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Adrian Sutil vs. Nick Heidfeld

Streit um die goldene Banane

Nick Heidfeld Foto: Daniel Reinhard 57 Bilder

Der Crash zwischen Adrian Sutil und Nick Heidfeld war Auslöser der einzigen Safety-Car-Phase in Singapur. Die Rennleitung verhängte eine Geldstrafe gegen den Force India-Piloten. Über die Schuldfrage gab es aber auch noch Stunden nach dem Rennen zwei Meinungen.

27.09.2009

Am Abend vor dem Rennen hatte sich Adrian Sutil noch einen Crash gewünscht. In der 20. Runde hat er ihn bekommen. Leider war er daran selbst beteiligt. Und die Rennleitung gab dem Deutschen die Schuld und stellte einen Strafzettel über 20.000 Dollar aus. "Leider keine Singapur-Dollar, wie ich annehme", kommentierte der Leidtragende spöttisch.

Missglückter Überholversuch

Doch was war passiert: Nach mehreren Runden im Heck des Toro Rosso von Jaime Alguersuari nahm sich der Force India-Pilot ein Herz und startete einen Überholversuch. "Ich musste es probieren. Er war einfach zu langsam. Ich wäre ein Idiot, wenn ich es nicht versucht hätte. Leider ging es schief." Sutil touchierte das Hinterrad seines Kontrahenten und drehte sich in der Kurve auf den Kerb.
 
Die ganze Kolonne, die sich zuvor hinter ihm befand, zog vor seinen Augen vorbei. Doch als Nick Heidfeld nahte, rollte Sutil plötzlich einen halben Meter nach vorne. Der BMW rumpelte über die Nase des Force India und verbog sich selbst die Aufhängung. Heidfeld musste direkt aufgeben, Sutil bog wenige Runden später wegen Bremsversagen vorwärts in die Box ein, nachdem seine Mechaniker eine neue Front montiert hatten.

Unterschiedliches Strafmaß?

Nach dem Rennen trafen sich die beiden bei den Kommissaren wieder. Das Ergebnis ist bekannt. "Ich weiß nicht, wer die Strafe bezahlt. Ich hoffe nicht ich. Da muss ich mal mit Vijay reden." Doch Teambesitzer Vijay Mallya soll momentan nicht gerade die Spendierhosen anhaben. "Ich bekomme jetzt so eine Strafe und Kimi Räikkönen ging damals in Monaco leer aus, als er mich abgeräumt hat. Und da ging es um Rang vier und hier nur um die goldene Banane."
 
Bei beiden Piloten herrschte unterschiedliche Meinung, wer die Schuld an dem Crash trug. "Wir haben darüber gesprochen. Nick hat gesagt, dass er den Unfall schon von weitem gesehen hat. Außen war genug Platz. Wir waren so weit hinten im Feld, da hätte er einen weiteren Bogen fahren können und nicht auf der Ideallinie bleiben sollen."

Erst schauen, dann fahren
 
Heidfeld winkt ab: "Ich glaube es ist allgemein bekannt, dass man zuerst schaut, bevor man auf die Strecke zurückkehrt." Die Strafe wollte der Mönchengladbacher nicht kommentieren. "Ich hoffe, er lernt daraus. Wenn er so fährt, sieht er nicht oft die Ziellinie." Schon in einer Woche sieht man sich in Suzuka wieder.

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