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Adrian Sutil zu Boykott-Drohung

"Werden nicht zum Fahren gezwungen"

Adrian Sutil - Force India - GP Deutschland 2013 Foto: xpb 68 Bilder

Adrian Sutil ist einer von drei Fahrern, der nicht Mitglied in der Fahrer-Vereinigung (GPDA) ist. Er kann die generelle Boykott-Drohung seiner Kollegen nicht nachvollziehen. Wenn es erneut Probleme gibt, will er individuell entscheiden.

05.07.2013 Tobias Grüner

Adrian Sutil, Kimi Räikkönen, Valtteri Bottas - die Liste der Piloten, die nicht bei der Fahrergewerkschaft mitmachen, ist nicht besonders lang. Sie waren auch nicht bei dem Treffen am Donnerstagabend am Nürburgring dabei, als die 19 anderen in der GPDA organisierten Piloten ankündigten, sich zurückzuziehen, wenn es wieder zu Reifenproblemen kommen sollte.

Bottas und Räikkönen boykottieren Boykott

Das Statement hat viele Experten überrascht. Allen voran Pirelli. Der Reifenhersteller hatte den Piloten detailliert erklärt, warum es mit den modifizierten Gummis keine Probleme mehr geben sollte. Auch die drei Nicht-Mitglieder hatten keine Ahnung von dem Aufstand der Kollegen. Die beiden Finnen Kimi Räikkönen und Valtteri Bottas erklärten, dass sie den angedrohten Boykott im Ernstfall wohl boykottieren würden.

Adrian Sutil kann ebenfalls nicht nachvollziehen, warum es zum organisierten Protest gekommen ist. "Das ist okay, was da diskutiert wurde. Aber dafür muss ich nicht in einer Fahrergemeinschaft sein, um so etwas zu beschließen."

Sutil will individuell entscheiden

Nach Meinung des erfahrenen Force India-Piloten muss jeder individuell für sich entscheiden, welche Risiken er eingehen will. "Wir werden nicht gezwungen, Rennen zu fahren. Wenn ich nicht fahren will, dann bleibe ich zuhause. Wenn ich Angst habe mit diesen Reifen, weil die zu gefährlich sind, dann fahre ich nicht."

Die Frage, ob er sich einem gemeinsamen Rückzug aus dem Rennen anschließen würde, konnte Sutil nicht pauschal beantworten. "Da wir bei Force India mit den Reifen noch keine Probleme hatten, kann ich das jetzt noch gar nicht sagen." Soll heißen: Wie seine Kollegen Bottas und Räikkönen würde Sutil wohl auch weiterfahren, wenn die Situation vertretbar ist.

Force India würde Sutil draußen lassen

Force India-Sportdirektor Otmar Szafnauer nimmt die ganze Angelegenheit mit Humor. "Das wäre doch gut, wenn sich die GPDA-Fahrer zurückziehen würden und Adrian plötzlich alleine unterwegs ist. Wir würden ihn natürlich nicht zwingen reinzukommen. Ganz im Gegenteil: Wir würden ihm über Funk sagen, dass er weiterfahren soll."

Nach dem Trainingsfreitag sah es allerdings nicht danach aus, als müssten sich Sutil und Force India große Gedanken über einen Rückzug machen. Der Reifen zeigte keine ungewollten Auflösungserscheinungen. "Es war auch relativ einfach mit ihm umzugehen. Man kann jede Runde voll drauf hämmern. Er hält ziemlich gut", so die erste Analyse.

"Die harte Mischung ist auf jeden Fall besser für das Rennen. Der Weiche löst sich relativ schnell auf. Nach zehn Runden ist der fertig. Aber auf einer Runde ist der gut. Es sind zwei sehr verschiedene Reifen - eine gute Kombination."

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