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Adrian Sutil über Force India-Formschwäche

"Wir wissen, warum wir verlieren"

Adrian Sutil Foto: Force India 31 Bilder

Die seit einem Jahr beständig ansteigende Formkurve von Force India erlebte in den letzten Rennen erstmals eine kleine Delle. Adrian Sutil ist trotzdem zuversichtlich, bald wieder den alten Kurs einschlagen zu können, auch wenn er mit Prognosen vorsichtiger ist.

29.07.2010 Tobias Grüner

Was ist denn da am Start von Hockenheim genau zwischen den beiden Force India passiert?
Sutil: Tonio hat mich einfach abgeschossen. Ich weiß nicht, was er da gesehen hat. Er wollte mich angreifen, und das in einer Vollgas-Linkskurve. Das geht einfach nicht. Es tut mir leid für ihn, aber in einer Vollgaskurve muss man sich zurückhalten. Wir haben darüber gesprochen und es sollte in Ordnung sein. Letztendlich hat er mein Rennen damit aber kaputtgemacht.

Wie kam das Boxenchaos zustande?
Sutil: Ich wollte sowieso in die Box. Es war schon vorher geplant, dass ich die harten Reifen schon in der ersten Runde draufmache, um danach freie Fahrt zu haben. Es lief also alles noch einigermaßen nach Plan. Ich wollte bis zum Ende durchfahren. Aber in meinem harten Satz Reifen war leider der hintere linke ein weicher. Und dann auch noch einer von Tonio.
 
Wie ändert sich das Fahrverhalten mit einem weichen und drei harten Reifen?

Sutil: Man merkt schon, dass man auf der einen Seite ein bisschen mehr Grip hat und auf der anderen Seite ein bisschen weniger. Letztendlich war es fahrbar. Ich wurde dann aber schon nach zwei oder drei Runden wieder reingeholt.

Gibt es irgendeinen positiven Aspekt des verkorksten Wochenendes von Hockenheim?
Sutil: Dass die ganzen Probleme bei so einer schlechten Startposition passiert sind und nicht in einem Rennen, wo man große Chancen besitzt. Wir haben zwar nicht gepunktet, Williams und Sauber aber auch nicht. Da sind wir noch ganz gut weggekommen.

Wie groß ist der Ärger über die gerissene Punkteserie?
Sutil: Der ist schon vorhanden. Ich will immer in die Punkte. Wenigstens haben wir wieder eine Zielankunft. Das Auto ist also zuverlässig. Solche Rennen gibt es halt.

Wie sehen die Erwartungen für Ungarn aus?
Sutil: Hoffentlich geht es in die Top 10. Nach dem Wochenende in Hockenheim muss ich etwas vorsichtiger werden mit Prognosen.

Force India hat im letzten Jahr stetig Schritte nach vorne gemacht. In den letzten beiden Rennen holt die Konkurrenz etwas auf. Ist das ein ganz neues Gefühl?
Sutil: Das stimmt. Bis jetzt ging es immer nach vorne und jetzt verlieren wir gerade ein bisschen. Aber wir wissen, warum wir verlieren.

Warum?
Sutil: Vor allem wegen dem Diffusor. Wenn man sieht, dass wir im Rennen immer top sind, aber im Qualifying immer eine halbe Sekunde verlieren. Das lässt darauf schließen, dass die Konkurrenz den anderen Diffusor mit einem anderen Motor besser nutzen kann und sich da einen Vorteil erarbeitet hat.

Wann kommt das Konzept bei Force India ans Auto?
Sutil: Wir testen den angeblasenen Diffusor am Freitag in Ungarn. Wenn alles super läuft, können wir ihn gleich schon da fahren. Aber eher ist es geplant für Spa.

Was sagen Sie zu der Stallregie-Affäre von Ferrari?
Sutil: Ich bin direkt hinter den beiden gefahren, als es passiert ist. Dass war schon sehr eindeutig. Aber das war klar: Fernando (Alonso) fährt noch um die WM und Felipe (Massa) nicht mehr.

Wie würden Sie sich in so einer Situation verhalten?
Sutil: Das ist schwierig. Wenn ich noch nie einen Sieg gehabt hätte und vorne wegfahren würde, dann lasse ich keinen vorbei. Massa ist in den letzten Jahren immer um die WM gefahren. Man muss das bei so einem Team verstehen.

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