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Unglück im Glück bei Ferrari

Alonso ist nicht zum Feiern zumute

Motor Racing - Formula One World Championship - Abu Dhabi Grand Prix - Race Day - Abu Dhabi, UAE Foto: xpb.cc 94 Bilder

Fernando Alonso begann den GP Abu Dhabi vom sechsten Startplatz und kam als Zweiter ins Ziel. Isoliert betrachtet ein Ergebnis, über das man bei Ferrari jubeln konnte. Trotzdem war die Stimmung gedrückt. Sebastian Vettel verlor nur drei Punkte auf Alonso. Da hatte man bei Ferrari mit mehr gerechnet.

04.11.2012 Michael Schmidt

Fernando Alonso machte ein griesgrämiges Gesicht. In der Siegerlounge auf dem Weg zum Podium sonderte er sich von Sieger Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel ab. Alonso war nicht nach Feiern zumute. Wenn er auf dem sechsten Platz ins Rennen geht und der WM-Rivale aus der Boxengasse, dann rechnet man mit mehr als nur drei Punkten Differenz. Dabei konnte sich Alonso nicht beklagen. Der Spanier fuhr erneut ein perfektes Rennen zwischen Attacke und Abwarten. Beim Start ging er an Mark Webber und Jenson Button vorbei. In der 21. Runde knackte er Pastor Maldonado. Und in den letzten acht Runden verkürzte der Ferrari-Pilot einen 3,2-Sekunden-Rückstand auf Räikkönen auf 0,8 Sekunden.

Neue Teile in Austin

Vielleicht hat Alonso mit seiner Attacke ein bisschen zu lange gewartet. "Wir wollten erst sicher sein, dass die Reifen bis zum Schluss halten. Erst danach haben wir uns getraut, Attacke zu machen. Ich habe 150 Prozent gegeben, kam aber nie hinter Kimi in die DRS-Zone. Wir wussten ja, dass Vettel mit frischeren und weicheren Reifen nicht weit hinter uns fuhr." Es wäre der Super-GAU für Alonso gewesen, wenn er auch noch Vettel hätte vorbeiziehen lassen müssen.

Im Ziel versuchte sich Alonso die Welt schön zu reden. "Wir haben das Maximum herausgeholt und uns ganz auf uns konzentriert. Unsere Simulation hat Platz fünf für mich errechnet. Deshalb muss ich mit meinem zweiten Platz zufrieden sein. Was Vettel gemacht hat, lag außerhalb unserer Kontrolle." Alonso lobte erneut seine Truppe. "Wir haben das perfekte Auto und das perfekte Auto für das Rennen. Nur im Training müssen wir schneller werden. Wir haben im Hundertstelbereich auf die Red Bull aufgeholt, aber ich brauche Zehntelsekunden."

Kann er Vettel trotzdem noch knacken? "Ich muss nur zwei Mal vor ihm ins Ziel kommen." Auch Ferrari-Rennleiter Stefano Domenicali gibt den Titelkampf nicht auf: "Alle bei uns glauben an den Titel. Wer es nicht tun würde, hätte in unserem Team nichts verloren." Die Ausbaustufe hat den Ferrari schneller gemacht, aber nicht schnell genug. "Wir werden jetzt zuhause in Maranello die Upgrades anhand der Daten genau analaysieren und versuchen daraus zu lernen. In Austin kommen weitere neue Teile ans Auto."

Lob für Vettel

Domenicali fand auch lobende Worte für den Gegner: "Vettel ist ein super Rennen gefahren. Wenn er in einigen Phasen Glück hatte, dann war es das Glück des Tüchtigen. Es hilft nichts, wenn wir darüber lamentieren, dass wir nur drei Punkte gutgemacht haben. Vettels Rennen lag außerhalb unseres Einflussbereiches."

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