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Adrian Sutil

"Zu viel Risiko - das war blöd"

Adrian Sutil - GP Belgien 2011 Foto: dpa 62 Bilder

Adrian Sutil sorgte mit seinem Highspeed-Abflug in Eau für einen der negativen Höhepunkte in Spa. Am Ende war der Deutsche vor allem sauer auf sich selbst. Für das Rennen hat sich Sutil eine große Aufholjagd vorgenommen.

27.08.2011 Tobias Grüner

Eigentlich wollte Force India in Spa die große Schlussattacke starten. Doch im Qualifying zum GP Belgien ging der Schuss zunächst nach hinten los. Von Platz 15 bzw. 18 stehen Adrian Sutil und Paul di Resta eine große Aufholjagd im Rennen bevor. Beide Piloten blieben aus unterschiedlichen Gründen deutlich unter ihren Möglichkeiten.

Team verschätzt sich bei Di Resta

Schon im ersten Teil des Qualifyings verabschiedete sich Paul di Resta. Trotz eines Drehers in der Zielschikane im vorletzten Versuch lag der Schotte zunächst noch knapp vor der Klippe. Doch er hatte noch genug Zeit für eine Runde und die Konkurrenz schien sich nicht mehr verbessern zu können. "Sie haben mir gesagt, dass ich meinen letzten Versuch abbrechen und wieder an die Box zurückkommen soll. Sie dachten ich sei sicher weiter. Aber das war wohl eine Fehleinschätzung."

Lotus-Pilot Heikki Kovalainen gab den Spielverderber. Nach einem langsamen Beginn legte er in seiner letzten schnellen Runde immer mehr an Tempo zu und kickte den Force India-Piloten am Ende deutlich raus. Für Di Resta war das Ausscheiden unnötig. "Das ist frustrierend. Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir schneller gewesen wären."

Sutil geht mehr Risiko als nötig

Mit Adrian Sutil hatte Force India allerdings noch ein heißes Eisen im Feuer. Der Deutsche lag bei feuchten Bedingungen in der zweiten Runde schon auf Rang fünf, als er am Ausgang der berühmt-berüchtigten Eau Rouge die Kontrolle verlor. "Ich habe eigentlich nichts anders gemacht als in den Runden zuvor, aber ich war schon die ganze Zeit dort immer am Limit. Irgendwann ist es vielleicht zu viel."

Sutil schien ein sicherer Kandidat für den Einzug in die Top Ten. Das sieht auch der Pilot so. "Eigentlich hätten wir gar nicht so viel Risiko gehen müssen. Deswegen war es blöd. Ich glaube, ein fünfter Platz wäre heute drin gewesen, wenn ich mir die Zeiten anschaue. Den Alguersuari hätte ich packen können."

Sutil hatte immerhin noch Glück, dass der Abflug bei knapp 300 km/h glimpflich ablief. "Am Auto war eigentlich alles okay. Es war nur der Reifen von der Felge und der Frontspoiler kaputt. Das ist unglaublich. Ich konnte aber leider nicht in die Box zurück, weil es direkt am Anfang der Runde war."

Sutil hat im Rennen Großes vor

Aufgeben gilt für den 28-Jährigen aber nicht. "Ich habe ja in den letzten Jahren gezeigt, dass man hier gut überholen kann. Es ist wichtig, keine Fehler zu machen. Morgen ist der Tag der Tage. Ich habe Großes vor. Ich will ja nicht immer hinten rumfahren. Es wird Zeit für ein Podium. Von Platz 15 ist alles möglich", scherzte der Deutsche.

Force India setzte in Erwartung auf trockenes Wetter auf etwas weniger Abtrieb. Allerdings ist Sutil nicht ganz perfekt gerüstet. "Ich bin leider noch gar nicht im Trockenen gefahren. Ich kenne die Reifen noch gar nicht." Im Freien Training hatte Sutil freiwillig die zweite Sitzung mit Testfahrer Nico Hülkenberg getauscht, weil er dachte, dass die Chance auf trockene Bedingungen in der Früh besser sind.

Doch der Wettergott spielte da nicht mit. "Das war eine glorreiche Idee. Das werde ich im Rennen bestimmt spüren. Ich habe keine Ahnung, wie ich das Auto einstellen soll. Vielleicht werde ich mit harten Reifen ein paar Einführungsrunden drehen. Die weichen Reifen wollen wir uns natürlich aufsparen."

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