne. Man merkt den Unterschied. Besonders, wann man das andere Mapping vom Motor fährt."

Sutil unzufrieden mit Budapest-Speed

Mit dem Auto war Adrian Sutil dagegen gar nicht zufrieden. "Weder mit dem Speed, noch mit der Performance." Nach der Pleite von Hockenheim droht in Budapest das nächste punktlose Rennwochenende. "Wir haben einfach keinen Abtrieb. Das Auto hat kein Grip. Was kann man da erwarten. Platz zwölf oder 13, das wäre morgen ganz gut."

Kommentare
Bild vergrößern
Anzeige
Thema
GP Ungarn: Weitere Artikel zu diesem Thema
GP-Tagebuch Teil 11: Ungarn: Warten, warten und nochmals warten

In unserem Grand Prix-Tagebuch bieten wir Ihnen einen Blick hinter die F1-Kulissen. Teil 11: Ungarn - Warten, warten, warten...

Impressionen GP Ungarn 2011 - Budapest
Radio Fahrerlager: Die heißesten Storys vom Hungaroring

Auch Abseits der Piste ist am Hungaroring viel passiert. Wir haben für Sie die kleinen aber besonders interessanten Storys.

30 Jahre Partnerschaft HUGO BOSS  McLaren
WGV Beitragsrechner Kfz-Versicherung
ANZEIGE

Überzeugend gut, gnadenlos günstig!

Jetzt Auto bei der wgv versichern und mehrere hundert Euro im Jahr sparen!

Top Artikel
Red Bull ohne F-Schacht: Red Bull verzichtet auf Top-Speed-Hilfe

Red Bull wird beim GP Ungarn in Budapest ohne den F-Schacht antreten. Sebastian Vettel und Mark Webber werden das ganze Wochenende ohne die Top-Speed-Hilfe fahren.

Mark Webber
Red Bull in der Kritik: Das Rätsel des flexiblen Flügels

Die Diskussion um die angeblich biegsamen Frontflügel von Red Bull und Ferrari beginnt in Ungarn erneut. Die Konkurrenz lässt nicht locker. Sie verlangt eine Erklärung.

Mark Webber
Newsletter
Sportauto
Tuner 0-300-0 km/h 2011: Tuning-Elite beim High-Speed-Test

Acht getunte Sportmodelle mit 5.481 PS nahmen beim Beschleunigungs- und Bremsentest 0-300-0 km/h teil.

Tuning-Elite beim High-Speed-Test
Alle Autos von A-Z
  • Loading...
  • Loading...