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Adrian Sutil gespannt auf Melbourne

"Das wird heiter zugehen"

Adrian Sutil - Sauber - Formel 1 - Test - Bahrain - 22. Februar 2014 Foto: xpb 19 Bilder

Sauber konnte bei den Testfahrten bisher noch nicht überzeugen. Adrian Sutil hofft, dass er in der letzten Bahrain-Woche endlich mit Longruns und Setup-Arbeit beginnen kann. Spätestens in Melbourne will Sauber auspacken.

24.02.2014 Tobias Grüner

Sauber gehört in diesem Testwinter bislang zu den Sorgenkindern. In Bahrain war der C33 eines der unzuverlässigsten Autos. In der Rundenwertung belegten die Schweizer am Ende Rang 6. Besonders ärgerlich war der Samstag (22.2.2014) als Adrian Sutil wegen eines Chassis-Problems nur 7 Runden fahren konnte.

Die Sauber-Mechaniker verbrachten fast den ganzen Tag mit dem Wechsel des Monocoques. "Wir hatten ein Problem mit der Innenseite des Chassis. Das wurde erst in der Früh entdeckt", berichtete Sutil. "So ein Wechsel ist eine riesen Aufgabe. Die Jungs haben einen tollen Job erledigt, aber viel war am Nachmittag nicht mehr möglich. Das Auto war noch nicht ganz bereit."

Sauber-Rückstand wird nicht kleiner

Wegen eines Software-Problems musste der Pilot sein Auto auch noch einmal unplanmäßig auf der Strecke abstellen. Eine gezeitete Runde war nicht drin. Langsam läuft Sauber die Zeit davon. Schon in Jerez war an eine strukturierte Testarbeit nicht zu denken. Sauber war beim Auftakt nur mit einem halbfertigen Auto angereist, mit dem nur Systemchecks möglich waren.

Jetzt wäre es eigentlich an der Zeit, sich um den Speed des Autos zu kümmern. "Wir machen jeden Tag Fortschritte. Ich hoffe, dass wir bald soweit sind, dass wir uns auf die Setup-Arbeit konzentrieren und mit Reifentests beginnen können. Dafür war es bisher noch zu früh", klagt Sutil. Immerhin konnte in Bahrain das große Aero-Paket angebaut werden, mit dem das Auto laut Sutil stabiler und fahrbarer geworden ist. Auch in Sachen elektronische Bremse sei man einen Schritt vorangekommen.

Sutil will endlich Longruns fahren

Doch noch immer fehlt es an strukturierten Dauerläufen. Von einer Rennsimulation ganz zu schweigen. "Longruns stehen bei uns jeden Tag auf dem Testplan", berichtet der Sauber-Neuzugang. "Aber manchmal laufen die Dinge einfach nicht, wie man will. Dann sind nur kurze Runs drin. Eigentlich hätten wir die Rennsimulation schon hinter uns bringen müssen."

Bei Sutil gehen die Alarmglocken bereits an: "Es bleiben nur noch 4 Testtage bis Melbourne. Wir können nicht mehr lange herummachen. Das nächste Mal wird es wieder auf dem Plan stehen. Mal sehen, wie weit wir dann kommen. Wir müssen jetzt endlich damit beginnen, mehr zu fahren um zu wissen, wo wir stehen."
 
Ganz aussichtslos ist die Situation noch nicht. Sutil ist als Optimist bekannt. Der Deutsche setzt auf die Fähigkeiten seines neuen Teams. "Wichtig ist, dass man in Melbourne bereit ist. Wer sagt, dass die beim ersten Rennen durchkommen, die jetzt beim Test Runde um Runde drehen. Es ist vielleicht gar nicht schlecht, wenn man ein bisschen den Wurm drin hat. Dann kann man ihn lösen."

Sauber packt erst in Melbourne aus

Die Testeindrücke will der 31-Jährige nicht überbewerten. Bei Sauber müsse man jetzt geduldig sein. "Die Zeiten zählen gar nichts. Auch die Zuverlässigkeit zählt nicht. In Melbourne kommt es drauf an. Da gibt es die Punkte. Wir konzentrieren uns auf unser Ding. Wir packen dann aus, wenn wir es zeigen müssen. Und dann schauen wir mal, wo wir sind."

Sutil freut sich trotz der aktuellen Probleme schon auf das erste Rennen."Das wird bestimmt heiter zugehen. Auch fahrerisch ist es was Neues. Es fühlt sich einfach nicht an, wie die bekannte Formel 1. Es ist wie eine neue Serie. Es heißt zwar noch Formel 1, fühlt sich aber ganz anders an. Es ist eine große Herausforderung, mit dem Auto klarzukommen und sich ans Limit heranzutasten. Das ist sehr interessant."

Sutil lernt beim Zuschauen

Und was macht ein Fahrer an einem Tag, an dem das Auto den ganzen Tag repariert wird? "Für Langeweile ist keine Zeit", erklärt Sutil. "Es gibt noch so viel zu lernen auf der technischen Seite. Man steht ständig in Kontakt mit den Ingenieuren. Ich habe die anderen beobachtet, um zu erkennen, wie die Unterschiede bei den Reifen aussehen. Man kann beim Zuschauen lernen, wie der Reifen funktioniert und wie schnell die anderen die Aufwärmrunden fahren."

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