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Fernando Alonso

Alonso mit Trick auf Pole Position

Motor Racing - Formula One World Championship - German Grand Prix - Qualifying Day - Hockenheim, Germany Foto: xpb.cc 23 Bilder

Fernando Alonso steht zum zweiten Mal in Folge auf der Pole Position. Wie schon in Silverstone war der Ferrari-Pilot der schnellste im Regen. Vor 14 Tagen hatte der Spanier Glück. Diesmal trickste Ferrari alle anderen aus. Alonso wechselte im Q3 die Reifen, die Red Bull-Fahrer nicht.

21.07.2012 Michael Schmidt

Fernando Alonso müsste sich eigentlich immer Regen wünschen. Zum zweiten Mal in zwei Wochen startet der WM-Spitzenreiter von der Pole Position. Während Alonso in Silverstone das Glück hatte, dass ihm ein Trainingsabbruch die Chance zum Weiterkommen gab, war er in Hockenheim der dominierende Mann. "Unser Auto war unter allen Bedingungen gut ausbalanciert." Der Ferrari lag auf Slicks, Intermediates und Regenreifen jeweils im Spitzenfeld. Im Regen dann ganz vorne. Die beiden schnellsten Runden des Spaniers hätten zur Bestzeit gereicht.

Regenreifen überhitzen

Alonso und Ferrari tricksten ihren Hauptkonkurrenten Red Bull mit einem Reifenwechsel 4.30 Minuten vor Ende des Trainings aus. "Wir hatten am Freitag festgestellt, dass die Regenreifen schnell überhitzen", erklärte ein Techniker. "Wäre Fernando das ganze Training mit einem Satz durchgefahren, hätte ihm das gleiche passieren können wie am Tag zuvor." Als Alonso mit den neuen Reifen wieder auf die Strecke ging, spürte er sofort mehr Grip. "Die Strecke wurde am Ende für alle schneller. Aber ich glaube, dass wir uns dank der neuen Reifen mehr steigern konnten als die anderen." Auch bei Jenson Button funktionierte der Trick. Der Engländer zog mit seinen neuen Reifen noch an Teamkollege Lewis Hamilton vorbei.

Die Red Bull-Piloten Sebastian Vettel und Mark Webber belegten die Plätze zwei und drei. Für Webber wird wegen des Getriebewechsels ein achter Startplatz daraus. Vettel und Webber kamen sich selbst in die Quere. Dadurch musste Vettel eine Runde abbrechen, sich zurückfallen lassen und es erneut versuchen. "Das hat mich insgesamt eine Runde gekostet. Ich brauchte wieder Abstand, weil du in der Gischt nichts siehst, wenn du näher als fünf Sekunden am Vordermann bist", ärgerte sich der Heppenheimer. Am Funk hatte er sich im Eifer des Gefechts noch lautstark über den Teamkollegen beschwert. Hinterher sah er es gelassener: "Mark hat es sicher nicht absichtlich gemacht. Er hat ja selbst nichts gesehen."

Probleme mit Slicks

Teamberater Helmut Marko nahm den Australier in Schutz: "Mark musste selbst zurückstecken, weil sich vor ihm Maldonado gedreht hatte." Der Österreicher glaubt aber: "Eine Runde mehr, und Vettel hätte Alonso gepackt." Vettel war mit seiner schnellsten Runde nicht ganz zufrieden: "Da waren zwei kleine Rutscher drin."

Red Bull war mit dem Ergebnis zufrieden. "Wir hatten massive Probleme mit den Trockenreifen", gibt Marko zu. Vettel musste extra einen Satz weiche Reifen aufziehen lassen, weil Gefahr drohte, dass er schon im Q1 hängengeblieben wäre. Vettel räumte ein, dass man noch viel Arbeit vor sich habe. Das Rennen soll auf trockener Bahn stattfinden. "Der Speed ist da, aber nur in einem kleinen Fenster", erklärte der Weltmeister. "Wir müssen jetzt im Rahmen dessen was wir noch ändern dürfen dieses Fenster finden. Aber mit den wenigen Runden im Trockenen wird das Rennen für jeden eine Fahrt ins Ungewisse."

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