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Adrian Sutil

Pirouette auf der Zielgeraden

Adrian Sutil Foto: xpb 72 Bilder

Adrian Sutil sorgte mit seinem Highspeed-Dreher auf der Zielgeraden für die spektakulärste Szene im Qualifying von Melbourne. Der schnellste Weg über die Ziellinie war der elegante "Three-Sixty" allerdings nicht.

26.03.2011 Tobias Grüner

Am Ende der zweiten Quali-Runde ging es für Adrian Sutil um alles. Im verzweifelten Kampf, irgendwie doch noch in das Top Ten-Finale zu kommen, gab der Force India-Pilot Vollgas. In der Zielkurve stiefelte Adrian Sutil etwas zu früh aufs Gas. Das Auto kam etwas zu weit auf die Kerbs und schlug plötzlich aus.

Sutil verhindert Einschlag in die Mauer

"Es kam so überraschend. Ich hatte das Lenkrad schon wieder gerade und plötzlich zog das Auto so nach rechts", berichtet der Stunt-Pilot nach seinem qualmenden Dreher. "Beim ersten Ausschlag habe ich gedacht, dass es knapp wird. Dann bin ich aber absichtlich auf dem Gas geblieben, damit ich mich eindrehe. Ich bin ein Stück gerollt, habe ein bisschen die Bremse betätigt, um wieder in Fahrtrichtung zu kommen."

Mit vollem Einsatz verhinderte der Deutsche immerhin den Einschlag. "Während des Drehers habe ich sogar noch gedacht, dass es für eine gute Zeit reichen könnte. Ich habe runtergeschaltet, aber die Ziellinie war zu weit entfernt."

"Nach unseren Prognosen wäre ich 1:26.1 Min. gefahren", berichtet Sutil. Die dritte Qualifying-Runde hätte er also sowieso verpasst. Aber statt Rang 16 wäre Sutil im Bereich von Startplatz elf oder zwölf ins Rennen gegangen.

Zusätzlicher Reifensatz bringt Vorteil

Für den Daueroptimisten noch längst kein Grund aufzugeben. Sutil sieht seine Chancen nicht schlecht. "Ich habe nun einen neuen Satz Reifen für das Rennen. Das ist ein großer Vorteil. Auch Schumacher hat als Elfter mit frischen Reifen einen Vorteil gegenüber dem Zehnten. Wenn man das in den ersten zehn Runden gut nutzen kann, wird man extrem schnell sein."

"Und Überholen ist mit dem Heckflügel leicht möglich. Das ist ein Unterschied zwischen zehn bis 15 km/h. Und wenn du dann noch den Windschatten hast und dir das KERS ganz aufsparst für die Zielgerade, dann sind die Chancen nicht schlecht." Sutil weiß wovon er spricht. 2010 hat kein anderer Pilot mehr Überholmanöver in der Formel 1 gestartet.

Wie so oft setzt der Force India-Pilot im Rennen voll auf Attacke. Ganz so wild wie in Korea 2010 soll es aber nicht werden: "Das war damals schon etwas zu extrem. Da war aber auch schon etwas Verzweiflung mit dabei."

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