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Adrian Sutil

Top Ten-Premiere in Valencia

Adrian Sutil - GP Europa - Qualifying - 25. Juni 2011 Foto: xpb 50 Bilder

In Valencia startet Adrian Sutil zum ersten Mal in dieser Saison von einem Punkterang. Im Rennen will der Force India-Pilot sein problemloses Wochenende mit Zählbarem für das WM-Klassement krönen. Der Blick geht nach vorne.

25.06.2011 Tobias Grüner

Adrian Sutil galt bisher als Pechvogel der Qualifikation. Oft trennten ihn nur wenige Tausendstel von besseren Startplätzen oder vom Sieg im Teamduell gegen Paul di Resta. In Valencia passte endlich einmal alles zusammen. Mit fast vier Zehnteln bügelte Sutil seinen schottischen Stallgefährten und verkürzte damit auf 2:6.

Sutil holt im teaminternen Duell auf

"Das war ein gutes Wochenende bis jetzt", blickt Sutil zufrieden zurück. "Ich habe mich wesentlich wohler gefühlt im Auto. Die Runde war gut. Zuletzt hat oft irgendwas nicht gepasst. Mal lag es am Auto, mal an mir selbst. Jetzt habe ich endlich mal alles zusammenbekommen. Das fühlt sich gut an."

Trotz des deutlichen Rückstands im internen Force India-Duell hat Sutil den Sieg in der Qualibilanz noch nicht aufgegeben. "Alles ist möglich. Die Saison ist noch lang." Nach seinem ersten Einzug in die letzte K.O.-Runde in dieser Saison verzichtete der Gräfelfinger in Valencia auf weitere schnelle Runden. Reifensparen für das Rennen war angesagt.

Reifenschonen wichtiger als Startplatz

"Nick war schon in Q2 drei Zehntel schneller. Meine Runde war da schon sehr gut. Ich hätte ihn vielleicht schlagen können, wenn er einen Fehler gemacht hätte. Da ging es nur um eine Position", begründet Sutil den freiwilligen Verzicht. "Er hat seine Reifen angefahren, ich habe noch ganz neue. Das ist ein kleiner Vorteil. Wie groß der ist, das muss man sehen. Das hängt auch von der Temperatur ab. Am Ende kann es aber entscheidend sein. Wenn die Reifen stark abbauen, geht es um jede Runde."

Im Rennen erwartet der Deutsche eine Zweistopp-Strategie. Knackpunkt sind die härteren Medium-Reifen. "Die sind bei uns fast zwei Sekunden langsamer. Da will man so wenig wie möglich fahren." Bei einem Einstopprennen spart man zwar Zeit an der Box, aber nicht auf der Strecke. "Da verliert man einfach zu viel, wenn man so lange auf den Medium unterwegs ist."

Force India ohne Quali-Modus besser unterwegs

Einen Grund für das beste Qualifying-Ergebnis der Saison sieht Sutil auch in den neuen Regeln. In Valencia ist es den Teams erstmals verboten, die Motoreinstellung vor dem Rennen noch einmal zu verändern. Früher war man auch bei Force India mit einem aggressiven Quali-Modus unterwegs.

"Bei uns ist der Zeitenunterschied nicht ganz so groß. Ich kam besser zurecht ohne diesen Mode. Damit wurde die Balance des Autos im Qualifying immer stark verändert. Bei nur einer Runde war es etwas schwierig, das Auto darauf abzustimmen. Vielleicht haben die anderen ohne diese Maps noch mehr verloren."

Sutil nimmt Silberpfeile ins Visier

Auch im Rennen will der Force India-Pilot angreifen. Direkt vor Nick Heidfeld stehen auch noch die beiden Silberpfeile in Reichweite. Die hinterließen zuletzt bei trockenen Bedingungen nicht den stärksten Eindruck. Sutil will angreifen. "Nach hinten orientieren, das ist nicht meine Einstellung", erklärte er kämpferisch.

Auch der Auspuff soll nun endlich halten, nachdem das Endrohr in Monaco und Montreal teilweise nur noch in Fetzen aus der Motorhaube hing. Doch schon in Silverstone könnte es mit dem Aufwärtstrend vorbei sein, wenn erstmals das Verbot des Diffusoranblasens im Schleppbetrieb in Kraft tritt.

"Es könnte sein, dass sich das Kräfteverhältnis dann ändert", blickt Sutil voraus. "Wir haben das im Simulator getestet. Das war schon relativ schwierig zu fahren. Vielleicht können wir das irgendwie kompensieren. Wir haben ein Paket geplant. Hoffentlich funktioniert das gleich. Die großen Teams haben bei so etwas immer Vorteile. Bei uns dauert es etwas länger, wenn es solche Veränderungen gibt."

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