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Aero 2009

Erfolgreiche Windkanal-Tests

Foto: BMW F1 17 Bilder

In der kommenden Saison sollen die Fans endlich wieder mehr Überholmanöver geboten bekommen. Dafür müssen die Teams den Geflügelsalat auf den Autos in der Winterpause entfernen. Die ersten Simulationen zeigen, dass das Konzept Erfolg verspricht.

27.08.2008 Michael Schmidt

"Formel Langeweile" oder "Gähn Grand Prix" titelten die Blätter nach dem vergangenen Rennen in Valencia. Der Stadtkurs konnte die hohen Erwartungen an Action und Spannung in keinster Weise erfüllen. Trotz langer Geraden mit viel Platz und anschließender engen Kurven war es wieder unmöglich, den Vordermann wirksam zu attackieren. Mit einigen gravierenden Änderungen an der Aerodynamik will man dieses Problem 2009 in den Griff bekommen.

Vor allem der Diffusor und der Heckflügel bestimmen, wie stark die Turbulenzen hinter dem Auto sind. Da gibt es durchaus Unterschiede. Sebastian Vettel berichtet: "Der Toyota ist besonders schlimm. Wenn du näher als eine Sekunde aufschließt, hast du nur noch Untersteuern." Die vorgeschriebene Diffusorhöhe von nur 125 Millimetern trägt dazu bei, dass das Hinterherfahren so schwierig geworden ist, weil die Wirbelschleppen weit nach hinten reichen. 2009 darf der Diffusor wieder eine Höhe von 175 Millimetern haben.

Nur fünf Prozent Abtriebsverlust

Der Heckflügel ist dann nur noch 75 statt 100 Zentimeter breit, dafür 95 statt 80 Zentimeter hoch. Leitbleche, Winglets und Kamine sind verboten, was den Gesamtabtrieb auf die Hälfte der 2006er Werte reduzieren soll. Dafür wächst der Frontflügel von 1,40 auf 1,80 Meter Breite, der Abstand zur Straße schrumpft von 15 auf 7,5 Zentimeter.

Windkanaltests mit zwei hintereinander gestaffelten Autos haben ergeben, dass mit dieser Formel das hinterherfahrende Auto bei einem Abstand von ein bis zwei Wagenlängen nur noch fünf Prozent Abtrieb verliert und die Balance fast konstant bleibt. Pedro de la Rosa und Gary Paffett haben im McLaren-Fahrsimulator drei Tage lang die 2009er Aerodynamik simuliert und waren vom Ergebnis begeistert. Zumindest in der virtuellen Welt war es einfacher, einem Auto dicht zu folgen.

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