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Adrian Sutil frustriert

"So nah wie nie am ersten WM-Punkt"

Adrian Sutil - GP Deutschland 2014 Foto: Sauber 79 Bilder

Adrian Sutil kämpfte in Hockenheim lange um die Punkte-Plätze. Dann beendete ein Dreher den Fight vorzeitig. Im Gespräch mit auto motor und sport zeigt sich der Pilot gleichzeitig frustriert aber auch ermutigt von der Leistung in Deutschland.

22.07.2014 Tobias Grüner
Das Heimrennen endete in einem Dreher auf der Zielgeraden. Was genau ist passiert?

Sutil: Wir hatten Probleme mit dem Gaspedal. Das hat nach dem Boxenstopp angefangen. Ins Motodrom habe ich komplett die Leistung verloren. Auf einmal kam das Gas dann schlagartig am Eingang in die Sachskurve. Auch auf die Zielgerade hat mitten in der Kurve plötzlich zu viel Power eingesetzt. Dann kam das Heck herum, keine Chance.

Weiterfahren ging auch nicht mehr?

Sutil: Nein, bei dem Dreher ging aus irgendeinem Grund sofort der Motor aus.

Was ist das für ein Gefühl, mitten auf der Zielgerade nur wenige Meter neben der Ideallinie zu stehen?

Sutil: Von der Gefahr her war das okay. Die Autos sind recht weit außen an den Kerbs. Da kann man sich zwar auch Eindrehen aber bei mir ging es ja schon beim Einlenken schief. Das war ein sehr seltsamer Zwischenfall.

Gibt es schon einen genauen Grund dafür?

Sutil: Es wird noch analysiert, aber das Problem ist eindeutig. Man sieht es an den Daten. Ich hatte vorher schon über Funk Bescheid gesagt. Es fühlte sich zunächst an, als rollt das Auto nur noch aus. Ich wollte schon in die Wiese abbiegen, aber dann kam der Motor wieder zurück. Es ist schade, dass sowas ausgerechnet passiert, wenn man um den letzten Punkt kämpft.

Es sah von außen besser aus als bei den letzten Rennen. Hat es sich auch im Cockpit so angefühlt?

Sutil: Man hatte schon am Freitag gesehen, dass wir ein bisschen stärker sind. Im Qualifying konnten wir die Leistung wegen Problemen mit der Technik nicht zeigen. Im Rennen hatte ich aber direkt wieder das Gefühl, dass es besser geht. Wir waren da richtig bei der Musik. Ich konnte mit Perez kämpfen. Das Rennen hat richtig Spaß gemacht.

Wie sind Sie durch das Startgetümmel gekommen?

Sutil: Das lief sehr gut. Ich konnte direkt 2 Autos überholen. 3 sind ja bei dem Unfall involviert gewesen. Dadurch war ich schon Zehnter. Ich konnte diese Position im Anschluss ganz gut behaupten. Das ist ermutigend. Aber auch umso trauriger, dass es am Ende schiefgegangen ist.

Hätte es mit dem ersten WM-Punkt geklappt?

Sutil: Es wäre sehr schwierig geworden. Perez musste zwar etwas Benzin sparen, aber der Mercedes-Motor ist so schnell auf der Geraden. Deshalb wäre es etwas überoptimistisch zu sagen, dass wir den Punkt sicher geholt hätten. Wir hatten aber eine Chance und waren sehr nah dran. So nah waren wir dieses Jahr noch nie aus eigener Kraft an den Punkten dran.

Wie war die Taktik als Ricciardo und Hamilton von hinten kamen - Raushalten oder Gegenhalten?

Sutil: Man muss schon mit dem Kopf fahren, wenn man einen Red Bull oder einen Mercedes hinter sich hat. Da ist es nicht sehr intelligent, sich großartig zu verteidigen.

Trotzdem hätte es beinahe gekracht. Haben Sie nicht gewusst, dass beide direkt hintereinander kommen?

Sutil: Ich habe eigentlich nur Ricciardo gesehen und nicht Hamilton. Das war auch sehr optimistisch von ihm. Ich konnte gerade noch reagieren. Ich weiß gar nicht, ob wir uns berührt haben. Höchstens minimal. Mein Auto war okay. Seins auch. Er hat da schon viel riskiert, aber es ist nochmal gutgegangen. Das sieht man ja gerne, wenn es am Limit ist. Auch der Zweikampf mit Perez hat viel Spaß gemacht – fair aber hart – so soll es sein.

Erwarten Sie, dass es in den nächsten Rennen so gut weitergeht?

Sutil: Wenn die anderen das FRIC weiter nicht fahren, werden wir sicher bessere Chancen haben.

In Ungarn spielen die Motoren keine so große Rolle. Kommt das Sauber entgegen?

Sutil: Das könnte uns entgegen kommen. Obwohl unser Auto nicht so stark ist in den langsamen Kurven, aber der Abtrieb ist ganz ordentlich. Ich denke das ist ein Rennen, das vielleicht ein bisschen besser sein könnte.

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