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Ferrari macht mobil

Alonso: "Müssen Red Bull unter Druck setzen"

Fernando Alonso GP Abu Dhabi 2012 Foto: xpb 94 Bilder

Fernando Alonso schreibt den WM-Titel nicht ab. Ganz im Gegenteil. Vettels WM-Gegner hofft auf die neuen Aerodynamikteile. Alonso glaubt nicht, dass man Red Bull damit überholen kann. Einholen reicht schon: "Dann können wir Druck auf sie ausüben und sie in Fehler hetzen."

01.11.2012 Michael Schmidt

Ferrari packt seine vorletzte Waffe aus. Neue Front- und Heckflügel wurden nach Abu Dhabi geflogen. Der Heckflügel soll in DRS-Stellung effizienter sein. Damit will Ferrari die Achillesferse des Autos kurieren. Den Speed in der Qualifikation. Bis Alonso im Rennen mal hinter Vettel liegt, ist der Zug meistens schon abgefahren. Dann fehlen ihm acht bis zehn Sekunden.

Alonso lobt sein Team wieder

"Aus dieser Position können wir sie nicht mehr unter Druck setzen. Dann kann sich Vettel sogar ein Kers-Problem leisten, so wie Webber letzte Woche." Die Taktik, die Red Bull-Bastion doch noch zu knacken, liegt für Vettels Herausforderer auf der Hand: "Es wäre zu viel verlangt, sie technisch zu überholen. Aber wir können die Lücke verkleinern. Wenn wir näher dran sind, können wir sie auch in Fehler hetzen. Dann wird jedes kleine Problem für sie zum großen."

Nachdem Alonso in Indien noch ein paar Ohrfeigen an seine Ingenieure verteilt hatte, spendete er diesmal wieder Lob: "Ich habe vertraue unserem Team. Wenn wir unter Druck stehen, sind wir immer besonders gut. Das macht die Erfahrung aus. Ferrari kämpft nicht zum ersten Mal um den Titel." Die Schelte von Indien will Alonso als konstruktive Kritik verstanden wissen. "Das ist doch keine Erfindung von mir. Alle im Team wissen, dass Red Bull zur Zeit schneller ist. Die Ingenieure, die Teamleitung ich. Es wäre unrealistisch, das anders zu sehen."

Verbesserungen in Abu Dhabi und Austin

Gleich nach seiner Presserunde wollte sich der Ex-Champion den Kollegen von "La Stampa" vorknöpfen, der geschrieben hatte, dass Alonso aus Frust über eine Äußerung von Technikchef Pat Fry die schleppende Fahrzeugentwicklung via Twitter anprangern wollte, daran aber gerade noch gehindert werden konnte. "Die Geschichte hat ein Journalist frei erfunden. Ich muss mit ihm reden und will wissen, wie er darauf kommt."

Die neuen Flügel für Abu Dhabi sind nicht der letzte Joker aus Maranello. Auch in Austin sollen Verbesserungen ans Auto kommen. Dann hat aber auch Red Bull wieder etwas im Köcher. In Abu Dhabi bleibt der RB8 auf dem Stand des GP Indien. "Das ist immer noch gut genug", wehrt Alonso ab. "Sie haben jetzt vier Mal einen Schritt nach vorne gemacht. Jetzt sind wir mal dran. Wir dürfen trotzdem keine Wunder erwarten. Den magischen Schlüssel gibt es nicht in der Formel 1."


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