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Adrian Sutil vs. Jarno Trulli

Wortgefecht geht in die zweite Runde

GP Brasilien Foto: dpa 61 Bilder

Noch nie hat man Jarno Trulli nach einem Rennen so aufgebracht gesehen. Der Unfall mit Adrian Sutil brachte den Italiener auch eine Stunde nach dem Rennen noch auf 180. Sein Kontrahent war sich dagegen keiner Schuld bewusst.

18.10.2009 Tobias Grüner

Der Unfall geschah in der Startrunde. Bei der kurzen Anfahrt auf Kurve fünf setzt Jarno Trulli seinen Toyota außen neben den Force India von Adrian Sutil. Der Deutsche verteidigt seine Linie und schickt seinen Kontrahenten bei 200 km/h auf die Randsteine. Trulli verliert sofort die Kontrolle über sein Auto und räumt Sutil gleich mit ab.

Während der Toyota mit hoher Geschwindigkeit in der Mauer endet, rutscht Sutil sekundenlang über das Gras. Als er wieder auf die Strecke gelangt, kommt ihm auch noch Fernando Alonso in die Quere. Der Force India torpediert auch den Renault ins Aus.

Trulli geht auf Sutil los

Danach spielen sich am Streckenrand wilde Szenen ab. Noch mit geschlossenem Visier geht Trulli auf den verdutzten Sutil zu und beschimpft ihn wild. "Ich kann nicht wiederholen, was ich da gesagt habe", gibt sich der Italiener anschließend wortkarg. Die FIA hatte allerdings ihre ganz eigene Meinung dazu und verdonnerte Trulli zu 10.000 Dollar Strafe wegen des Nachspiels.

Auch zum Unfall selbst gab die Rennleitung ihr Urteil ab. "Normaler Rennunfall", so die Wertung. Trulli forderte dagegen wütend eine Strafe für seinen Widersacher. "Die sind der Meinung, ich soll da noch lupfen. Zumindest einige. Aber das ist eine Kurve, die voll geht. Da lupft doch niemand."

Sutil-Manöver einfach nur "wahnsinnig"

Über das Verhalten von Sutil gebe es laut Trulli keine zwei Meinungen. "Das war das Schlimmste was ich je gesehen habe. Das Manöver war einfach nur wahnsinnig." Der Italiener begründete seinen Angriff damit, dass er mit einem großen Geschwindigkeitsüberschuss auf Sutil heranschoss. "In Kurve vier hatte ich noch drei Längen Rückstand, danach war ich direkt neben ihm".

"Ich habe nur meine Linie verteidigt", kontert Sutil. "Außen war gar kein Platz. Da hätte er einfach vom Gas gehen sollen. Das war einfach nur blöd von ihm." Laut Trulli war zunächst genug Platz. "Er hat gemerkt, dass ich von hinten schnell ankomme und hat innen verteidigt. Dann bin ich nach außen gegangen und er hat mich bei 200 km/h auf die Kerbs gedrängt. Ich hatte keine Chance und habe sofort das Auto verloren. Das war lebensgefährlich."

Sutil beklagt mangelnden Respekt

Sutil verstand die ganze Aufregung nicht. "Das war total peinlich und lächerlich, dass er mich danach angegriffen hat. Manchmal habe ich das Gefühl, dass mich die anderen nicht respektieren, jetzt wo wir da vorne mitfahren. Die denken, Sie können mit uns machen, was sie wollen. Schon Kimi hat mir am Start keinen Millimeter Luft gelassen und mir beinahe den Frontflügel abgefahren."

Trulli entgegnete, dass er das Manöver auch mit jedem anderen Fahrer gewagt hätte. "Jeder hier im Fahrerlager weiß, was da gelaufen ist und wer schuld war. Auch Fernando Alonso war direkt dahinter und hat nur gesagt, dass die Aktion von ihm total verrückt war."

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