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Adrian Sutil

Zwei Strafen, zwei Crashs - null Punkte

Adrian Sutil Foto: Force India 72 Bilder

Adrian Sutil war zuletzt nicht gerade vom Glück geküsst. In Singapur rumpelte er nach einem gescheiterten Überholversuch mit Nick Heidfeld zusammen. In Japan misslang das Manöver gegen Heikki Kovalainen. Beide Male sah sich der Force India-Pilot schuldlos.

08.10.2009

Adrian Sutil hatte sich sehr auf die Asienreise gefreut. In Singapur sollte die Erfolgsserie aus Spa und Monza mit einem neuen Aero-Paket fortgesetzt werden. Auch auf der schnellen Strecke in Suzuka wollte der Japan-Fan dank guter Streckenkenntnisse ganz vorne mitfahren. Mit zwei Drehern, zwei Strafen, einem Crash, und null Punkten konnte das Ergebnis die Erwartungen nicht ganz halten.

Dabei konnte der Pilot das ganze Unglück, das sich über ihm zu ergießen schien, nicht nachvollziehen. Nach einem schwachen Qualifying in Singapur hing Sutil plötzlich hinter Jaime Alguersuari fest. Das Frust-Manöver hatte zu keinem Zeitpunkt eine Chance auf Erfolg. Schlimmer noch: Beim Versuch auf die Strecke zurückzukehren, rumpelte er mit Nick Heidfeld zusammen.
 
Sutil uneinsichtig
 
Sutils Meinung nach war die Kollision vermeidbar: "Außen war noch Platz. Wenn er zugibt meinen Dreher schon früh gesehen zu haben, hätte er einen weiteren Bogen machen können. Ich bin ja nur einen halben Meter nach vorne gerollt." Die durchdrehenden Reifen zeigten auf den Fernsehbildern allerdings eindeutig, dass der Force India-Pilot nicht vom Gas ging. "Ich musste ja aufpassen, dass ich nicht auf dem Randstein hängen bleibe", rechtfertigte sich der Pilot. Die Rennleitung sah das anders und stellte dem Deutschen ein 20.000 Dollar-Knöllchen aus. Nick Heidfelds spöttische Kommentare und eine Verwarnung gab es gratis dazu.
 
Während Sutil in Singapur außer Geld nicht viel verloren ging, war in Japan deutlich mehr drin als der 13. Platz. Mit der viertbesten Zeit im dritten Quali-Segment übertraf der Gräfelfinger sogar die kühnsten Berechnungen seines eigenen Teams. Doch erneut grätschten die Kommissare dazwischen. Sutil passierte die Unfallstelle nach dem Buemi-Crash mit Vollgas. "Ich hätte nie im Leben daran gedacht, dass da noch was nachkommt", erzählte der Force India Pilot noch während die Verhandlungen liefen.
 
Sutil erneut uneinsichig
 
Statt Startplatz vier ging es mit relativ wenig Sprit nur von Position acht los. "Das hat mir das Rennen kaputtgemacht", ächzte Sutil in Richtung der FIA-Stewards. "Ein Punkt wäre aber dennoch drin gewesen." Mit einem Überholmanöver gegen Nico Rosberg in der Startrunde keimte wieder Hoffnung auf. Nur eine Runde später nahm das Unglück seinen lauf "Ich hatte Übersteuern im ersten Sektor und bin etwas zu weit rausgekommen."
 
Rosberg und Heikki Kovalainen schlüpften vorbei und beförderten Sutil aus den Punkteplätzen. In Runde 13 setzte der Gräfelfinger erneut zum Manöver an. Vor der Schikane versuchte sich der Force India innen durchzuquetschen. Kovalainen hielt dagegen, Sutil ließ keinen Platz und so kam es wie es kommen musste: Am Ausgang kollidierten die beiden Mercedes-befeuerten Autos und endeten in einem Dreher.
 
Gegenseitige Schuldzuweisungen
 
Über die Schuldfrage hatten die Piloten wie im Rennsport so oft zwei Meinungen. "Ich war schon vorbei und habe dann einen Schlag bekommen. Die Aktion war völlig unnötig", klagte Sutil anschließend. Heikki Kovalainen entgegnete: "Er konnte das Manöver nur halb zu Ende bringen. Als er Einlenken wollte, war ich schon auf den Kerbs. Ich konnte mich ja nicht in Luft auflösen."
 
Die Folgen waren für den Deutschen eindeutig schwerwiegender als für den finnischen Kontrahenten. Während Kovalainen nur Jenson Button passieren lassen musste, gingen am Force India auch noch Robert Kubica und Giancarlo Fisichella vorbei. Auf Platz 13 war er am Ende weit vom angestrebten Punkterang entfernt. Für Berufsoptimist Sutil geht nun der Blick nach vorne. "In Interlagos haben wir noch bessere Chancen als hier", sprach sich der 26-Jährige selbst Mut zu.

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