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Adrian Sutil im Interview

"Mache mir keine Sorgen um die Zukunft"

Adrian Sutil Foto: xpb 20 Bilder

Mit vier WM-Punkten in Abu Dhabi hat Adrian Sutil seine Chancen auf WM-Rang neun aufrecht erhalten. In Sao Paulo will er endlich an Vitaly Petrov vorbeiziehen. Angst, dass es vorerst sein letztes Formel 1-Rennen sein könnte, hat der Force India-Pilot nicht, wie er im Interview verrät.

15.11.2011 Tobias Grüner
Kann man mit einem achten Platz in Abu Dhabi unzufrieden sein?

Sutil: Nein, der achte Platz ist doch super. Natürlich waren wir nahe dran an Rang sieben, aber es hat am Ende einfach nicht gereicht.

Mussten Sie beim zweiten Boxenstopp so früh reinkommen?

Sutil: Ich war mit den weichen Reifen am Limit. Ich konnte nicht mehr schneller und auch nicht mehr länger. Die Reifen waren schon am Aufgeben. Ich habe am Anfang Gas gegeben, um ein Polster zu Michael zu bekommen. Aber am Ende hat er es dann zugefahren. Auf den harten Reifen habe ich mich danach ganz wohl gefühlt, aber bin einfach nicht näher rangekommen.

Im ersten Stint hatte es noch so ausgesehen, als hätte Schumacher sie aufgehalten.

Sutil: Ja, aber soweit ich weiß, hatten seine Runden nach dem Qualifying auch schon mehr Runden draufgehabt. Die waren ein bisschen älter als meine.

Im zweiten Stint hatte er nagelneue Reifen. War das der Trick?

Sutil: Genau, er hatte Neue und meine hatten schon zwei Runden hinter sich.

Wie sind Sie eigentlich beim ersten Stopp an Schumacher vorbeigekommen? Das war im Fernsehbild nicht zu sehen.

Sutil: Ich hatte ihn schon vor dem Stopp überholt, auf der zweiten langen Gerade. Danach sind wir zusammen zum Reifenwechsel abgebogen.

Waren Sie überrascht, dass Sie Ihn zu Beginn so unter Druck setzen konnten?

Sutil: Wir waren ja schon im Qualifying nahe dran. Ich war mehr überrascht, dass wir insgesamt so viel aufgeholt haben im Vergleich zu den letzten Rennen. Wir haben jetzt mehr am Renntrimm gearbeitet und haben das Auto dahingehend abgestimmt. Natürlich mussten wir da auch ein paar Kompromisse im Qualifying eingehen, aber das hat uns nicht wehgetan und im Rennen einen Vorteil gebracht.

War es teilweise etwas zu einfach mit dem Überholen durch das DRS?

Sutil: Ich fand es nicht zu einfach. Wenn man natürlich eine halbe Sekunde schneller war als der Vordermann, dann ist man natürlich leicht vorbeigekommen. Aber mit ähnlichem Speed - wie bei mir und Michael - da hatte ich keine Chance. Auch mit DRS ging es nicht. Das war meiner Meinung nicht schlecht. Man konnte gut verteidigen und überholen war möglich aber auch nicht einfach.

Sie haben den Teamkollegen deutlich geschlagen. Lag das nur an der unterschiedlichen Strategie?

Sutil: Bei mir passt im Moment einfach alles. Ich fühle mich wohl im Auto. Ich denke, man hat das ganze Wochenende gesehen, dass ich schnell war. Die Strategie war gut. Wir hatten zunächst auch etwas mit einem Stopp spekuliert, aber es wurde schnell klar, dass zwei Stopps besser sind. Das war am Ende auch die richtige Entscheidung.

Einen achten Platz haben Sie. Jetzt muss noch einer her, um Petrov in der WM zu schlagen.

Sutil: Genau das ist der Plan.

Wie sehen Sie die Chancen in Brasilien?

Sutil: Das ist eine gute Strecke, die uns liegen könnte. Ich habe gute Erinnerungen, war dort sogar schon einmal Dritter im Qualifying. Ich freue mich schon drauf.

Gibt es noch mal ein kleineres Update?

Sutil: Nein, wir hatten auch in Abu Dhabi nichts Neues. Wir haben nur unsere angeströmten Diffusor noch einmal verfeinert. Wir haben verschiedene Motoren-Programmeausprobiert. Das hat extrem viel gebracht.  Ich denke aber, dass wir uns da noch steigern können. Die Balance im Qualifying war noch nicht optimal. Das ist nicht einfach, das Setup mit den verschiedenen Mappings abzustimmen. Ich sehe da noch Potenzial.

Noch immer ist Ihre Zukunft ungewiss. Haben Sie etwas Angst, dass es vielleicht Ihr letztes Formel 1-Rennen wird?

Sutil: Nein, keine Angst. Ich mache mir gar keine Sorgen um die Zukunft.

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