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Wiederauferstehung von Ferrari

Alonso: "Das war mein emotionalster Sieg"

Motor Racing - Formula One World Championship - European Grand Prix - Race Day - Valencia, Spain Foto: xpb.cc 94 Bilder

Fernando Alonso konnte in Valencia sein Glück kaum fassen. Nach einem verkorksten Qualifying feiert er einen Tag später vor all seinen Fans einen Heimsieg. Ferrari und Alonso haben gezeigt, dass Aufgeben in der Formel 1 keine Option ist.

24.06.2012 Bianca Leppert

Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Dieses Sprichwort scheint Ferrari und Fernando Alonso an diesem Sonntag beim Grand Prix von Europa in Valencia wie auf den Leib geschrieben. Italiener und Spanier sind bekannt für ihre Emotionen. Die Achterbahnfahrt, die Alonso und sein Team in Valencia erlebten, brachte aber selbst einen gestandenen Weltmeister wie Alonso aus der Fassung. Auf dem Podest vergoss er sogar ein paar Tränen.

Desaströses Qualifying

Rückblick: 24 Stunden zuvor musste sich Ferrari noch für die desaströse Qualifying-Leistung entschuldigen. Alonso verpasste den Einzug in Q3 um vier Tausendstelsekunden und wurde nur Elfter. Felipe Massa startete von 13. Alonso musste zugeben: "Wir haben eine kalte Dusche bekommen."

Der allzu oft gesagte und mehr als verschlissene Satz "Wir müssen das Beste daraus machen" fiel mehr als einmal. Er ging den Beobachtern zum einen Ohr rein und zum anderen wieder raus. Ein Fehler. Denn Ferrari hat mit dem Sieg für Alonso mehr als das Beste daraus gemacht.

"Das ist die Formel 1", meint Alonso. "Es ist nicht vorhersagbar. Im Sport gibt es Höhen und Tiefen. Gestern waren wir sehr traurig, nicht in Q3 gekommen zu sein. Aber man darf nicht aufgeben. Im Sport kann alles passieren. Vor allem in der Formel 1, wo mehrere Faktoren eine Rolle spielen."

In dem chaotischen Rennen spielte vor allem der Faktor eine Rolle, anzukommen. Die Favoriten Sebastian Vettel, Romain Grosjean und Lewis Hamilton strauchelten mit technischen Defekten und Unfällen. Es wäre aber zu einfach, zu sagen, Alonso habe nur davon profitiert. Bereits nach dem Start lag er schon auf Platz acht. Mit einer klugen Boxentaktik und schnellen Rundenzeiten ging es weiter nach vorne. Dabei erlebte auch der Spanier heikle Momente.

Alonso hat nicht mit Sieg gerechnet

"Ich hatte sechs oder sieben Überholmanöver, wo es eng zuging und wir uns berührt haben", sagt er. " In all diesen Momenten kann es schief gehen und du beendest das Rennen in der Mauer. Oder du bist am Ende der Gewinner."

Damit hatte Alonso aber keineswegs gerechnet. "Nach dem Qualifying am Samstag denkst du nicht, dass du ein gutes Ergebnis holen kannst oder um das Podium kämpfst", meint er. Als das Safety Car raus kam, war er bereits Dritter.

"Ich dachte: Hoffentlich kommt die karierte Flagge jetzt und ich kann das Podium genießen. Zwei Runden später habe ich Grosjean beim Restart überholt. Dann denkst du: Hoffentlich hört das Rennen jetzt auf. Und dann ist Vettel stehengeblieben. Von da an war es ein sehr langes Rennen bis zum Ende. Es ist schwierig, dass in Worte zu fassen, was ich fühle. Was die Emotionen angeht, war das mein bester Sieg."

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