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Adrian Sutil im Interview

"Mich hätte nichts aufhalten können"

Rosberg vs. Sutil GP Brasilien 2011 Foto: xpb 25 Bilder

Mit Platz sechs in Sao Paulo schob sich Adrian Sutil noch auf den neunten Rang in der Fahrerwertung nach vorne. Für den Force India-Piloten hätte die Saison ruhig noch ein paar Rennen weitergehen können, wie er im Interview erklärt.

29.11.2011 Tobias Grüner
Der achte Platz war angepeilt. Am Ende wurde es Rang sechs. Wunschlos glücklich?

Sutil: Ja klar, das war wirklich super. Ich habe genau die richtigen Punkte gesammelt, um in der WM-Wertung Neunter zu werden und Petrov zu überholen. Als es darauf ankam, hat sich einfach alles perfekt zusammengefügt.

War es in Sao Paulo ein perfektes Rennen?

Sutil: Es hat alles von Beginn an sehr gut funktioniert. Ich war am Start schon neben Nico (Rosberg), hatte aber die Außenbahn und musste mich hinter ihm einreihen. Ich konnte danach aber jede Runde Druck machen. Ich war klar schneller.

Kam das etwas überraschend?

Sutil: Im Qualifying war er noch ein bisschen besser als wir. Aber wir haben das schon öfter gesehen, dass wir im Rennen näher dran sind. Überraschend war vor allem, dass ich am Ende so einfach von Nico wegfahren konnte.

Haben Sie mit der Strategie auf den Zweikampf mit Rosberg umgestellt?

Sutil: Obwohl ich im DRS-Fenster war, bin ich mit dem offenen Heckflügel nicht an ihm vorbeigekommen. Ich bin dann zwei Runden früher an die Box als Nico. Da war relativ schnell klar, dass es bei mir auf ein Dreistopp-Rennen hinausläuft. Eigentlich war ich auf zwei Stopps geplant. Ich habe ihn überholt, musste mich dann aber etwas durchs Feld hindurchkämpfen. Ich habe aber nicht so viel Zeit verloren. Nach dem zweiten Boxenstopp kam ich immer näher an Massa heran. Das war richtig geil.

Die Force India-Pace lag zwischendurch auf Ferrari-Niveau.

Sutil: Das war wirklich erstaunlich. Ich hatte einfach meinen Spaß.

Am Ende musste der Zweikampf mit Nico Rosberg auf der Strecke entschieden werden.

Sutil: Ich kam mit den harten Reifen direkt hinter ihm raus und habe ihn mir dann zurechtgelegt. Beim ersten Versuch habe ich zurückgezogen. Ich hatte nicht gedacht, dass er da noch einmal reinhält. Er hat sich schon richtig gewehrt. Das hat auch Spaß gemacht. Ich wusste dann, dass ich beim nächsten Versuch ein bisschen heftiger zumachen muss.

Das war ein ziemlich kompromissloses Manöver. Alles noch im Rahmen?

Sutil: Ja, denke ich schon. Wir haben uns nach dem Rennen die Hände gegeben und er hat mir gratuliert.

Zwischendurch sah es nach Regen aus. Gab es da etwas Sorgen?

Sutil: Davon habe ich gar nichts gemerkt. Das Team hat mich nicht informiert. Aber mich hätte in diesem Rennen auch nichts aufhalten können. Ich war so in meinem Rhythmus.

Force India lag am Ende in der Teamwertung nur vier Punkte hinter Renault.

Sutil: Und das, obwohl Petrov noch einen Punkt gemacht hat. Daran sieht man, dass alles passieren kann. Wir haben einfach das Maximale rausgeholt.

Ist es fast etwas schade, dass die Saison nun vorbei ist? Force India wurde ja zuletzt immer schneller.

Sutil: Das war etwas erstaunlich. Ohne Updates in den letzten beiden Rennen sind wir viel schneller geworden. Wir haben nur ein wenig den Auspuff getrimmt und ein paar verschiedene Motormappings probiert. Das hat uns nach vorne gespült. So würde ich gerne noch ein paar Rennen weiterfahren.

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