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Alonso bleibt im Krankenhaus

Fahrer Schuld am Crash - kein Stromschlag

Fernando Alonso - Krankenhaus - Barcelona 2015 Foto: Twitter: Luis Garcia Abad 116 Bilder

McLaren hat endlich Details zum Crash von Fernando Alonso bekanntgegeben. Die Analyse der Telemetriedaten habe ergeben, dass ein technischer Fehler am Auto ausgeschlossen werden kann. Ein Fahrfehler und der Wind führten zu dem ungewöhnlichen Einschlag.

23.02.2015 Tobias Grüner

McLaren hat sein Schweigen gebrochen. Mehr als 24 Stunden nach dem Crash veröffentlichte das Team erste Erkenntnisse der Unfallanalyse. Damit will das Team endlich mit den wilden Gerüchten und Spekulationen aufräumen. Der Hergang wird in einer Pressemitteilung wie folgt beschrieben:

"Sein Auto kam in Kurve 3, einer schnellen Bergauf-Rechts, weit nach außen, so dass es bis auf den Kunstrasen geriet. Der Verlust an Grip hat das Auto in eine instabile Lage versetzt. Dadurch wurde es zurück nach innen auf die Strecke geschleudert. Dort setzte die Traktion plötzlich wieder ein, was zu einem seitlichen Einschlag in die Mauer führte."

Technisches Problem ausgeschlossen

Nach Angaben des Teams tragen am Unfall auch die böigen Winde eine Teilschuld. Auch andere Fahrer klagten über die wechselhaften Bedingungen am Sonntag. Somit hatte eine Verkettung unglücklicher Umstände zu dem seltsamen Abflug geführt. Kategorisch ausgeschlossen werden kann laut McLaren ein technisches Problem.

Auf den Telemetriedaten sei kein Abreißen des Abtriebs zu erkennen. Der Bruch eines Flügels kann somit ausgeschlossen werden. "Wir können ebenfalls festhalten, dass es keine eine elektrische Entladung oder irgendeine andere Unregelmäßigkeit mit dem ERS-System gegeben hat. Weder vor, während noch nach dem Unfall."

Stromschlag-Berichte "einfach unwahr"

Berichte, nach denen Alonso durch einen Stromschlag bewusstlos gewesen sei, wies McLaren entschieden zurück. "Das ist einfach unwahr. Unsere Daten zeigen ganz klar, dass er heruntergeschaltet und gebremst hat – direkt bis zum Augenblick des ersten Einschlags. Wäre er bewusstlos gewesen, wäre das nicht möglich gewesen."

Das Auto hatte laut Datenrekorder die Betonmauer zunächst mit dem rechten Vorderrad getroffen. Danach folgte der Einschlag rechts hinten. Durch den heftigen Aufprall sei der vordere Radträger und die Aufhängung beschädigt worden, heißt es. Auf den Unfallbildern ist allerdings auch zu erkennen, dass die Hinterachse ebenfalls Schaden genommen hatte.

Das Auto sei nach dem ersten Aufprall noch 15 Sekunden an der Mauer entlang gerutscht. Die Reifen lösten sich nicht vom Auto. Das Chassis und die Crashstruktur zwischen den Achsen blieb unversehrt.

Alonso bleibt vorerst im Krankenhaus

Kurz vor dem Unfallbericht hatte Alonsos Manager Luis García Abad das erste Foto aus dem Krankenhaus verschickt. Nach Angaben von McLaren wird der Patient auch noch eine zweite Nacht zur Beobachtung unter ärztlicher Aufsicht bleiben. Die Aufnahmen und Untersuchungen haben keine Verletzungen gezeigt.

Ob Alonso an den Testfahrten Ende der Wochen teilnehmen kann, stehe laut McLaren noch nicht fest. Eine Entscheidung dazu solle in Kürze fallen.

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