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Adrian Sutil schimpft auf Rennleitung

Durchfahrtsstrafe absolut lächerlich

Adrian Sutil - GP Kanada 2013 Foto: xpb 68 Bilder

Adrian Sutil fühlt sich in Kanada zu unrecht von der Rennleitung bestraft. Im Gespräch mit auto motor und sport erklärt der Deutsche, wie er sich bei den blauen Flaggen verhalten hat und warum er noch einmal das Gespräch mit Rennleiter Charlie Whiting suchen will.

13.06.2013 Tobias Grüner
Die Erwartungen in Kanada waren hoch. Doch dann ging es ziemlich schnell schief.

Sutil: Ja, der Zwischenfall mit Bottas ist für mich unglücklich gelaufen. Ich habe eine Chance zum Angriff gesehen und lag schon neben ihm, dann bin ich innen auf die Kerbs gekommen, die leider sehr rutschig sind. Da habe ich das Auto verloren. Auf der anderen Seite muss ich sagen, dass ich da auch viel Glück hatte. Ich habe das Auto einmal herumgedreht und keiner ist mir reingefahren. Alle haben top  reagiert. Das war wirklich ein guter Stunt. Ich habe den ersten Gang reingehauen, KERS gedrückt und schon ging es weiter.

Es hat eigentlich auch gar nicht viel Zeit gekostet.

Sutil: Ich habe nur fünf Sekunden verloren. Glück im Unglück. Aber dann lag Maldonado hinter mir. Das war fast abzusehen, dass er sich verbremst. Somit hat eine Aktion zur anderen geführt. Trotzdem konnte ich mit dem beschädigten Heck noch komfortabel auf Platz acht fahren.

Wie hat sich das Auto dabei angefühlt?

Sutil: Beim Bremsen und in den schnellen Kurven war das Auto sehr instabil. Auf der anderen Seite ist der Top-Speed plötzlich angestiegen, weil ich ein Stück vom Heckflügel verloren hatte. Dadurch war ich auf der Geraden sehr schnell, was es wieder etwas ausgeglichen hat.

Dann kam die Durchfahrtsstrafe wegen Ignorierens der blauen Flaggen.

Sutil: Es ist wirklich schade, dass ich Platz acht abgeben musst. Ich kann die Strafe nicht nachvollziehen und finde sie zu hart für so etwas. Die hinter mir haben nicht groß Zeit verloren und ich habe zu dem Zeitpunkt auch mit Räikkönen gekämpft.

Hat der Kommandostand nicht Bescheid gesagt, dass von hinten welche kommen?

Sutil: Doch natürlich. Aber die Positionen haben sich ja nicht verändert. Ich habe sie innerhalb von einer Runde vorbeigelassen. Manchmal muss ich bei einem Caterham zwei Runden warten, bis ich vorbeikomme. Es ist einfach nicht konstant, wie solche Entscheidungen getroffen werden. Ich fand das einfach ein bisschen zu hart.

Werden Sie das Thema in Silverstone noch einmal ansprechen?

Sutil: Ich würde gerne wissen, wie lange ich vorne bleiben kann. Das Thema haben wir schon oft diskutiert. Aber Charlie Whiting (Rennleiter, Anm. der Redaktion) hat immer gesagt, dass wir selber zusehen müssen, die Überrundeten zu überholen. Er will das nicht mehr hören.

Wie lange wurden die blauen Flaggen Ihnen denn schon angezeigt?

Sutil: Genau eine Runde haben die blauen Lichter im Cockpit geleuchtet. Es war mir klar, dass sie hinter mir ankamen. Ich wusste aber auch, dass Räikkönen direkt dahinter ist und ich nicht zu viel Zeit verlieren darf. Da so etwas nicht so streng wie früher gehandhabt wurde, wollte ich sie auf der Geraden vorbeilassen. Ich habe nach dem Rennen auch noch einmal nachgeschaut: Hamilton hat eine Sekunde verloren. Das ist meiner Meinung nach absolut lächerlich. Da kann man doch keine Strafe für geben. Wenn einer drei Sekunden verliert oder wie bei Mark Webber den anderen berührt, dann kann man das bestrafen. Aber bei mir kann ich es nicht nachvollziehen.

Konnten Sie auch noch etwas Positives aus Kanada mitnehmen?

Sutil: Das positive war, dass es noch einen Punkt gab. Mit so einem ereignisreichen Rennen ist das eine ordentliche Leistung. Da darf man auch nicht alles zu negativ sehen. Ich bin zufrieden, dass ich das Rennen wenigstens beenden konnte. Ein Punkt ist besser als keiner. Das Rennen hat allgemein schon Spaß gemacht, zum Beispiel der Kampf mit Massa. Aber dann ist das natürlich umso enttäuschender, wenn einem jemand den hart erkämpften achten Platz wegnimmt. Ich werde aber vielleicht noch einmal die Möglichkeit haben, darüber mit Herrn Whiting zu sprechen. Ich würde einfach gerne wissen, was man darf und was man nicht darf.

Ausblick auf Silverstone. Schon eine Idee, wie dem Force India die Strecke liegen könnte?

Sutil: Das sollte schon gut werden. Wir waren überall konstant dieses Jahr. Immer zwischen Platz fünf und acht. Da sollte auch in Silverstone alles möglich sein. Es ist ähnlich wie Barcelona. Da wird es sicher wieder ein paar mehr Boxenstopps geben.

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