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Adrian Sutil beendet Transfer-Poker

Der Trend geht zu Force India

Adrian Sutil Foto: xpb 29 Bilder

Die Zukunft von Adrian Sutil wird langsam klarer. "Der Trend geht zu Force India", erklärte der Gräfelfinger am Rande des GP Brasilien. Bei Nico Hülkenberg und Nick Heidfeld sind die Fragezeichen noch deutlich größer.

04.11.2010 Tobias Grüner

Das Formel 1-Transferkarussell will in dieser Saison einfach nicht in Schwung kommen. Abgesehen von den vier Top-Teams Red Bull, Ferrari, McLaren und Mercedes gibt es noch jede Menge unsichere Plätze und viele Kandidaten für die begehrten F1-Cockpits. Eine wichtige Figur im Transferschach könnte bald vom Brett genommen werden. Adrian Sutil erklärte in Sao Paulo, dass die Zeichen auf Vertragsverlängerung bei Force India stehen.

Sutil: Entscheidung erst nach Saisonende

"Ich bin momentan in engen Verhandlungen mit Force India", berichtet der 27-Jährige über den Stand der Dinge. "Ich bin auch definitiv bereit, hier noch ein Jahr dranzuhängen. Der Trend geht zu diesem Team, es ist aber noch nichts unterschrieben." Bis der neue Vertrag unter Dach und Fach ist, wird es auch noch mindestens zwei Wochen dauern: "Eine entgültige Entscheidung gibt es leider erst nach der Saison", bedauert Sutil. "Ich hätte es früher gewollt, aber es ging leider nicht."

Sollte Sutil seinen Platz bei Force India halten, gibt es wieder ein Cockpit weniger. Für Landsmann Nick Heidfeld gäbe es wieder eine Option weniger: "Wenn Sutil dort bleibt, habe ich wohl keine Chance mehr bei Force India unterzukommen", erklärte der Mönchengladbacher, der momentan noch für Sauber auf Punktejagd geht.

Heidfeld hofft auf Platz bei Renault

Da der Schweizer Rennstall aber schon zwei feste Piloten für 2011 verpflichtet hat, muss sich der Routinier einen neuen Platz suchen. Die größten Hoffnungen setzt Heidfeld auf Renault. Teamchef Eric Boullier hält große Stücke auf den Deutschen. Der Franzose hätte Heidfeld sogar Adrian Sutil vorgezogen. Allerdings gibt es noch ein Problem: Vitaly Petrov. Der Russe kann im Gegensatz zu Heidfeld dem Team durch private Sponsoren auch finanziell weiterhelfen.

Mit Crashs wie zuletzt in Suzuka und Korea betreibt der Rookie aus Vyborg aber nicht gerade positive Eigenwerbung. "Seit Korea hat sich die Situation für mich noch nicht geändert", bleibt Heidfeld vorsichtig. "Es gibt noch nichts zu vermelden. Aber ich denke, es sieht ganz gut aus."

Maldonado für Hülkenberg oder Barrichello?

Auch Nico Hülkenberg muss weiter um seinen Verbleib in der Königsklasse zittern, obwohl er zuletzt öffentlich von Teamchef Frank Williams gelobt wurde. "Für das Lob kann ich mir leider nichts kaufen", klagt der F1-Rookie. Der Platz beim englischen Privatteam wird ihm von Pastor Maldonado streitig gemacht, der mit Petro-Dollars aus Venezuela winkt. "Ich bin neutral. Williams hat mir signalisiert, dass es noch eine Chance gibt."
 
Vielleicht kommt es am Ende auch ganz anders. Einige spekulieren bereits, dass GP-Rekordhalter Rubens Barrichello Williams verlassen muss, sollte Maldonado andocken. "Das könnte auch passieren", blickt Hülkenberg in die Glaskugel. Einen festen Plan B habe er aber nicht, sollte er entlassen werden. "Es gibt ein paar Gespräche, aber nichts Definitives. Mit Optionen außerhalb der Formel 1 beschäftige ich mich nicht."

Maldonado sportlich keine Verbesserung

Dass Maldonado sportlich klar die schlechtere Wahl ist, daran gibt es kaum Zweifel. "In der GP2 sind wir 2009 im gleichen Team gefahren", erinnert sich Hülkenberg. "Das Qualifying-Duell habe ich glaube ich 10:0 gewonnen." Der Deutsche wurde am Ende auch Meister der Nachwuchsserie.

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