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Alonso

"Die Formel 1 ist kein Sport mehr"

Foto: dpa

Nach seiner Strafversetzung in der Startaufstellung zum Großen Preis von Italien hat Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso den Internationalen Automobil-Verband FIA massiv angegriffen.

10.09.2006

"Ich bin Sportler. Aber ich betrachte die Formel 1 nicht mehr als Sport", sagte der spanische Renault-Pilot am Sonntag (10.9.) wenige Stunden vor dem Grand Prix in Monza. FIA-Präsident Max Mosley konterte: "Sportler reden immer Unsinn, wenn sie emotionsgeladen sind."

Die Rennkommissare hatten am Samstagabend Michael Schumachers WM-Rivalen die drei besten Zeiten in der Qualifikation gestrichen. Der WM-Führende Alonso rutschte dadurch vom fünften auf den zehnten Platz ind er Startaufstellung. Nach Ansicht der Stewards hatte der 25-Jährige bei seiner Aufwärmrunde Schumachers Ferrari-Teamkollegen Felipe Massa behindert. Absicht wurde ihm aber nicht unterstellt.

Die Pole Position hatte der Finne Kimi Räikkönen im McLaren- Mercedes vor Schumacher und dem Mönchengladbacher Nick Heidfeld im BMW-Sauber erobert. Massa wurde Vierter. "Die Daten zeigen, dass Massa auf die Pole gefahren wäre, wenn er nicht hinter Alonso gewesen wäre", erklärte Mosley. "Massa hat nicht Falsches getan, hat aber seine Pole verloren. Alonso hat ihn aber auch nicht absichtlich behindert." Deshalb sei die Bestrafung sehr schwierig, gestand er und kündigte an, für die neue Saison über die Regeln nachzudenken.

Renault: "Die FIA spielt gegen uns"

Als Gegenbeweis zeigte Renault den Journalisten ein Video von der betreffenden Runde auf dem Kurs im "Königlichen Park", aufgenommen von der Bordkamera in Massas Ferrari. Alonso ist in den Aufnahmen rund hundert Meter vor dem Brasilianer zu sehen. Renault Cheftechniker Pat Symonds sagte: "Massa hat sogar einen Vorteil gehabt, weil er lange im Windschatten fahren durfte."
Nach der Qualifikation am Samstag hatte sich der Ferrari-Fahrer schon in der Box lauthals über Alonso geärgert. "Ich habe letztlich drei Zehntelsekunden verloren! Es ist schade, weil ich in der Lage war, in die erste Reihe zu kommen", schimpfte der 25-Jährige.

Für Weltmeister-Team Renault war die Strafe der zweite Rückschlag durch eine FIA-Entscheidung nach dem Verbot des so genannten Masse-Dämpfers vor knapp drei Wochen. Das System in der Nase den Renault R26 hatte im Fahrzeugkonzept eine entscheidende Rolle gespielt. Das Verbot benachteiligt Renault massiv. "Die FIA spielt gegen uns. Es ist absurd, die Regeln nach der Hälfte der Saison zu ändern", hatte sich Teamchef Flavio Briatore schon vor dem damaligen Urteil aufgeregt.

Beim Grand Prix Anfang August in Ungarn hatten die FIA-Kommissare unter Leitung des Briten Tony Scott Andrews Alonso wegen zweier Vergehen im Freitags-Training eine Zwei-Sekunden-Strafe für die Qualifikation aufgebrummt. Schumacher erwischte es einen Tag später: Er hatte im Samstag-Training in einer Rot-Phase verbotenerweise überholt und wurde mit der gleichen Strafe wie Alonso belegt. Beide hatten keine Chance mehr, sich in der Startaufstellung vorn zu platzieren. Kommissar Scott hatte vor einiger Zeit eine harte Linie bei Vergehen der Fahrer angekündigt.

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