Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows

Alonso droht McLaren

McLaren-Star will kein Tourist sein

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016 Foto: sutton-images.com 19 Bilder

Fernando Alonso schloss seinen ersten Testtag mit 119 Runden ab. Ein Quantensprung im Vergleich zu 2015. Der Spanier will aber auch noch Fortschritte bei der Rundenzeit sehen. Er hält an seinen ehrgeizigen Zielen fest und will nicht nur um die Welt reisen, um dabei zu sein.

23.02.2016 Michael Schmidt

Englische Zeitungen kündigten schon den Rücktritt von Fernando Alonso an. Die Times vermutete, dass der zweifache Weltmeister nach einem enttäuschenden ersten Testtag das Handtuch werfen würde. Es kam anders. Alonso lächelte milde gestimmt: "Ich bin es gewohnt, mit Gerüchten wie diesen zu leben. Wahrscheinlich war die Pause ein bisschen zu lang, so dass solche Geschichten geboren werden."

Um ein klares Dementi drückte sich der McLaren-Star allerdings herum. Auf die Frage, ob er sich bei Ladbrokes an Wetten über einen vorzeitigen Rücktritt beteiligen würde, scherzte Alonso: "Vielleicht sollte ich es tun. Ich weiß aber noch nicht in welche Richtung."

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1-Test - Barcelona - 23. Februar 2016Foto: Stefan Baldauf
Fernando Alonso schaffte in seinem McLaren-Honda am Dienstag 119 Runden.

Antworten auf Fragen frühestens in Melbourne

Wer zwischen den Zeilen las, hörte bei der nächsten Antwort eine unverhohlene Drohung an McLaren-Honda heraus. Alonso hält an seinen ehrgeizigen Zielen fest. Er will in der Lage sein, aufs Podium zu fahren oder gar zu gewinnen. "Ich bin nicht bereit, um die Welt zu reisen, ins Auto zu springen und am Sonntag ein bisschen Spaß zu haben. Ich will gewinnen."

Ob McLaren-Honda auf einem guten Weg dorthin ist, kann Alonso nach den ersten 119 Runden im neuen MP4-31 noch nicht beurteilen. "Die Antwort werden wir frühestens in Melbourne bekommen. Vielleicht auch erst nach zwei, drei Rennen. Ich glaube, dass wir zu den Europa-Rennen das beste Chassis im Feld haben können. Es stecken ein paar Innovationen drin, die wir erst einmal richtig verstehen und die ausreifen müssen."

Beim Motor ist das Fragezeichen größer. Das Tagespensum ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. "Daran war vor einem Jahr um diese Zeit nicht zu denken. An den ersten drei Tagen bin ich 7, 25 und 13 Runden gefahren." Kilometer abstrampeln hatte an den ersten beiden Testtagen für McLaren Priorität. Dort lagen im letzten Jahr die größten Baustellen. Alonso nörgelte dennoch:"„Eigentlich eine langweilige Arbeit, die jeder Fahrer erledigen kann. Nach der gefühlt längsten Winterpause aller Zeiten hätte ich gerne ein bisschen mit dem Setup, dem Sprit und den Reifen gespielt."

Alonso erwartet weitere Mercedes-Dominanz

Die Rundenzeit, die 3,2 Sekunden hinter Sebastian Vettels Bestzeit lag, war zweitrangig. Dabei mobilisiert die erste Version des neuen Honda-Motors jetzt schon mehr Leistung, vor allem auf der elektrischen Seite. Alonso schwächt ab: "Das war ja auch nicht besonders schwierig, wenn man bedenkt, woher wir kommen. Ich hatte keine Zweifel daran, dass wir mehr Power haben werden. Doch da muss noch einiges kommen. Es wird ein bisschen dauern, weil Honda das neue Design und das neue Energiemanagement erst verstehen muss."

Für Alonso bleibt Mercedes das Maß aller Dinge. Trotz Bestzeiten von Ferrari. "Diese Dominanz ist noch nicht beendet", verspricht der Spanier. "Wenn ein Team an den ersten zwei Tagen so viele Kilometer abspult, dann müssen sie sich ihrer Sache schon sehr sicher sein. Wenn die mal die Sau rauslassen, wenn sie stärker sein als in den letzten Jahren."

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden