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Fernando Alonso

Alonso happy: Ferrari macht ersten Schritt

Formula 1 Grand Prix, Turkey, Saturday Qualifying Foto: xpb 21 Bilder

Ein fünfter Startplatz ist für Fernando Alonso normalerweise kein Grund zum Jubeln. Doch das Ergebnis der Qualifikation zum GP Türkei gab Alonso Anlass zu verhaltenem Jubel: "Wir haben den ersten Schritt gemacht."

07.05.2011 Michael Schmidt

Kollektives Aufatmen bei Ferrari. Der Windkanal scheint wieder verlässliche Zahlen zu liefern. Die neuen Flügel vorne und hinten brachten den prognostizierten Fortschritt. "In Melbourne lagen wir noch 1,4 Sekunden hinter der Bestzeit. Jetzt sind wir bei 0,8 Sekunden. Es geht in die richtige Richtung", urteilte Fernando Alonso nach seinem fünften Startplatz für den GP Türkei.

Auto ist besser

Der Spanier stellt aber auch pragmatisch fest: "Wir haben heute das Maximum aus unserem Auto herausgeholt. Wenn wir Red Bull einholen wollen, müssen wir in den nächsten drei bis vier Rennen eine weitere Sekunde finden."

Der erste Schritt ist getan. Der zweite soll in 14 Tagen beim GP Spanien folgen. Felipe Massa probierte am Freitag bereits Teile vom neuen Auspuffsystem. Der Fortschritt seit dem GP China war auch für die Fahrer spürbar. "Das Auto ist definitiv besser. Wir sind zum ersten Mal mit den harten Reifen durch die erste K.O.-Runde der Qualifikation gekommen. Und vor drei Wochen durften wir nicht davon träumen, einen wie Button in der Qualifikation zu schlagen", resümierte Alonso.

Reifenpoker zu riskant

Im Top Ten-Finale dachte Ferrari sogar kurz über die Möglichkeit nach, sich wie Red Bull und Mercedes einen Satz der weichen Reifen zu sparen. "Button lag nur ein Zehntel hinter mir", winkte Alonso ab. "Das war uns zu riskant." Alonso rückte in den letzten Minuten deshalb mit seinem dritten weichen Satz aus, doch brach den Versuch nach einem Sektor ab. "Ich lag ein halbes Zehntel über meiner eigenen Bestzeit. Es hätte keinen Sinn gemacht, die Runde zu Ende zu fahren."

Somit hat der Spanier immerhin einen halben frischen Reifensatz der weichen Sorte im Rennen. "Er hat die Aufwärmrunde und ein kleines Stück der schnellen Runde auf der Lauffläche. Das ist besser als wenn er die schnelle Runde bis zum Ende attackiert hätte", gibt Technikchef Aldo Costa zu bedenken.

Rennstrategie entscheidend

Alonso hatte die gesamte letzte Woche in Maranello verbracht. Hauptsächlich im Simulator, um neue Teile zu testen. Aber auch, um die Moral der Truppe zu stärken. "Es ist gut für die Stimmung, dass jetzt jeder den Aufschwung sehen kann." Und noch ist das letzte Wort beim GP Türkei nicht gesprochen. In den Dauerläufen hinterließen die Ferrari wie üblich eine exzellente Figur. Jetzt liegt alles an der Rennstrategie.

Zu denken gibt Alonso die starke Form der Mercedes. "Das ist ein neuer Faktor. Einerseits ist es gut, dass wir der Spitze nähergekommen sind, andererseits mischt ein neuer Konkurrent vorne mit, der uns Punkte wegenehmen könnte."

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