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Alonso geht leer aus

Doppelfehler in der ersten Runde

Alonso - Formel 1 - GP Malaysia 2013 Foto: xpb 66 Bilder

Diese Nullrunde könnte Fernando Alonso noch einmal wehtun. Der Spanier landete zu Beginn der zweiten Runde im Kiesbett. Die Schuld trifft zu gleichen Teilen den Fahrer und das Team. Alonso sprach von Pech: "Wir hätten auch die Helden sein können."

24.03.2013 Michael Schmidt

Fernando Alonsos Fehlerquote ist extrem gering. Deshalb fallen die Schnitzer des Spaniers auch doppelt auf. Der Ausfall des Spaniers war ein Drama in zwei Akten. Nach einem erneuten Raketenstart traf er in der zweiten Kurve auf den Red Bull von Sebastian Vettel. Alonso traf Vettels rechtes Hinterrad mit der linken Frontflügelendplatte seines Ferrari.

"Es war nur ein ganz leichter Stoß, vielleicht mit 30 km/h", jammerte der Vize-Weltmeister. Er reichte aus, dass der Frontflügel des Ferrari auf Halbmast hing."Das war rückblickend die schlechteste Lösung. Wäre der Flügel ganz abgefallen, hätte er unsere Entscheidung erleichtert." Alonso jagte funkensprühend um den Kurs, ließ sich aber nicht davon abbringen, Mark Webber in der vierten Kurve niederzuringen. "Ich konnte von meiner Perspektive aus dem Cockpit nichts erkennen. Das Auto fühlte sich nicht viel schlechter an."

Ferraris im Dilemma

Die Ferrari-Box hatte den Schaden bemerkt und warnte seinen Fahrer über Funk. Man stand jetzt aber vor dem Dilemma, dass auf der halbnassen Piste ein Boxenstopp am Ende der ersten Runde zu früh gekommen wäre. "Das hätte mich 25 Sekunden gekostet. Deshalb haben wir entschieden, eine Runde abzuwarten und dann neu zu entscheiden. Wäre es gut gegangen, hätten wir versucht bis Runde drei oder vier durchzuhalten. Das wäre immer noch besser gewesen, als zu früh zu stoppen", rechtfertigte sich Alonso.

Es kam nicht so weit. In Kurve 13 sackte der Flügel erneut ein bisschen ab. "Erst ab da konnte man am Fernsehschirm erkennen, dass es ernster um den Flügel stand", gab Alonso zu. "Das Team hatte nur noch fünf Sekunden Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Sie hätte genauso falsch wie richtig sein können", nahm der Spanier seine Truppe in Schutz.

Schmaler Grat zwischen Hero und Zero

Als der Ferrari-Pilot mit Mark Webber auf der Zielgeraden um Platz zwei kämpfte, brach der Flügel komplett ab und verkeilte sich unter dem roten Auto. Der Ferrari machte einen Luftsprung und verabschiedete sich ins Kiesbett. Auf die Kritik, dass die Ferrari-Box das hätte kommen sehen müssen, antwortete Alonso: "Aus dem Fernsehsessel heraus ist das alles einfach zu entscheiden. Wenn der Flügel gehalten hätte und wir erst in der dritten Runde gestoppt und dann noch gewonnen hätten, wären wir die Helden gewesen." Rennleiter Stefano Domenicali bestätigte: "Es war ein schmaler Grat zwischen Hero und Zero. Wir hatten einfach Pech."

Alonso glaubt, dass er bei einem normalen Rennen eine Siegchance gehabt hätte. "Wir hätten den Rennspeed von Red Bull mitgehen können. Sie waren nicht mehr so superschnell wie in Australien." Domenicali störte nur eines: "Massa hat auf der feuchten Piste zu viel Zeit verloren. Als es abtrocknete, ist er die gleichen Zeiten gefahren wie die Leute an der Spitze." Ferrari setzt auf eine Ausbaustufe, die beim GP China debütieren soll. Laut Alonso ist sie dringend nötig. "Im Training sind wir noch zu langsam. Mercedes hat uns im Q2 sechs Zehntel abgenommen. Diese Lücke müssen wir schließen."

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