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Adrian Sutil

"Lewis Hamilton ist ein Feigling"

Adrian Sutil & Lewis Hamilton Foto: xpb 23 Bilder

Adrian Sutil hat seinem Ärger über Lewis Hamilton noch einmal Luft gemacht. Der verurteilte Rennfahrer bezeichnete den Briten als "Feigling", nachdem dieser keine Aussage im Prozess vor dem Münchner Amtsgericht abgegeben hatte.

01.02.2012 Tobias Grüner

Der Prozess gegen Adrian Sutil vor dem Münchner Amtsgericht hatte am Ende keinen Gewinner. Der angeklagte Rennfahrer wurde zu anderthalb Jahren Haft auf Bewährung verurteilt, für Nebenkläger Eric Lux blieb nur die Bestätigung, dass er in diesem Fall eindeutig das Opfer gewesen ist. Die rund sieben Zentimeter Narbe an seinem Hals wird dadurch allerdings auch nicht verschwinden.

Nach der Verkündung des Urteils erklärte Lux in einem Statement: "Es gab mir keine persönliche Befriedigung, gerichtlich gegen Adrian Sutil vorzugehen. Ich bin erfreut, dass die Angelegenheit damit beendet ist. Für mich ist die Geschichte damit Vergangenheit und ich konzentriere mich nun ganz auf die Zukunft."

Sutils Karriere in Gefahr

Adrian Sutil steht dagegen vor einem Scherbenhaufen. "Ich habe alles auf eine Karte gesetzt", erklärte der 29-Jährige während der Verhandlung. Eine "normale" Berufsausbildung kann der Rennfahrer nicht vorweisen. Nach dem Realschulabschluss konzentrierte er sich direkt auf seine Motorsport-Karriere.

Die Frage lautet nun, wie es weiter geht. Ein Werksteam wird den vorbestraften Piloten wohl kaum beschäftigen. Mit Blick auf die imagebedachten Sponsoren wird es auch bei anderen Teams schwer. Zudem hat Sutil nach eigener Auskunft noch 600.000 bis 800.000 Euro Schulden bei seinem Management, das ihm den Einstieg in die Karriere finanzierte.

Hamilton kommt nicht als Zeuge

Der Ärger über den verlorenen Prozess richtet sich auch gegen seinen alten Kumpel Lewis Hamilton. Schon nach dem Prozess äußerte sich Sutil enttäuscht darüber, dass der McLaren-Pilot nicht als Zeuge aufgetreten war, obwohl er die Szene unmittelbar mitbekommen haben muss. In der Bild-Zeitung legte Sutil nun noch einmal nach: "Lewis ist ein Feigling, ich will mit so jemandem nicht befreundet sein", so Sutil über seinen ehemaligen Formel 3-Teamkollegen.

Hamilton sei für ihn "kein Mann", legte der Verurteilte nach." Selbst sein Vater hat mir eine SMS geschrieben und mir Glück gewünscht für den Prozess. Von Lewis kam nichts." Er habe den Briten nicht erreichen können. "Er hat seine Handynummer geändert."

Lux akzeptiert Entschuldigung Sutils

Das Verhältnis zu Nebenkläger Eric Lux schien sich während des Prozesses wieder normalisiert zu haben. Sutil hatte sein "Opfer" nach dem ersten Verhandlungstag angerufen und sich noch einmal entschuldigt. Nach dem Urteilsspruch gaben sich die beiden die Hand. Lux akzeptierte die Entschuldigung.

Anwalt Eberhard Kempf betonte noch einmal, dass es nicht die Absicht von Lux war, Sutil mit dem Prozess zu schaden. "Weder wollte er seine Karriere in Gefahr bringen noch gab es irgendwelche finanzielle Interessen in diesem Fall. Herr Lux hat keinen Anspruch auf Wiedergutmachung geltend gemacht. Es war wichtig für Herrn Lux, eine persönliche und ehrliche Entschuldigung zu bekommen und dass Herr Sutil sein Vergehen zugibt. Er wird Sutils Weg zurück ins Renncockpit nicht im Weg stehen."

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