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Adrian Sutil spricht Klartext

"Jeder hier hat mehr erwartet"

Adrian Sutil - Sauber - Formel 1 - GP Monaco - 21. Mai 2014 Foto: xpb 68 Bilder

Nach fünf Rennen ist das Punktekonto von Sauber immer noch leer. Adrian Sutil spricht von neuen Erkenntnissen nach dem Barcelona-Test, gibt aber offen zu, dass diese Leistung nicht genug für ein Team wie Sauber ist.

21.05.2014 Bianca Leppert

Die Situation ist schwierig. Noch immer hat Sauber kein zählbares Ergebnis eingefahren. Neben dem finanziellen Druck auf das Team helfen diese Resultate auf der Strecke nicht weiter. Monaco könnte ein Hoffnungsschimmer für die Schweizer sein, immerhin ist der Grand Prix für Chaos bekannt. Eine Chance, die man nutzen könnte.

Zudem macht sich auf dem Stadtkurs der Leistungsunterschied nicht so stark bemerkbar wie anderswo. "Hier kann man die Probleme etwas kompensieren, aber natürlich hoffe ich allgemein auf eine Steigerung. Der Barcelona-Test hat uns mehr geholfen als geschadet", sagt Adrian Sutil.

Sauber muss puzzlen

Die Probleme von Sauber verteilen sich auf mehrere Bereiche. "Wir haben mit der Fahrbarkeit zu kämpfen", erklärt der Wahl-Schweizer. "In Sachen Aerodynamik hat in Barcelona einiges nicht funktioniert. Wir wissen aber wo die Probleme liegen. Manchmal sind es jedoch Kleinigkeiten, die sehr viel ausmachen. Es geht darum, das gesamte Puzzle zusammenzubringen." Vor allem der Reifenschleiß macht den grauen Autos zu schaffen. Sutil fuhr in Barcelona praktisch mit der Leinwand über die Ziellinie.

Der 31-Jährige ist bekannt dafür, dass er nicht lange um den heißen Brei herumredet. Nach fünf Rennen noch keine Punkte eingefahren zu haben, war sicherlich nicht das, was sich Sutil für seinen Wechsel von Force India zu Sauber erhofft hat. "Wir machen uns selbst am meisten Druck", sagt er. "Jeder Einzelne hier hat mehr erwartet. Wenn man kein Punkt hat, ist das nicht genug für ein Team, das Sauber heißt."

Sutil in Monaco stark

Möglicherweise hat er in Monaco  mehr Glück. Im vergangenen Jahr glänzte Sutil mit dem fünften Platz. "Es ist eine Strecke, die man fast nicht besser machen könnte. Es ist schön, dass sie nach wie vor so existiert, und nicht verändert wurde."

Allerdings bedeutet das Rennen in Monte Carlo auch immer mehr Trubel für die Piloten. Dabei gilt es, sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen, um sich auf das Rennfahren zu konzentrieren. Wie viele andere Fahrer ist Sutil davon überzeugt, dass diese Konzentration in diesem Jahr mehr denn je nötig ist. "Die Motoren haben sehr viel Drehmoment und das werden wir auch zu spüren bekommen."

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