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Adrian Sutil mit verbalem Rundumschlag

"Vettel denkt, er ist der Superstar"

Adrian Sutil Foto: xpb 37 Bilder

Adrian Sutil lässt die Kritik von Sebastian Vettel zu seinem schlechten Überrundungsverhalten kalt. Stattdessen teilt der Force India-Pilot selbst aus - gegen Vettel, Robert Kubica, Nico Hülkenberg, Heikki Kovalainen und die Marshalls in Montreal.

13.06.2010 Tobias Grüner

Nach dem Rennen herrschte schlechte Stimmung im Force India-Lager. Adrian Sutil und Tonio Liuzzi kamen zwar beide in den Punkten an, zufrieden war man allerdings nicht mit den Plätzen neun und zehn. Sutil machte Robert Kubica verantwortlich für die verpasste Chance: "Es war ein gutes Rennen bis zu dem Zwischenfall mit Robert, der mir den Reifen aufgeschlitzt hat", erklärte der Gräfelfinger angesäuert.

Kubica macht Sutil das Rennen kaputt

Kubica passierte den Deutschen vor der letzte Schikane auf der Innenseite, fuhr dann aber überraschend geradeaus in die Box weiter: "Ich habe dabei 20 Sekunden verloren", berichtet Sutil. Nach dem Rennen mussten beide Piloten auch noch bei der Rennleitung antanzen. "Es gab nicht viel zu erzählen. Das war höchst gefährlich. Das war ja eindeutig. Ich weiß nicht, was er vorhatte." Die Kommissare beließen es jedoch bei einer Verwarnung für Kubica.

Aber nicht nur mit Kubica rasselte der Force India-Pilot zusammen. Auch Landsmann Nico Hülkenberg kam ihm in die Quere: "Hülkenberg ist mir einmal direkt aufs Auto gefahren. Und einmal dachte er wohl, dass ich mich in Luft auflöse. Da hat er mich auf der Geraden einfach Richtung Wand geschoben. Anstatt mir Platz zu lassen, hat er mich abgedrängt. Er hat quer angebremst und ich habe seinen Seitenkasten berührt. Ich habe keine Ahnung, was er da gemacht hat."

Kovalainen kostet Sutil Platz gegen Massa

Auch mit Heikki Kovalainen stand Sutil während des Rennens auf Kriegsfuß. Das Überrundungsverhalten des Finnen gab Anlass zur Kritik: "Kovalainen hat definitiv ein Problem mit den Rückspiegeln. Sein Team gibt ihm wohl auch keine Anweisungen. Ich habe einen Platz gegen Massa verloren, weil er aus der Box gekommen ist und überhaupt nichts gesehen hat. Das ist schade. Normalerweise kann man so schön vorbeilassen, wenn man aus der Box kommt."

Dabei gab Sutil auch zu, dass es in Montreal nicht leicht war, die Überrundungen immer gut zu timen: "Es gab oft Situationen, wo die blauen Flaggen schlecht gezeigt wurden auf der Strecke. Da wusste ich teilweise auch nicht mehr, wer hinter mir ist, wenn ein ganzes Paket von hinten ankam. Vor allem die Red Bull und die Toro Rosso sind nicht leicht auseinander zu halten."

Sutil kontert: "Vettel muss locker bleiben"

Nach dem Rennen erntete Sutil vor allem von Sebastian Vettel Kritik. Der Red Bull-Youngster fragte höhnisch, ob Sutil seine Spiegel verloren habe. Sutil ließ sich die Kritik nicht bieten und konterte: "Er teilt immer schön aus und denkt er ist der Superstar. Da muss er auch mal ein bisschen locker bleiben. Ich war da in einem richtigen Kampf, in dem es um die letzten Punkte ging. Und dann kamen vier, fünf Autos hintereinander. Das Problem waren wirklich die Flaggen."

Einen Vorwurf macht Sutil dabei vor allem den Marshalls: "Die haben komplett versagt in diesem Rennen. Ich habe glaube ich zehn Runden blaue Flaggen für einen Fahrer bekommen, mit dem ich im direkten Kampf war. Da weißt Du irgendwann nicht mehr was da los ist. Dann war ich etwas überrascht, als plötzlich ein Red Bull hinter mir fuhr. Ich habe ihn direkt vorbeigelassen und dahinter kam direkt Alguersuari. Aus meiner Sicht habe ich ihn ganz gut vorbeigelassen."

Warum kommt Liuzzi an Sutil vorbei?

Am Ende verlor Sutil auch noch das teaminterne Duell gegen Liuzzi. "Es war kein normales Überholmanöver", ließ Sutil Raum für Spekulationen. War da etwa Stallregie im Spiel? Force India-Geschäftsführer Otmar Szafenauer versuchte die Angelegenheit herunterzuspielen. "Adrian hatte mit seinem beschädigten Auto einen Großteil seines Abtriebs verloren. Tonio war zu diesem Zeitpunkt deutlich schneller und hat ihn überholt."

Richtig dagegen hielt Sutil aber scheinbar nicht. "Das ist so unter zwei Teamkollegen. Das hat man ja auch in der Türkei bei McLaren gesehen. Man muss sich Platz lassen." Einen Funkspruch an Sutil soll es laut Szafenauer nicht gegeben haben, in dem der Deutsche zum Platzmachen aufgefordert wurde.

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