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Adrian Sutil lernt schnell

"Bräuchten eigentlich noch Zeit"

Adrian Sutil - Sauber - Formel 1 - Test - Bahrain - 27. Februar 2014 Foto: xpb 19 Bilder

Adrian Sutil hat an seinem vorletzten Testtag vor dem Saisonstart immerhin 89 Runden und eine Renndistanz abgespult. Ganz perfekt vorbereitet fühlt sich der 31-Jährige aber nicht auf den Saisonstart in Melbourne. "Wir bräuchten eigentlich noch mehr Zeit."

27.02.2014 Tobias Grüner

Sauber startete etwas holprig in die letzte Testwoche. Eigentlich wollte Adrian Sutil in der Früh direkt mit einigen schnellen Runs eine Qualifying-Session simulieren. Doch dann verzögerte sich die erste Ausfahrt. "Wir hatten heute früh ein paar Probleme. Da lief es noch nicht rund und die Zeit lief uns davon", berichtet der Pilot.

Dann konnte Sutil aber doch noch zum ersten Mal das Potenzial seines neuen Dienstwagens ausloten. "Es war ganz interessant mal die weicheren Reifenmischungen auszuprobieren. Eigentlich bräuchten wir aber noch mehr Zeit. Leider hat man diesen Luxus in der Formel 1 nicht. Ich fühle mich aber jeden Tag wohler im Auto. Es wird immer besser", gibt sich Sutil zuversichtlich.

Erste Rennsimulation für Sutil

Am Nachmittag stand dann Kilometer sammeln auf dem Programm. "Ich habe zum ersten Mal eine Rennsimulation absolviert. Das hat ganz gut funktioniert - fürs erste Mal. Es ist aber noch etwas früh für uns, dass es jetzt mit den Rennen anfängt. Es wird unvorhersehbar sein, was in Melbourne passiert. Unser Ziel ist es vor allem, ins Ziel zu kommen. Wenn man das schafft, sollte man auch vernünftig punkten können."

Zum ersten Mal ging es am Donnerstag für Sutil auch um die Herausforderung Spritverbrauch. "Das wird ein paar Rennen dauern, bis man da das Optimum herausholt. Es ist die große Kunst, die schnellste Zeit zu fahren und am Ende nur noch einen Liter im Tank zu haben. Da muss man sich ein bisschen rantasten. Es will natürlich keiner im Rennen liegenbleiben. Da komme ich lieber mit drei Litern zu viel ins Ziel."
 
Mit seinem Auto ist Sutil noch nicht ganz zufrieden. Während die direkte Konkurrenz von Williams und Force India die 100 Runden-Marke überspringen konnte und in Sachen Speed deutlich konkurrenzfähiger aussieht, kämpft Sauber immer noch mit Kinderkrankheiten. "Wir sind in manchen Bereichen noch ein bisschen weit entfernt. Da müssen wir uns noch steigern. Wir arbeiten immer noch nicht wirklich am Setup. Da haben wir noch nicht alles zusammen. Chassis, Motor, Aerodynamik, Top-Speed - da gibt es noch viel zu verbessern. Das ist aber ganz normal bei neuen Autos", erklärt Sutil.

Dem Auto fehlt noch Grip

Die Zeit bis Melbourne wird eng. Sutil sitzt noch einmal im Auto. Den Rest muss Teamkollege Gutierrez erledigen. "Wir haben noch 3 Tage. Wir werden bestimmt noch ein bisschen zulegen, da mache ich mir keine Sorgen. Ob es reicht und wo man steht, das ist die Frage. Da lassen wir uns überraschen in Melbourne."
 
Sutil nutzte die Gelegenheit, das Vorurteil aus der Welt zu räumen, dass er nicht mit dem elektronischen Bremssystem zurechtkomme. "Die Bremsen funktionieren gut", betonte der Wahlschweizer. "Die Dreher, die ich hatte, lagen nicht am Bremssystem. Da bin ich einfach etwas früh aufs Gas gegangen und dann hat das Drehmoment des Turbos eingesetzt."
 
"Beim ersten Test in Jerez hatten wir gar kein Bremssystem am Auto. Da hatten wir eigentlich nur eine Vorderradbremse. Deshalb hat es auch immer geraucht. Unser Auto war eigentlich noch nicht fertig. Aber wir mussten ein paar Kilometer machen. Es fehlt jetzt einfach noch an Grip. Das Auto bewegt sich. Wenn man es hart rannimmt, dann kann es auch mal ausbrechen."

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