Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Adrian Sutil

"Wir können noch mehr herausholen"

Adrian Sutil Foto: Force India 13 Bilder

Adrian Sutil ist mit der vergangenen Saison zufrieden. Erstmals machte Force India einen spürbaren Schritt nach vorne. Allerdings konnte das Team den Speed des Autos nicht immer in Ergebnisse umsetzen. Das soll nächstes Jahr anders werden.

11.11.2009 Tobias Grüner

Auch wenn am Ende "nur" fünf Punkte heraussprangen, kann sich Adrian Sutil zu den Gewinnern der Saison zählen. Das ehemalige Hinterbänklerteam Force India tauchte ungewöhnlich oft in der vorderen Hälfte des Feldes auf. "Es ging nach vorne. Ich bin sehr stolz auf mein Team, auf die gute Arbeit, die wir diese Saison geleistet haben", zieht Sutil ein positives Fazit.

Trotz des Aufschwungs ist der Gräfelfinger aber noch nicht ganz zufrieden. "Es gibt immer noch sehr viele Sachen, die wir verbessern können. Auch ich selber kann noch an mir arbeiten, um im Rennen alles ein bisschen besser umzusetzen. Da ist die Leistung noch nicht konstant genug. Da bin ich ehrlich. Da kann ich vielleicht noch ein wenig mehr rausholen", gibt sich der 26-Jährige selbstkritisch.

Kleinigkeiten zählen mehr als früher

Vor allem in der zweiten Saisonhälfte hatte das Auto öfter das Potenzial für Punkte. Am Ende konnte Sutil aber nur in Monza unter die ersten Acht fahren. Der Deutsche weiß aber schon, wo man den Hebel ansetzen muss. "Es geht vor allem um die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren, um z.B. das Optimum aus den Reifen herauszuholen. Da haben wir in dieser Saison nicht immer die richtige Wahl getroffen. Da gibt es noch Potenzial."

Nach seiner dritten Formel 1-Saison merkt man dem Deutschen an, dass die Ambitionen langsam steigen. "In den vergangenen Jahren sind wir immer hinten herum gefahren. Da war es fast egal, was wir für eine Strategie hatten. Da war man so oder so Letzter. Dieses Jahr war es ganz eng, da hat jede Kleinigkeit gezählt. Wenn man z.B. zum falschen Zeitpunkt aus der Box rausfährt, kann das im Qualifying drei Plätze ausmachen. Da werden die kleinen Probleme plötzlich größer, als zuvor. Das will ich nächstes Jahr alles besser machen."

Sutil erarbeitet sich Respekt

Allerdings gab es auch Punkte, bei denen Sutil mit sich und dem Team zufrieden sein konnte. "Im Qualifying habe ich mich glaube ich sehr gut gemacht dieses Jahr. Vor allem gegen Ende der Saison ging es echt sehr gut", freut sich der Force India-Pilot. Er gibt gleichzeitig aber auch zu: "Das Auto ließ sich auch leichter fahren. Da ist es im Qualifying für den Fahrer natürlich auch einfacher ans Limit zu gehen. Das war in den ersten Jahren noch deutlich schwieriger. Jetzt müssen wir nur noch das Rennen richtig gut hinbekommen."

Wichtig war die Saison auch für sein Image unter den Fahrerkollegen. "Wenn man immer hinten rumfährt, respektiert Dich keiner. Wenn Du Dich dann öfter mal vorne blicken lässt, verstehen es die anderen auch irgendwann und nehmen Dich ernst. Das ist in jedem Sport so. Wenn Du an die Spitze willst, musst Du Dich erst einmal durchkämpfen."

Änderung des Fahrstils für 2010

In der nächsten Saison will Sutil weiter nach vorne kommen. Das Tankverbot und die geänderten Reifendimensionen kommen dem Wahlschweizer aber nicht gerade entgegen: "Ich fahre schon relativ aggressiv. Aber ich kann auch weich fahren. Da muss ich mich vielleicht umstellen. Ich habe meinen Fahrstil auch in den letzten Jahren schon verändert. Das dauert immer ein wenig, deshalb muss man damit früh anfangen."

Für Sutil hätte es man auf die neuen Regeln verzichten können. "Für mich wäre es auch in Ordnung gewesen, wenn man alles gleich gelassen hätte. Solche großen Änderungen müssen nicht immer sein. Es wird auf jeden Fall eine große Herausforderung mit einem so schweren Auto."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden