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Alonso mit Rückenschmerzen

Alonso von der FIA freigesprochen

Fernando Alonso GP Abu Dhabi 2013 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonsos wildes Überholmanöver außerhalb der Rennstrecke gegen Jean-Eric Vergne war der einzige Aufreger des GP Abu Dhabi. Der Ferrari-Pilot sieht keinen Grund für eine Bestrafung. Beim Sprung über den Randstein ging sogar das Unfall-Licht im Cockpit an.

04.11.2013 Michael Schmidt

Fernando Alonso fuhr wieder ein Alonso-Rennen. Von Platz 10 auf Rang 5. Bei seiner Aufholjagd kam es in der 44. Runde zur heikelsten Szene des Rennens. Alonso fädelte sich nach seinem zweiten Boxenstopp in Kurve 3 mit 260 km/h in den laufenden Verkehr ein und sah plötzlich Jean-Eric Vergne vor sich.

Der Toro Rosso-Pilot hatte den wesentlich schnelleren Ferrari nicht gesehen und schickte ihn in die Auslaufzone links von der Piste. Alonso zog auf dem Seitenstreifen vorbei und kam mit einem mächtigen Satz über den Randstein vor dem Franzosen auf die Strecke zurück. Die Sportkommissare ordneten sofort eine Untersuchung an. So ist das heute in der Formel 1. Überholen außerhalb der Strecke ist nicht erlaubt. Für dieses Vergehen haben schon ganz andere gebüßt.

Sportkommissare sprachen Alonso frei

Alonso war sich sicher, alles richtig gemacht zu haben: "Zu 99,9 Prozent war es eine ganz normale Rennszene. Wo sollte ich hin? Ich wollte mich hinter Vergne einreihen, um ihn dann mit DRS und frischen Reifen am Ende der Geraden auszubremsen. Das war Plan A. An ihm sofort vorbeizugehen war schon Plan B. Ich war so schnell, dass mir der Platz auf der Strecke ausging. Er hat mich rausgedrückt, aber da war ich schon neben ihm."

Das sahen auch die Schiedsrichter so. Offizieller Text: "Wir glauben dem Fahrer, dass er zwischen den Kurven 3 und 4 keine Chance hatte, auf der Strecke zu bleiben. Vergne hatte abgefahrene Reifen und Alonso frische. Alonso war durch den ganzen Sektor hindurch signifikant schneller. Deshalb gehen wir davon aus, dass keiner der beiden Piloten den Zwischenfall vermeiden konnte, und dass Alonso daraus keinen Vorteil zog."

Alonso auf festgeschnallt auf der Trage

Der Spanier schloss seine Irrfahrt bei der Rückkehr auf die Strecke mit einen Riesensatz über den Randstein ab. "Die Landung war brutal. Sogar die Unfallwarnleuchte im Cockpit ging an. Ich habe noch alle meine Zähne, aber mir tut der Rücken weh." Sein Manager Luis Garcia Abad twitterte nach der Untersuchung im Krankenhaus ein dramatisches Bild, das den Piloten auf einer Trage fixiert zeigt.

Am Ende war alles halb so wild. Zwar leuchtete am Ferrari die Unfallwarnleuchte, die automatisch angeht, wenn die Beschleunigungssensoren mehr als 15 g messen. Im Fall von Alonso waren es allerdings knapp unter 15 g. Das Warnlicht wurde nur deshalb aktiviert, weil Ferrari die Box mit dem Sensor nicht korrekt befestigt hatte. Bei dem Stoß wurde der Kasten in zusätzliche Bewegung versetzt. Das löste schließlich die Warnung aus. Kurz nach der Untersuchung konnten die Ärzte Entwarnung geben.

Alonso war mit Platz 5 zufrieden. "Mehr lag nicht drin. Auf Platz 4 fehlen uns 32 Sekunden. Selbst wenn ich zu Beginn des Rennens weniger im Verkehr gesteckt wäre, hätten wir nicht besser abgeschnitten. Immerhin konnten wir einen Mercedes und einen Lotus hinter uns lassen."

Der Zeikampf mit Teamkollege Felipe Massa war laut Alonso keiner. Beide Fahrer wurden vom Kommandostand ferngelenkt. "Als ich hinter Felipe lag, hat mir das Team geraten, Abstand zu halten, die Bremsen und die Reifen zu schonen. Dann durfte ich wieder aufschließen. Als ich fragte, ob ich attackieren darf, haben sie mir gesagt, dass Felipe in der nächsten Runde zum Reifenwechsel hereinkommt."

Schnellste Rennrunde für Alonso

Am Ende des Rennens belohnte sich Alonso noch mit der schnellsten Runde des Rennens. Tatsächlich lagen drei seiner Runden des letzten Stints unter Sebastian Vettels Bestwert. "Ich will mir nichts darauf einbilden. Von denen, die zum Schluss mit weichen Reifen gefahren sind, hatte ich die frischeste Garnitur. Das Auto war toll zu fahren. So hatte ich wenigstens noch ein bisschen Spaß."

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