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Alonso atmet auf

"Heute war ein guter Tag“

Fernando Alonso - McLaren - 2015 Foto: McLaren 94 Bilder

McLaren-Honda brach am zweiten Testtag von Barcelona alle seine Rekorde. 59 Runden in einer Session gab es noch nie. Und mit einer Zeit von 1.25,961 lag Fernando Alonso nur 1,3 Sekunden hinter der Bestzeit. Obwohl Honda nicht die volle Power freigab. Alonso gab sich 23 Tage vor dem Saisonstart erleichtert.

20.02.2015 Michael Schmidt

Zum ersten Mal sah man ein Lachen auf den Gesichtern von McLaren, Honda und Fernando Alonso. Der sechste Testtag dieses Winters war mit Abstand der beste. Und er gibt Hoffnung, dass diese Saison doch nicht mit der befürchteten Pleite endet. Fernando Alonso drehte 59 Runden. Fast doppelt so viel wie das übliche Tagessoll. Kein Schaden, kein früher Feierabend. "Wir sind von 9 bis 17 Uhr gefahren. Das sind schöne Neuigkeiten."

Auch die Rundenzeiten ließen sich sehen. Mit 1.25,961 Minuten landete Alonso auf Platz 7. Nur 1,387 Sekunden hinter der Bestzeit. In Jerez fehlten noch 6,8 Sekunden. Alonso strahlte: "Zum ersten Mal bekamen wir einen Eindruck von dem Potenzial von Auto und Motor. Das Gefühl im Auto ist gut."

Dabei durfte der Honda V6-Turbo nur mit gedrosselter Elektro-Power betrieben werden. Aus Angst, dass sonst das gleiche passiert wie am ersten Testtag mit Jenson Button. Die neuen Teile zur Absicherung der MGU-K trafen erst am Freitagabend in Barcelona ein. "Nach dem Defekt von Jenson war ich etwas pessimistisch. Aber heute haben wir gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das Auto ist schnell, trotz der Einschränkungen, mit denen wir noch fahren müssen", bilanzierte der Spanier.

"Für uns beginnen Testfahrten erst jetzt"

Alonso reiste vergangene Woche nach Japan, um sich vor Ort von Hondas Anstrengungen zu überzeugen: "Ich habe die Ressourcen gesehen, die Fabrik, den Enthusiasmus. Dieses Projekt ist noch jung, aber es wird eines Tages Rennen gewinnen. Es fragt sich nur wann."

Der zweifache Weltmeister will aber nicht zu viele Rosen streuen: "Ehrlich gesagt, hatte ich schon auf diesen Sprung gehofft. Wir haben nur noch sechs Tage bis Melbourne und müssen einen riesigen Rückstand aufholen. Unsere Gegner haben ein Jahr und 19 Rennen mehr Erfahrung als wir."

Alonso vergleicht den Zustand des Patienten McLaren mit Red Bull im letzten Jahr. "Wir werden ungefähr so vorbereitet nach Melbourne fahren wie damals Red Bull. Wenn wir uns etwas wünschen könnten, würden wir das erste Rennen auf Juni verschieben. Es ist aber im März und es sind nur noch 20 Tage Zeit. Und nach dem problematischen Beginn in Jerez beginnen die Testfahrten für uns eigentlich erst jetzt."

McLaren-Honda lernt jetzt das, was die Konkurrenz schon in Jerez abgearbeitet hat. "Wir entdecken ständig neue Dinge. Mal passt die Bremsbalance noch nicht, mal die Getriebeabstufung, mal sind die Temperaturen zu hoch oder zu niedrig. Für uns gibt es noch viel zu lernen. Unter den Umständen ist die Rundenzeit von 1.25,9 Minuten sehr gut. Beim Grand Prix im letzten Jahr lag die schnellste McLaren-Runde bei 1.27,3 Minuten. Ich kann sagen: Heute war ein guter Tag für uns."

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