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Alonso gegen Vettel

Weltmeister für je eine Halbzeit

Vettel & Alonso - Formel 1 - GP Brasilien - Sao Paulo - 23. November 2012 Foto: xpb 25 Bilder

Diese Weltmeisterschaft war der Knüller. Die erste Saisonhälfte stand klar im Zeichen von Fernando Alonso, die zweite gehörte Sebastian Vettel. Am Ende trennten drei Punkte die beiden Besten. Auch sonst waren die beiden Halbzeiten höchst unterschiedlich.

05.12.2012 Michael Schmidt

Diese Weltmeisterschaft war ein ständiges Auf und Ab. Sagt selbst Weltmeister Sebastian Vettel. Er muss es wissen. Denn seine zweite Saisonhälfte war so ganz anders als die erste. Wäre mit der Sommerpause Schluss gewesen, hätte Fernando Alonso haushoch den Titel gewonnen. Mit 40 Punkte Vorsprung auf Mark Webber und 42 Zähler vor Vettel. Alonso gewann drei Grand Prix, Vettel nur einen. Hätten nur die letzten neun Rennen nach den Ferien im August gezählt, wäre Vettel genauso souverän Champion geworden wie Alonso in der ersten Halbzeit. Sein Vorsprung auf den Spanier betrug 45 Punkte. Der drittplatzierte Jenson Button lag 47 Zähler zurück.

Räikkönen profitiert von Konstanz

Nur zwei Fahrer schafften es in beiden Halbzeiten in die Top 3. Alonso und Vettel eben. Mark Webber nahm nach elf Rennen noch Rang zwei ein. Er hatte zwei Grand Prix gewonnen und durfte noch vom Titel träumen. In der zweiten Saisonhälfte floppte der Australier. Platz sieben mit 55 Punkten, zwei mickrigen Podiumsplätzen, aber keinem Sieg. Jenson Button macht es genau anders herum. Der Engländer hatte sich schon vor der Sommerpause aus dem Titelrennen verabschiedet. 88 Punkte holt man auf Alonso nicht auf. In der zweiten  Halbzeit egalisierte der McLaren-Fahrer den Spanier nach Punkten fast. Er gewann sogar zwei Rennen. Alonso ging zwischen Spa und Interlagos völlig leer aus. Ferraris Nummer eins lag ab dem GP Ungarn nicht einmal mehr eine Runde in Führung.

Die einzige Konstante im Feld war Kimi Räikkönen. Zwei Mal Platz fünf ergibt Rang drei in der WM. So geht die Formel 1-Arithmetik. Lewis Hamilton schaffte zwar in beiden Saisonhälften zwei Siege, doch vier Nullrunden in den letzten neun Rennen bescherten ihm in der zweiten Hälfte 44 Punkte weniger als in der ersten. Der McLaren-Pilot hatte definitiv den Speed Weltmeister zu werden, er hatte auch das Auto dazu, doch das Schicksal war gegen ihn. Das machte in der Endabrechnung Platz vier.

Massa und Hülkenberg konnten kräftig zulegen

Die größte Steigerung schaffte Felipe Massa. Im ersten Durchgang rangierte der Brasilianer mit kümmerlichen 25 Punkten auf Rang 14. Dann drehte Massa auf, kam neun Mal in neun Rennen in die Punkte und landete in der zweiten Halbzeit hinter Vettel, Alonso und Button auf Rang vier. Auch Nico Hülkenberg startete eine grandiose Aufholjagd. Nach elf Rennen lag der Force India-Pilot mit 19 Punkten auf Platz 16. Hätte nur die zweite Saisonhälfte gezählt, wäre Hülkenberg mit 44 Zählern Achter geworden. Nico Rosberg erging es umgekehrt. Der Sechste der ersten Halbzeit kam nur auf Platz 14 in der zweiten. Kein Wunder, wenn man nur zwei Mal in neun Grand Prix punktet.

Michael Schumacher verbesserte sich von Platz zwölf auf Rang zehn. Macht unter dem Strich Position 13. Kamui Kobayashi wurde am Anfang von Sergio Pérez entzaubert, schlug im Finale aber zurück. Pérez war in Gedanken wohl schon bei McLaren. Auch Romain Grosjeans erste volle Saison war nicht von Konstanz geprägt. 76 zu 20 Punkte, da ging wohl einem die Luft aus. Nach der Sperre wegen der Startkollision von Spa fuhr der Franzose sichtlich mit angezogener Handbremse. Auch Bruno Senna konnte am Ende nicht mehr zusetzen. Mit nur sieben WM-Punkten schaffte er nach der Sommerpause nicht einmal mehr die ToroRosso-Piloten. 

Erste HalbzeitZweite Halbzeit
FahrerPunkteSiegeFahrerPunkteSiege
1. Alonso16431. Vettel1594
2. Webber12422. Alonso114-
3. Vettel12213. Button1122
4. Hamilton11724. Massa97-
5. Räikkönen116-5. Räikkönen911
6. Rosberg7716. Hamilton732
7. Button7617. Webber55-
8. Grosjean76-8. Hülkenberg44-
9. Perez47-9. Kobayashi27-
10. Kobayashi33-10. Schumacher20-
11. Maldonado29111. Grosjean20-
12. Schumacher29-12. Pérez19-
13. di Resta27-13. di Resta19-
14. Massa25-14. Rosberg16-
15. Senna24-15. Maldonado16-
16. Hülkenberg19-16. Vergne12-
17. Vergne4-17. Ricciardo8-
18. Ricciardo2-18. Senna7-
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