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Adrian Sutil

"Ich sehe noch ein paar Baustellen"

F1 Test 2011 Barcelona Foto: xpb 39 Bilder

Adrian Sutil kämpft weiter mit seinem Auto und mit den Reifen. Der Optimist hofft, die Baustellen bis Melbourne noch zu beseitigen.

10.03.2011 Tobias Grüner

Ein neuer Heckflügel, ein neuer Auspuff, ein neuer Unterboden - am Donnerstag (10.3.) sollte bei Force India ein großer Schritt nach vorne kommen. Doch am Ende des Tages blieb nur die Ernüchterung. Die neuen Teile funktionierten einfach nicht.

Zweistopp-Strategie unmöglich

"Wir müssen noch daraus schlau werden", drückte es Adrian Sutil in netten Worten aus. "Wir konnten es noch nicht richtig zusammenfügen." Der Tag begann am Vormittag schon schlecht. "Der neue Unterboden musste noch ein bisschen beschnitten werden. Auch an den Bremsen mussten wir arbeiten", berichtet Sutil. "Wir haben Zeit verloren und konnten unsere Qualifying-Simulation nicht wie geplant durchziehen."

Die soll nun am Freitag nachgeholt werden. Am Nachmittag versuchte Sutil wenigstens die geplante Rennsimulation durchziehen. Doch auch das lief mehr schlecht als recht. "Wir haben mal probiert, eine Zweistopp-Strategie zu fahren", grinste der 28-Jährige. "Das ist aber unmöglich. Wir mussten die letzten zehn Runden noch mal neue Reifen draufziehen."

Rutsch-Skala reicht nicht aus

Mit den Pirelli-Gummis wird sich Sutil wohl so schnell nicht anfreunden. Mit abnehmender Haftung verliert der Deutsche auch den Spaß. "Mit der harten Mischung kann man vielleicht sieben Runden Gas geben", analysiert der Deutsche. Danach rutsche das Auto nur noch rum."Es lenkt einfach nicht mehr. Es reagiert nicht. Es übersteuert und untersteuert. Und zwar so extrem, dass die Skala, die wir im Briefing verwenden, gar nicht mehr ausreicht."

Auch die Entwicklung wird durch die schwachen Gummis erschwert. Setup-Arbeit und Vergleichsfahrten sind mit alten Reifen kaum durchführbar. "Man braucht extrem viele neue Sätze. Sobald man einen weichen Satz draufmacht, fällt der nach einer Runde direkt zusammen. Das einzig Positive daran ist, dass es für alle gleich ist", übt sich Sutil in Galgenhumor.

Weiteres Update-Paket bis Melbourne

Ob Force India die ganzen Probleme noch vor Melbourne beseitigen kann, weiß der Vorjahres-Elfte auch nicht. "Bis Australien wird das knapp", warnt Sutil. "Letztes Jahr sind wir aus Barcelona mit einem sehr guten Gefühl abgereist. Jetzt sehe ich ein paar Baustellen, die wir damals noch nicht hatten. Wir müssen daran arbeiten und hoffen, dass wir das hinbekommen. Wenn es einfach wäre, würde es aber auch keinen Spaß machen."

Ein Update-Paket soll in der Zwischenzeit noch kommen und ein paar Probleme beseitigen. Im Kräfteverhältnis sieht Sutil aber noch Rückstand auf die direkte Konkurrenz. "Vorne sind Red Bull und Ferrari. Toro Rosso sieht gut aus. Am Donnerstag war auch der Sauber sehr schnell. Ich glaube nicht, dass ich diese Zeit schlagen könnte. Das muss man erst mal fahren. Da sind wir noch etwas entfernt."

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