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Adrian Sutil sauer

Neuer Reifen gut für Top-Teams

Adrian Sutil Force India GP Ungarn 2013 Foto: xpb 73 Bilder

Force India scheint seit der Einführung neuer Reifen ins Hintertreffen geraten zu sein. Adrian Sutil ist sauer auf Pirelli. Seiner Meinung nach werden die Top-Teams bevorteilt. Auch Paul di Resta klagte am Samstag in Ungarn über Reifen-Ärger.

27.07.2013 Tobias Grüner

Force India scheint den Anschluss an die Spitzenteams verloren zu haben. Einen Grund dafür hat man auch schon ausgemacht. In Silverstone konnte Adrian Sutil noch um die Podiumsplätze kämpfen. Seit dem Nürburgring muss man sich anstrengen, um überhaupt noch in die Nähe der Top Ten zu kommen. Die Kausal-Verbindung zu den neuen Reifen liegt nahe.

"Die Top-Teams haben das bekommen, was sie wollten" schimpfte Adrian Sutil nach dem Qualifying in Budapest über Pirelli. Der Reifenhersteller hatte vor dem Rennen in Ungarn die Karkasse geändert. Doch Sutil hat den Verdacht, dass das nicht alles war: "Es fühlt sich so an, als seien auch die Reifenmischungen geändert worden. So ganz kann ich nicht alles glauben."

Ungarn zu kalt für Force India?

Force India scheint besonders darunter zu leiden. Sutil berichtet von einem ungewöhnlichen Problem. "Wir haben 50°C Streckentemperatur und wir tun uns schwer, die Reifen aufzuwärmen. Das kann man doch niemandem erzählen", schüttelt der Bayer den Kopf. "Es ist ein klarer Vorteil für die Autos, die mehr Abtrieb haben. Die bekommen den Reifen schneller auf Temperatur und der arbeitet besser. Unser Vorteil ist jetzt ein bisschen weg."

Im Rennen hofft Sutil dank des reifenschonenden Charakters seines Autos noch nach vorne zu kommen. Der Start auf der linken Seite könnte ebenfalls ein Vorteil sein. Von Startplatz 11 sind Punkte das Ziel. Doch auch wenn es am Sonntag noch einmal heißer wird, befürchtet der Deutsche Probleme: "Je länger man fährt, desto schwieriger wird es, die Reifen aufzuwärmen. Je weniger Gummi auf der Lauffläche liegt, desto härter wird er."

Di Resta scheitert in Q1

Auch Teamkollege Paul di Resta schimpfte auf den Reifenhersteller. Der Schotte war schon in der ersten Quali-Runde gescheitert. Danach zuckte er mit den Schultern. "Ich bin komplett ahnungslos. Wir haben das Auto vor dem Qualifying umgebaut. Dann waren wir auf dem harten Reifen eine Sekunde schneller, aber auf dem weichen Reifen plötzlich 6 Zehntel langsamer als vorher im Training."

Eine erste Schnellanalyse wirft den Verdacht auf den Reifen. "Wir haben alle im Team keine Ahnung, was der Grund dafür war. Das Auto hat eigentlich gut funktioniert. Ich habe die Reifen nicht überfahren. Die Temperatur hat gestimmt. Der Grip war einfach nicht da."

Schlechte Reifensätze nicht möglich?

Di Resta schiebt den schwarzen Peter auf Pirelli. Er vermutet einen schlechten Satz Reifen. "Wir hatten das schon Mal in Malaysia. Das ist einfach Teil des Motorsports. Ich kann nur mit Sicherheit sagen, dass dieser Satz Reifen im Rennen nicht mehr zum Einsatz kommen wird."

Pirelli lässt den Vorwurf nicht auf sich sitzen. Sportchef Paul Hembery konterte: "Statistisch kann man keine schlechten Sätze bauen. Es kann mal ein Reifen dabei sein. Aber 4 auf einmal? Da liegt die Wahrscheinlichkeit irgendwo bei eins zu fünf Milliarden. Von der Art, wie die Reifensätze zusammengestellt werden, ist das also unmöglich."

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