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Alonso noch hinter Hamilton

Mehr PS und mehr Defekte bei Honda

Fernando Alonso - McLaren - Formel 1 - GP Belgien - Spa-Francorchamps - 27. August 2016 Foto: sutton-images.com 65 Bilder

Freud und Leid bei McLaren-Honda. Jenson Button unterstrich mit seinem 9. Startplatz den Fortschritt beim Honda-Motor. Fernando Alonso startet nach 2 Motorschäden von ganz hinten. Für Aufregung sorgte auch ein Zitat von Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

27.08.2016 Michael Schmidt

Honda hat in Spa sein drittes Motor-Upgrade gezündet. 7 Token, davon 3 im Bereich des Verbrennungsmotors und 4 für den Turbolader und die Nebenaggregate. Man hört, dass der Honda V6-Turbo im Qualifikationstrimm ungefähr 15 PS zugelegt hat.

Jenson Button bestätigte mit dem 9. Startplatz den Aufwärtstrend. Honda-Rennleiter Yusuke Hasegawa lobte seine Mannschaft: „Wir konnten das Hockenheim-Niveau halten. Und das auf einer Strecke, die den Motor viel mehr fordert.“

Auf der Verlustseite standen zwei Motorschäden bei Fernando Alonso. Im ersten Training killte ein Wasserleck die MGU-H. Dafür bekam der Spanier eine komplett neue Antriebseinheit, was die ersten Motorstrafen nach sich zog. Der Pilot war mit allen Antriebskomponenten in die sechste Einheit gerutscht.

Im dritten Training klingelten erneut die Alarmglocken. „Der Öldruck war zu hoch. Wir haben versucht, das zu korrigieren, haben den Ernst der Lage aber nicht richtig eingeschätzt. Das war mein Fehler“, entschuldigte sich Hasegawa bei seinem Fahrer.

Alonso rollte im Q1 nach 4 Kurven aus und meldete: „Ich bin nur 500 Meter weit gekommen. Da ist also etwas Größeres schiefgelaufen.“ Hasegawa beeilte sich zu sagen: „Die Schäden haben nichts mit dem Upgrade zu tun. Eher mit der mangelhaften Vorbereitung.“

Button gibt Antwort auf Vandoorne-Lob

Honda wird für den Renntag die siebte neue Antriebseinheit in den McLaren MP4-31 einbauen. Alonso steht damit in der letzten Startreihe, noch hinter Lewis Hamilton. „Ich werde versuchen, so lange hinter Lewis herzufahren wie möglich“, versprühte Alonso Galgenhumor.

Dann etwas ernster: „Lewis wird mit Macht nach vorne stürmen. Das Chaos, das er anrichtet, öffnet vielleicht auch ein paar Lücken für mich.“ Und zum Schluss bierernst. „Ich bin trotz der Probleme mit der Vorstellung des Autos zufrieden. Im dritten Training bin ich auf Platz 11 gelandet. Ohne viel Trainingszeit. Das ist im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung um Lichtjahre.“

Auch Jenson Button machte einen zufriedenen Eindruck. Startplatz 9 ist mehr als erwartet. „Meine Q2- und Q3-Runde zählte zu meinen besten Runden auf dieser Strecke. Vergleichbar mit meiner Pole Position aus dem Jahr 2012.“

Der Engländer bezeichnete die von Pirelli vorgeschriebenen Mindestdrücke von 23,5 PSI vorne und 22 PSI hinten als Witz. „Wenn du in der Aufwärmrunde schnell fährst, ist der Reifen nach 3 Kurven kaputt. Bummelst du in der Aufwärmrunde herum, wartest du ewig, bis der Reifen ins Arbeitsfenster kommt. Du kannst keine Kurve attackieren, sondern trägst dein Auto um den Kurs.“

Nach der Abreibung für Pirelli gab es auch noch eine Antwort auf ein Statement von Mercedes-Teamchef Toto Wolff am Tag davor gegenüber belgischen Journalisten. Wolff hatte gesagt, dass es schon mit dem Teufel zugehen müsste, wenn ein Fahrer der Klasse von Vandoorne kein Cockpit finden würde. „Und wenn McLaren ihm keines gibt, helfen wir ihm weiter.“

Die britischen Medien bastelten daraus umgehend ein Misstrauensvotum gegen Button. Der Weltmeister von 2009 blieb cool: „Ich habe meine Antwort heute in der Qualifikation gegeben.“

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